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Ausgabe 11/2009

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Zur Erholung der Menschen besonders geeignete Landschaften in der Schweiz sollen künftig von Fluglärmentlastet werden. So jedenfalls wollen es gewisse Bundesstellen und Organisationen, welche sich dem Umweltschutz verschrieben haben. Und der Bundesrat. Er beauftragte das UVEK, das Netz der Gebirgslandeplätze zu überprüfen und gleichzeitig abzuklären, wie so genannte Ruhezonen geschaffen werden können, die möglichst wenig Fluglärmausgesetzt sind. Nun hat eine Arbeitsgruppe des Bundes unter Federführung des BAZL einen Vorschlag für die Schaffung von Ruhezonen ausgearbeitet (Seite 22). Positiv: Der Vorschlag will keine Verbote, sondern setzt auf die Eigenverantwortung der Piloten und empfiehlt diesen, die bezeichneten Gebiete in gebührender Höhe zu überfliegen. Und das BAZL weist unter anderem deutlich darauf hin, dass die gesetzlichen Grundlagen für einschneidendere Massnahmen fehlen und die operationelle Sicherheit nicht tangiert werden dürfe.

Eine Kröte, die den Natur- und Menschenschützern wohl im Halse stecken bleibt. Denn einigen von ihnen, dies wurde an der Informationsveranstaltung deutlich, geht es nur vordergründig um den Schutz von Natur, Tieren oder gar ruhebedürftiger Menschen. Es stört sie grundsätzlich, dass es überhaupt Menschen gibt, die fliegen wollen – und die sich dieses in ihren Augen dekadente Hobby leisten können und sich erst noch erdreisten, im freien Luftraum über den Bergen zu fliegen. Dort, wo oft dieselben Naturschützer Bergtourismus betreiben, dort, wo sich Alpinisten als «Sieger am Berg» inszenieren.

Kennzahlen, wie viele Flugzeuge die vorgeschlagenen Ruhezonen überfliegen, gibt es nicht. Doch wo heute schon wenig geflogen werde, soll es präventiv auch so bleiben, wird von den Konzeptverfassern argumentiert. Also schützt man vor Lärm, von dem man nicht erhärtet weiss, ob und in welchem Rahmen er überhaupt vorhanden, wahrgenommen und störend ist. Doch Lärmist offenbar nicht gleich Lärm. Die Luftwaffe braucht Trainingsräume, um die Piloten gründlich auszubilden und um trainieren zu können. Sie tut es dort, wo noch freier Luftraum zur Verfügung steht – so auch über den Alpen in Räumen, die als Ruhezone nicht zur Disposition stehen, da ein politischer Auftrag besteht. Dagegen kommen Umweltschützer nicht an. Diesen Lärmmüsse man akzeptieren, ebenso die Retter und die Arbeiter der Lüfte, auf die sie angewiesen sind, sagen sie. Bleiben die «Kleinen». Deren Fluglärmstöre und müsse verhindert werden. Aus Prinzip. Und das ist stossend.

Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue


Deutliches Engagement des Bundes gefordert

Aerosuisse Generalversammlung im Verkehrshaus Luzern

Der Dachverband der schweizerischen Luft- und Raumfahrt, die Aerosuisse, fordert vom Bund auf verschiedenen Ebenen ein deutliches Engagement zugunsten einer konkurrenzfähigen Schweizer Luftfahrt. Die «internationalen Wettbewerbsverzerrungen» standen im Zentrum der Generalversammlung vom 24. September im Verkehrshaus Luzern.

Seite 4


Beste Werbung für die Aviatik

Triengen Modellflugtag des Modellflugvereins Schöftland

13. September 2009, ein Altweibersommertag, wie er im Buche steht: Der Modellflugverein Schöftland führte an diesem herrlichen Spätsommertag als Gast auf der Flying-Ranch in Triengen den traditionellen Modellflugtag durch. Über 70 Piloten aus der ganzen Schweiz zeigten dem zahlreich erschienenen Publikum ein breit gefächertes Modellflugprogramm mit unzähligen Höhepunkten. Insgesamt wurden 75 Darbietungen vorgeführt, wobei rund 170 verschiedene Modelle zum Einsatz kamen.

 

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Seite 5


Werner Epper folgt auf Peter Egger

SPHAIR Eidg. Aufsichtskommission mit neuem Präsidenten

Die Eidgenössische Aufsichtskommission der Fliegerischen Vorschulung SPHAIR hat einen neuen Präsidenten. Am 1. Oktober 2009 trat Brigadier Werner Epper, ernannt durch den Bundesrat, sein neues Amt an.

