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Ausgabe 3/2009

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«Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. » Hielte der Lyriker Bertolt Brecht diese Ausgabe der AeroRevue in seinen Händen, er würde mit Freude feststellen, dass sein Zitat auf den folgenden Seiten auf eindrückliche Weise eine zentrale Bedeutung im Denken und Handeln der verschiedenen portraitierten Menschen und Unternehmen innehat. Wie ein roter Faden zieht sich die Tatsache, dass es keine unrealistischen Ziele, sondern nur unrealistische Fristen gibt, durch die einzelnen Geschichten. Eine junge Frau, die seit ihrem vierten Lebensjahr beharrlich das Ziel verfolgt, als Astronautin ins Weltall zu reisen; ein Modellflugzeugbauer, der Jahre seines Lebens investiert, umnoch grössere und authentischere Modelle unter seinen Händen entstehen zu lassen und sich soeben erneut in seinen Werkraumzurückgezogen hat – gemeinsam mit den Bauplänen für eine Ka 6 im Massstab 1:1,3; ein Fallschirmteam, das sämtliche Zeit, Energie und Mittel einsetzt,umStück für Stück den Himmel zu erobern; ein Schweizer Luftfahrtunternehmen, das expandiert – mitten in der Krise; und generell die Leichtaviatik, dieumAkzeptanz und Existenz auf den Grossflughäfen kämpft.

Männer und Frauen, die sich durch die Eigenschaft auszeichnen, konsequent und unbeirrt auf ein bestimmtes Ziel hinzuarbeiten, dafür alles geben und zu Gunsten einer Vision klare Prioritäten setzen, sind in einer Zeit der proklamierten Omnipotenz und Interaktionen nach dem «Lust- und-Laune-Prinzip» keine Selbstverständlichkeit mehr.

Viele Menschen scheitern im Leben nicht etwa, weil es ihnen an Fähigkeiten oder Intelligenz mangelt, sondern weil sie ihre ganze Kraft nie auf ein einziges Ziel konzentriert haben (Elmer Wheeler). Zwölf vernichtende private, geschäftliche und politische Niederlagen musste der aus einfachsten Verhältnissen stammende Abraham Lincoln während 30 Jahren einstecken, ehe er 1860 einer der bedeutendsten Präsidenten der Vereinigten Staaten wurde. Oder anders gefragt: Wie vieles hält man für unmöglich, bevor es ausgeführt ist?

Patricia Andrighetto


«Ich habe ein unbefangenes Verhältnis zur Fliegerei»

BAZL Peter Müller wird per 1. Mai 2009 neuer Direktor

Der Bundesrat hat Peter Müller zum neuen Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) gewählt. Der ehemalige Generalsekretär des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und aktuelle Botschafter der Schweiz in Peru wird seine neue Stelle am 1. Mai 2009 antreten. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt er die Weiterentwicklung der Sicherheitsaufsicht über die Schweizer Luftfahrt, die Positionierung der Schweiz im Zusammenhang mit der zunehmenden Europäisierung der Luftfahrt und die weitere Gestaltung der nationalen Luftfahrtpolitik, wie er gegenüber der AeroRevue ausführt. Darin eingeschlossen seien wichtige Entscheide über den künftigen Betrieb des Flughafens Zürich. Zudem wird er die Aufgabe haben, das in den letzten Jahren markant gewachsene Amt zu konsolidieren und die von seinem Vorgänger entwickelte neue Amtskultur weiter zu stabilisieren.

Seite 5

 


