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Ausgabe 2/2009

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Im Zeitraum von 1908 bis 1910 fanden in der Schweiz zahlreiche aviatische Premieren statt. Insbesondere im Jahr 1910 haben verschiedene historische Flugereignisse die aviatische Entwicklung hierzulande massgeblich geprägt, was den Aero-Club der Schweiz ein Jahrhundert später – 2010 – veranlassen wird, mit der lancierten Aktion «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz» diese Ereignisse mit landesweiten Veranstaltungen und Aktivitäten zu würdigen. Der Aero-Club Genf indessen feiert seinen 100. Geburtstag bereits im laufenden Jahr. Ziel des 1909 gegründeten Clubs war es damals, alle Luftfahrer in der Schweiz zu unterstützen, Flugplätze zu eröffnen, Wettbewerbspreise zu vergeben, Rekorde aufzustellen und die Schaffung einer nationalen Militärluftfahrt zu fördern. Darüber hinaus hat die schweizerische Luftfahrt Genfer Pionieren wie etwa den Gebrüdern Dufaux, Audemars, Taddéoli, Liwentaal, Durafour oder auch Marcel Weber viel zu verdanken. Eine Reihe von attraktiven Veranstaltungen sind für das laufende Jahr geplant. Lesen Sie mehr dazu ab Seite 22 dieser Ausgabe.

Im Übrigen wird sich die General Aviation 2009 nicht über mangelnde Dynamik im Hinblick auf Entwicklungen, Veränderungen und Neuerungen beklagen können. Es steht einiges an und bevor – voraussehbar und fest datiert, aber auch verbunden mit hypothetischen Erwartungen und Befürchtungen. Bleibe uns über allen Dingen die Aussage einer aussergewöhnlichen Frau, der Flugpionierin Ursula Bühler Hedinger – unter anderem erste Schweizer Jet-Pilotin, Linienpilotin, Gletscherflugpilotin, Fluglehrerin und während 25 Jahren Rega-Pilotin –, die am 3. Januar 2009 zu ihrem allerletzten Flug gestartet ist, von dem sie nicht mehr zurückkehren wird: «Es gibt nichts Schöneres, als über die Wolken hinauszukommen.»

Patricia Andrighetto



«Vampire» im Staader Verkehrskreisel

Staad SG DeHavilland DH-100 Mk. 6 «Vampire» J-1111 ziert Kreisel.

Seit dem 25. Oktober letzten Jahres ziert ein ehemaliger Militärjet der Schweizer Luftwaffe den Staader Verkehrskreisel bei der Hundertwasser- Markthalle. Die DeHavilland DH-100 Mk. 6 «Vampire» war während 17 Jahren eingelagert und wurde nun von Spezialisten des Fliegermuseums Altenrhein zusammengebaut. Heute schwebt die auf den Namen «Biene Maja» getaufte Maschine knapp über den Bäumen im Hundertwasser- Kreisel.

Seite 6

 


Bern-Belp: Erster regelmässiger Ski-Charter mit A319

Der 27. Dezember 2008 war für den Flughafen Bern ein Tag, der in die Geschichte eingehen wird. Zumersten Mal landete von London- Gatwick kommend auf der verlängerten Piste ein Airbus A319 der Fluggesellschaft «Hamburg International». Die Landung bildete
den Auftakt zu einer wöchentlichen Rotation von und nach London. «Hamburg International » operiert diesen Ski-Charter jeden Samstag im Auftrag des britischen Reiseveranstalters «Inghams Travel» bis voraussichtlich Anfang April.

Seite 7


«Schengen»am Flughafen Zürich

Seit dem 12. Dezember 2008 können Reisende von Schengen-Mitgliedsstaaten herkommend grundsätzlich ohne Passkontrolle über die Landesgrenzen in die Schweiz einreisen. Einzig die Schweizer Flughäfen bilden Schengen-Aussengrenzen, an denen die Pässe von Reisenden von und nach Nicht-Schengen- Ländern kontrolliert werden müssen. Da an diesen so genannten Binnenluftgrenzen «Schengen» gleichzeitig mit dem Flugplanwechsel am 29. März 2009 in Kraft tritt, werden die Passkontrollen in einer Übergangsphase seit dem 12. Dezember 2008 bis zum Flugplanwechsel für alle Passagiere bestehen bleiben.