Die Nachbauten der Nieuport 23C-1 nehmen Gestalt an

Langenbruck (BL) Ausstellung ist eröffnet

Vor einigen Jahren wagten sich vier Solothurner Oldtimer-Liebhaber und -Piloten an ein äusserst anspruchvolles Projekt: den Nachbau von vier flugfähigen Nieuport 23C-1 Jagdflugzeugen aus dem Ersten Weltkrieg. Nun können die ersten Resultate und der Fortschritt des Projektes in einer Ausstellung in Langenbruck von jedermann beobachtet werden. Der Ausstellungsort ist nicht zufällig gewählt. Es ist der Geburtsort des wohl berühmtesten Piloten der Pionierzeit der Schweizer Aviatik, Oskar Bider. Und Oskar Bider schätzte den kleinen, wendigen Jäger ausserordentlich. Auch bei seinem tödlichen Unfall am 7. Juli 1919 pilotierte er eine Nieuport 23C-1. Nach unzähligen Arbeitsstunden kann nun der Fortschritt der Arbeiten am ehrgeizigen Projekt auch von Aussenstehenden regelmässig in natura verfolgt werden. Am 22. Januar eröffneten die basellandschaftliche Regierungsrätin Sabine Pegoraro und der Langenbrucker Gemeindepräsident Hector Herzig in Anwesenheit zahlreicher Gäste und Sponsorenvertreter eine Ausstellung in der Bider-Baracke. Kuno Schaub erläuterte das Projekt und bedankte sich im Namen des ganzen Teams für die grosseUnterstützung.Auch die Mitstreiter Isidor von Arx, Geri Mäder und Ruedi Müller beantworteten kompetent die zahlreichen Fragen.

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Eine Frage der Flugvorbereitung

Davos/WEF 09 Fünf Regelwidrigkeiten im eingeschränkten Luftraum

Das WEF 2009 gehört bereits wieder der Vergangenheit an, der Luftraum über Davos ist wieder normal benützbar. Für fünf Flugzeugführer war er dies vermeintlich auch während der Zeit der Einschränkungen. Vier Helikopter und ein Flächenflugzeug wurden in der Schweiz registriert, deren Piloten unangemeldet in den eingeschränkten Luftraum eingedrungen sind. Sie alle wurden dem BAZL zur Weiterverfolgung übergeben, welches die Fälle wiederum an die Bundesanwaltschaftweiterleitet. Eine gute Flugvorbereitung hätte die Luftraumeinschränkung erkennen lassen und die Konsequenzen erspart. Vier der Fälle betreffen Schweizer Piloten. Die ausländischen Flugzeugführer eines Hubschraubers, welche unangemeldet in den eingeschränkten Luftraum eingeflogen waren und den Anweisungen der Kontrollflugzeuge (PC-7) keine Folge leisteten, wurden durch zwei F/A-18 abgefangen und in Samedan zur Landung gezwungen. Für das WEF in Davos hat jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung bestanden.

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Führungswechsel bei Sphair

Lommis (TG) Kuerzi Avionics hat EASA Design Organisation Approval erhalten

Oberst Beat am Rhyn ist neuer Geschäftsleiter Per 1. Januar 2009 hat Oberst Beat am Rhyn die Geschäftsleitung von Sphair übernommen. Der bisherige Inhaber dieser Funktion, Oberst i Gst Fredy Prachoinig, hat eine neue Herausforderung als Pilot in der Zivilindustrie angenommen. Die Nachfolge am Rhyns als Marketingverantwortlicher hat Markus Bolliger übernommen. Sphair hat den Auftrag, talentierte Berufspilotinnen- und Berufspiloten-Anwärter zu erfassen und deren Eignung abzuklären, um sie später der Luftwaffe oder der Allgemeinen Luftfahrt zuzuführen. Auch die Auswahl zukünftiger Fallschirmaufklärer läuft über Sphair.

Seite 7


Mit Vollgas auf Rekordkurs

AERO Friedrichshafen 2009 Mit IMAS und E-Flight-Expo

Vom 2. bis 5. April 2009 findet in Friedrichshafen die AERO (Internationale Fachmesse für die Allgemeine Luftfahrt) statt. Der wirtschaftlich turbulenten Zeit zum Trotz zeichnet sich ein Rekordkurs ab: Bereits Anfang Dezember 2008 konnten 20 Prozent mehr Ausstellerbuchungen als im vergleichbaren Zeitraum zur AERO 2007 verbucht werden. Das deutlich zweistellige Buchungs-Plus der AERO 2009 in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bezieht sich sowohl auf die Zahl der Aussteller als auch auf die gebuchte Ausstellungsfläche. Erstmals wird die AERO2009 in zehn statt bisher in sieben Hallen stattfinden. Vom Fallschirmspringen und Drachenfliegen, über Ultralights, Segelflugzeuge und Motorsegler, ein- und zweimotorige Flugzeuge bis hin zu Businessjets ist in Friedrichshafen alles vertreten. Erstmals dabei: Helikopter und die E-Flight-Expo. In den Rahmen der AERO integriert wird zudem die Messe für Gebrauchtflugzeuge (IMAS).