Seite 7


Alle Zulassungen unter einem Dach

Lommis (TG) Kuerzi Avionics hat EASA Design Organisation Approval erhalten

Die Firma Kuerzi Avionics in Lommis (TG) ist seit über 25 Jahren imFlugzeugunterhalt tätig; und seit vergangenem August im Besitz einer neuen Zertifizierung. Der letzten, die es für dieses Unternehmen zu erreichen gab: «Unsere Firma ist die erste und bislang einzige weltweit mit einem EASA Design Organisation Approval (DOA), das heisst mit der Berechtigung für die Entwicklung von Hardware, Software inklusive Integration in Luftfahrzeugen und Testfliegerei in allen Luftfahrzeugkategorien», freut sich CEO Ralf Kürzi. Mit anderen Worten: Kuerzi Avionics kann Elektronikkomponenten inklusive Software entwickeln, installieren, wenn nötig Testflüge absolvieren und in eigener Kompetenz eine EASA-Zulassung ausstellen – und dies für alle Luftfahrzeugkategorien: vom Hubschrauber über den Flächenflieger bis hin zu Luftschiffen in allen Grössen. «Wir haben sozusagen unser eigenes Luftamt im Haus», führt Kürzi aus und ergänzt: «Dies ist für uns ein ausnehmend positiver Aspekt, der auf diese Weise erst unter EASA möglich wurde. Unter EASA kann man ein eigenes limitiertes Luftamt aufbauen, was bedeutet, dass man für viele Modifikationen nicht auf die Behörden angewiesen ist.»

Seite 8


Fête de la Montgolfière

Vom 11. bis 12. Oktober 2008 trafen sich im herbstlichen Saignelégier zehnHeissluftballon-Teams aus der Schweiz und Frankreich sowie ein Heissluft-Luftschiff zum alljährlichen «Fete de la Montgolfière». Die erste Austragung dieses durch die «Aérostiers de Saignelégier» organisierten Treffens geht auf das Jahr 1994 zurück. Trotz herrlichen Herbstwetters verhinderte zäher Nebel östlich vom Startgelände die erste Fahrt am Samstagmorgen. Dafür waren die Bedingungen für die weiteren geplanten Fahrten – inklusive Wasserung im idyllischen Etang de la Gruyère – optimal.

Seite 11


Der Sinn flugmedizinischer Untersuchungen

Auf den 1. März 2009 führt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) neue flugmedizinische Richtlinien für die Schweizer Segelflieger ein. Ab dem 60. Lebensjahr wird alle zwei Jahre eine flugmedizinische Untersuchung bei einem Vertrauensarzt des BAZL notwendig sein, ferner wird eine Informationspflicht bezüglich grösseren medizinischen Ereignissen unabhängig des Alters definitiv verankert. Diese neuen Bestimmungen haben in Segelfliegerkreisen einmal mehr eine Grundsatzdiskussion über flugmedizinische Untersuchungen ausgelöst.

 

Seite 14


Der Patrouille Suisse Fanclub – eine Erfolgsgeschichte

Alles begann vor sechzehn Jahren mit dem Zusammenschluss einzelner Fans der Patrouille Suisse. Heute zählt der Patrouille Suisse Fanclub rund 3000 Mitglieder – und setzt sich für die Interessen der gesamten Schweizer Luftwaffe ein.

Mit der Gründung des Patrouille Suisse Fanclub (PSFC) am 28. Januar 1992 begann eine Erfolgsgeschichte. Das Ziel des damaligen Gründungvorstandes unter der Leitung von Roland Studer war es, eine starke «Fliegergemeinschaft» zu werden. Und genau das ist sie heute. Der 42-jährige Berufsoffizier der Luftwaffe präsidiert den Verein immer noch. Die Aviatik ist seine Berufung und sein Hobby. Auch in seiner Freizeit setzt er sich für die Fliegerei und im Speziellen für die Schweizer Luftwaffe ein. Dabei kann er auf ein starkes Vorstandsteam und viele freiwillige Helfer zählen.

Seite 16


Die etwas andere Flugstunde

Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, wo man sich den Traum, eine Mustang zu fliegen, erfüllen kann: P-51 mit Tandem-Cockpit sind rar, und es gibt nur eine Schule, die eine professionelle Einweisung auf diesem Jäger anbietet: Stallion 51 im US-Bundesstaat Florida.

Christoph Nöthiger ist nicht das, was man einen exaltierten Menschen nennen würde. Er ist eher einer der stillen Sorte: Sein Auftreten ist ruhig und frei von Hektik, er wirkt konzentriert und unaufgeregt. Das ist beruhigend, wenn man weiss, womit der Mann sein Geld verdient. «In meinem Beruf ist es nicht sonderlich ratsam, schnell nervös zu werden», sagt er mit ironischem Unterton. Der 45-Jährige ist Leitender Arzt am Institut für Anästhesiologie des Universitätsspitals Zürich.

Seite 18


Ein Fest zum runden Geburtstag

Der Aero-Club von Genf feiert 2009 sein hundertjähriges Bestehen. Der Club war in den Anfängen der Luftfahrt das erste Schweizer Ausbildungszentrum für Piloten und gehört zu den aktivsten Sektionen des AeCS. Im Jubiläumsjahr ist eine Reihe von Veranstaltungen geplant, um die breite Öffentlichkeit verstärkt mit den Aktivitäten des Clubs vertraut zu machen.

Genfer Pionieren wie etwa den Gebrüdern Dufaux, Audemars, Taddéoli, Liwentaal, Durafour oder auch Marcel Weber, dem Militärpiloten auf der Postlinie Dübendorf–Genf (1919), der ausserdem Fluglehrer und erster Direktor von «Cointrin» war, hat die schweizerische Luftfahrt viel zu verdanken. In den frühen Tagen der helvetischen Luftfahrt war der Aero-Club von Genf oder der «Club suisse d’aviation» (CSA), wie er sich bis 1933 nannte, das erste Zentrum in der Schweiz, welches Piloten ausbildete. Der Club gehört damit zu den ältesten Luftfahrtorganisationen des Landes.