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«Fallschirmspringen ist unser Leben»

Fallschirmteam VIVA Im freien Fall zum Erfolg

Wer sich in einer Nationalmannschaft engagiert, der bringt ein überdurchschnittliches Mass an Ambitionen, Ehrgeiz und Enthusiasmus mit – und die Bereitschaft, eine ganze Menge Zeit zu investieren. Tatsachen, mit denen sich die Mitglieder des Fallschirmteams VIVA (Marcel Aeby, Andreas Guler, Cornel Gmür, Enrico Piffaretti, Kevin Merz [Ersatz], Kameramann Samuel Kummrow sowie Nachwuchsspringer Benjamin Gröli und Stefan Schmohl) zweifelsohne identifizieren; nicht um desGrundsatzesWillen, sonderndes Zieleswegen. Die Mannschaft, welche den aktuellen Schweizermeistertitel im 4er-Formation Skydive hält, überlässt den Erfolg nichtdemZufall. Der Preis dafür ist hartes Training – sowohl in springerischer als auch in konditioneller und mentaler Hinsicht.

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Ein Umstand kommtselten allein

Unfall eines Helikopters bei Klosters (GR)

Der Flug an diesem 30. Juni 2006 hätte ebenso gut reibungslos verlaufen können. Aber wie so oft: ein Problem kommt selten allein. Und einer von mehreren Faktoren hat am Ende das «Zünglein an der Waage» gespielt. Im nachstehenden Fall erfolgte der Ausschlag zu Ungunsten der Balance. Trotz allem: die betroffenen Personen hatten in diesem Fall Glück im Unglück. Während eines Schwebefluges, nur wenige Zentimeter über Boden, neigte sich der Helikopter beim Einsteigen des letzten von drei Flughelfern nach vorne. Dabei berührte der Hauptrotor den Hang. In der Folge überschlug sich der Helikopter und kam nach einigen Metern auf der Seite liegend zum Stillstand. Der Pilot, der Flughelfer und ein Passagier wurden leicht verletzt, die übrigen Passagiere blieben unverletzt. Der Helikopter hingegen wurde schwer beschädigt.

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Indoor-Modellflug– Virus oder Hype?

Das Fliegen mit Modellflugzeugen in Hallen ist eine junge Disziplin, erfreut sich jedoch einer stetig wachsenden Anhängerschaft und verspricht jede Menge Entwicklungspotenzial. Ein Blick hinter die Hallenwände.

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An den Rand gedrängt

Auf den Flughäfen Basel, Genf und Zürich wird es für den VFR-Verkehr zunehmend enger. Linien-, Charter- und Businessverkehr geniessen Priorität, deren Wachstum führt zu Kapazitätsengpässen. Safety- und Security-Massnahmen kosten Geld und führen zu Einschränkungen. Geduldet, aber nicht geliebt: eine Bestandesaufnahme über die Situation der Leichtaviatik auf den Landesflughäfen.

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Griff nach den Sternen

Seit 18 Jahren weiss die heute 22-jährige Deborah Mueller, wo sie einmal landen möchte: als Astronautin im Weltall. Die junge Westschweizerin verfolgt ihr Ziel mindestens so eisern, wie der Weg hart ist, der vor ihr liegt. Dass sie dereinst die Erde aus der Sternenperspektive betrachten wird, daran mag man kaum mehr zweifeln, nimmt man sich einen kurzen Moment Zeit, um einen Blick in das Leben dieser aussergewöhnlichen Frau zu werfen.

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DC-8: Ein Jahr lang USA-Flüge auf dem Papier

Die DC-8 trugen als erste zivile Strahlflugzeuge das Schweizer Kreuz auf dem Leitwerk. Ihre Einführung bei der Swissair verlangte viel Kapital und forderte von den beteiligten Fachleuten einen enormen Einsatz. Abseits der täglichen Routine standen Schweizer DC-8 auch mit negativen und positiven Schlagzeilen in den Medien.

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Ein Unternehmen im Steigflug

Gesundes, kontinuierliches Wachstum lautet das Credo der Zürcher Lions Air Group. Ein weiteres Etappenziel ist erreicht, und dies mitten in einem wirtschaftlich gebeutelten Umfeld: Mit der Übernahme des privaten Tiroler Luftfahrtunternehmens Welcome Air bietet Lions Air heute die ganze Palette an Service im Bereich Luftfahrt an.