Seite 22


Der elegante Amerikaner

 

Mit der überraschenden, gleichzeitigen Bestellung von 20 Boeing 707 (siehe AeroRevue 12-2008/01-2009) und 25 DC-8 hatte Juan Trippe seiner Pan American zwei fast identische Flugzeuge beschafft. Der kleine Unterschied in der Bestellmenge liess durchschimmern, wo seine Sympathien lagen: Die Technologie von Douglas überzeugte ihn mehr als jene von Boeing.

Die fünfziger Jahrewaren das Jahrzehnt von Douglas. Die Flugzeuge mit dem berühmten DC (für Douglas Commercial) prägten den Luftverkehr auf den Kurzstrecken (DC-3), Mittelstrecken (DC-4) und Langstrecken (DC-6 und DC-7). Sie wurden nur von Lockheeds verschiedenen Constellations und Super Constellations ernsthaft konkurriert. Boeings luxuriöser Stratocruiser (B.377) fiel nicht ins Gewicht. Doch dann brach ein neues Zeitalter an: jenes des Luftverkehrs mit Jet-Antrieb. (Die Übergangsphase mit den Turboprop-Maschinen blieb eine Randerscheinung. Die einzigen Grosserfolge verbuchten die britische Viscount und die holländische Fokker Friendship).

Seite 22


Airlinertraining für jedermann

Die PC-basierte Flugsimulation auf Basis des Microsoft Flight Simulator für realitätsnahe Trainingszwecke zu verwenden, ist schon seit einigen Jahren möglich. Als Ergänzung zur zertifizierten Software ist dies vor allem bei der jüngeren Pilotengeneration beliebt. Im Bereich Airlinertraining wurde nun die Messlatte ein gutes Stück höher gesetzt, mit einer Simulation der McDonnell Douglas MD-11.

Systemtrainer, entwickelt von den Flugzeugherstellern, gibt es schon lange, auch für die MD-11. Die Software wird beispielsweise verwendet bei Typerating- Kursen für angehende MD-11-Piloten. Doch diese Software beschränkt sich auf das Training der Systeme. Es fehlen ein dreidimensionales Cockpit, die Geräuschkulisse, die simulierte Welt rund um das Flugzeug, um Flüge von A nach B durchführen zu können. Die Firma PMDG bringt nun eine Software

Seite 28


Weltstar trifft Pilotenlegende

Der deutsche Pilot Walter Eichhorn gehört zu den schillerndsten Figuren am Himmel Europas. Seine Flugstunden zu zählen, hat er bei einem Stand von 18600 aufgegeben. Ihm, der sich seine ersten aeronautischen Meriten in den 50er Jahren als Buschpilot in Kanada erworben hatte, haftet der Ruf an, «alles zu fliegen, was sich nicht wehrt». Eichhorn steuerte auch die Flugszenen zum neuen Tom-Cruise-Film bei. In den Drehpausen zu «Valkyrie» hatten sich der Pilot aus Manching und der Weltstar aus Colorado viel zu erzählen.

Seite 30


Aus dem Büro an den Golf von Akaba

Christoph Zogg hat einen spannenden Job: Er ist Chefpilot bei Edelweiss Air. Das bedeutet, dass er an einem Tag im Büro sitzt und am nächsten eine Feriendestination anfliegt. Der Autor hat ihn auf einem Flug nach Sharm-el-Sheik begleitet.

Zürich-Kloten, Piste 28. Auf der Centerline steht der Airbus A330 der Edelweiss Air. «Edelweiss 826 cleared for take-off, Runway 28.» Flugkapitän Christoph Zogg schiebt die beiden Leistungshebel nach vorne, beobachtet vom Ersten Offizier Franz Riner. Mit dem Aufheulen der Triebwerke durchzieht ein leichtes Vibrieren den Rumpf, das grosse Flugzeug beginnt zu rollen, rumpelt hart über den Beton und hebt schliesslich sanft die Nase in die Höhe. Wir fliegen! Kurzer Geradeausflug mit einem Steigwinkel von zehn Grad, dann legt sich der Airbus in eine Linkskurve, bis Ostkurs erreicht ist. Aus dem Kopfhörer ertönt der Funkverkehr – ein einziges Stimmenwirrwarr, aus dem die Anweisungen für den Flug «Edelweiss eight-two-six» herausgehört werden müssen. Schon bald befindet sich die HB-IQZ im kontinuierlichen Steigflug über dem Rheintal. Mit 290 Knoten werden Wolkenfetzen durchflogen, Sonnenschein durchflutet das grosse Cockpit des A330. «Das ist die immer wiederkehrende und mit nichts anderem vergleichbare Schönheit des Fliegens», sagen beide Piloten

Seite 32

 

 

 
   
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