Businessflüge, Linienflüge, Charterflüge, Ambulanzflüge, Helikopterflüge, Maintenance, Ausstattung: als einer der wenigen Luftfahrtunternehmen in Europa hat Lions Air mit Sitz in Zürich heute die ganze Service-Palette im Bereich Luftfahrt im Angebot. Dies nicht zuletzt dank der Übernahme des Tiroler Luftfahrtunternehmens Welcome Air per Januar 2009 – womit gleichzeitig eine wichtige Zielsetzung von Lions Air erreicht wurde: «Wir haben uns vorgenommen, vor allem in Nischenbereichen zu den Top-Playern zu gehören», hält Jürg Fleischmann, CEO von Lions Air (siehe auch Beitrag in der AeroRevue Nr. 11/2008) und Geschäftsleitungsmitglied von Welcome Air, fest. Mit der Übernahme von Welcome Air werfen.

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Neue Massstäbe gesetzt

Sie ist schon am Boden kaum vom Original zu unterscheiden; einmal im Flug, lässt sie sich schon gar nicht mehr als Modell ausmachen: Die Ka-4 Rhönlerche, gebaut im Massstab 1:1,4. Entstanden ist das Grossmodell unter den talentierten Händen von Patrick Trauffer. Nach zweijähriger Bauzeit ging der leidenschaftliche Modellflugzeugbauer im Juli 2008 erstmals mit seinem Meisterwerk in die Luft.

Die Ka-4 Rhönlerche (benannt nach dem deutschen Mittelgebirge Rhön): ein legendärer Segelflug- Oldtimer, der zahlreichen Segelflugpiloten der älteren Generation die ersten Flügel verliehen hat. Ein Flugzeug, das bei den einen Erinnerungen und Emotionen weckt – anderen mindestens positiv ins Auge sticht, wenn es heutzutage seltenerweise einmal an einer aviatischen Veranstaltung zu sehen ist. Das Segelflugzeug, welches im Jahr 1953durchdie Firma Schleicher entwickeltwurdeundnoch im selben Jahr seinen Erstflug absolvierte, hat eine Spannweite von 13 Metern, ist 7,3 Meter lang und bringt eine Leermasse von 220 Kilogramm auf dieWaage. Im Original.

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Aus drei mach eins

Der vomslowenischen Hersteller Pipistrel gefertigte Sinus 912 ist nun auch in einer Bugradversion erhältlich. Der ultraleichte Motorsegler wird von einem Rotax-Motor angetrieben, bietet jedoch mit einer Gleitzahl von 1:27 auch ansprechende Leistungen als Segelflugzeug. Hansjürg Moser hat den Motorsegler auf einem Flug im Föhn über den Berner Alpen ausführlich getestet.

Wer hätte gedacht, dass dieses kleine, elegante Flugzeug mit den langen, schlanken Flügeln nur so viel wiegt wie ein grösseres Motorrad. Mit 297 Kilogramm Leergewicht bietet der Sinus 912 jedoch deutlich mehr als manch anderes Transportmittel: Er kann als zweiplätzige Reisemaschine, als Segelflugzeug mit ansprechenden Leistungen oder als Schulflugzeug eingesetzt werden. Die vom slowenischen Hersteller Pipistrel gefertigte Maschine fliegt in der Schweiz in der Klasse der Ecolights mit der Zulassung nach LTF30-UL. AlpinAir Ecolight, Importeur der Pipistrel-Flugzeuge, bot dem Autor die Möglichkeit, diese Maschine zu fliegen. Auf dem Flugplatz Reichenbach steht sie in der Bugradversion zur Verfügung. Da das Flugzeug mit einem Rettungssystem ausgerüstet ist, beträgt das maximale Startgewicht 472,5 Kilogramm. Füllt man die beiden Standard-Flügeltanks mit je 30 Litern, verringert sich die Nutzlast auf rund 130 Kilogramm. Zu zweit kann also in der Regel nicht mit vollen Tanks gestartet werden. Doch dank dem niedrigen Treibstoffverbrauch von 9,2 l/h bei einer Geschwindigkeit von 180 km/h kann man mit dem Sinus mit nur 30 Litern bleifreiem Mogas über 500 Kilometer weit fliegen.

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