Seite 6


Hartbelagpiste ist 60 Jahre alt

Flughafen Bern-Belp Seit 1959 mit Betonpiste

Vor 60 Jahren erhielt der Berner Flughafen eine Betonpiste: 1200 Meter lang, 30 Meter breit. Seither wurde die Anlage dreimal verlängert – auf den heutigen Endzustand von 1730 Meter Länge; gleich geblieben ist die Breite.

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Seite 7


Schweizer Oldtimer an deutschem Himmel

Hahnweide (D) 15. Oldtimer-Fliegertreffen

Das im zweijährigen Abstand von der Fliegergruppe Wolf Hirt Kirchheim unter Teck e.V. auf dem Flugplatz Hahnweide veranstaltete Oldtimer-Fliegertreffen hat sich in den letzten Jahren stetig vergrössert und zählt heute zu den bedeutendsten Oldtimeranlässen Europas. Die in der Zeit vom 4. bis 6. September zum 15. Mal durchgeführte Veranstaltung verstärkte denn auch einmal mehr den Trend hin zu grösseren Fluggeräten.

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Seite 8


Der beste Zielspringer der Schweiz ist erkoren

Aero RevueFallschirmsport Schweizermeisterschaft im Zielspringen in Buttwil)

Das Wetter war der diesjährigen Schweizermeisterschaft im Zielspringen auf dem Flugplatz Buttwil (AG) nicht gnädig gestimmt. Aufgrund der starken Bise und der tiefen Wolkenbasis war am Samstag, 12. September, kein Sprungbetrieb möglich. Am Sonntag erlaubten die meteorologischen Verhältnisse ab dem Mittag das Austragen der Schweizermeisterschaft. 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kämpften während sechs Runden um den Titel des Schweizermeisters. Im Einzelzielspringen erreichte dieses Ziel der Allschwiler Till Vogt.

Seite 10


Fliegen zwischen Lichtermeer und Sternenhimmel

Night VFR – eine lehrreiche Herausforderung

Die Ausbildung zum Night VFR ist in den Joint Aviation Regulations (JAR) geregelt. Vorgeschrieben wird eine Ausbildung von mindestens fünf Stunden. Von diesen fünf Stunden müssen deren drei mit einem Fluglehrer geflogen werden. Zudemwerden einÜberlandflug von mindestens einer Stunde Dauer sowie fünf Sololandungen verlangt. Um Passagiere mitführen zu dürfen, verlangen die JAR einen Start und eine Landung bei Nacht innerhalb der letzten 90 Tage (JAR-FCL 1, 1.026). Zur Erlangung von höheren Lizenzen ist die Nachtflugerweiterung (NIT) eine Bedingung; aber auch für ambitionierte Privatpiloten ist das Fliegen bei Nacht eine interessante Weiterbildung.

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Seite 14


Meeting der Piper-Freunde

Jedes Jahr findet in Deutschland ein Piper Cub/Super Cub Treffen statt, abwechselnd in der südlichen und der nördlichen Landeshälfte. Am diesjährigen Treffen in Heide-Büsum an der Nordsee haben auch fünf Piloten aus Triengen mit drei Piper L-4 teilgenommen – und wurden dabei mit der Ehrung des weitesten Anflugs belohnt. Der nachfolgende Erlebnisbericht nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche und unvergessliche Reise.

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Seite 16


Aero RevueMit Korb und Hülle zum Erfolg

Stefan Zeberli wollte schon immer Heissluftballonpilot werden – solange er zurückdenken kann. Er ist’s geworden, mit einer gehörigen Portion Leidenschaft und überdurchschnittlichem Engagement. Und erfolgreich obendrein. Die EM in Brissace (F) im August hat dem zweifachen Schweizer-Meister jüngst den Europameister- Titel eingebracht. Eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte mit dem vorläufigen Höhepunkt eines 28-jährigen Lebens.

Ob es der modellflugbegeisterte Vater, Köbi Zeberli, war, der mit seinen Kindern zahlreiche Flugshows besucht und die Sehnsucht nach den Weiten des Himmels in seinem Sohn Stefan geweckt hat?



Seite 19


Ein Appell an die Piloten

Zur Erholung der Menschen besonders geeignete Landschaften in der Schweiz sollen künftig vor Fluglärm möglichst verschont werden. Eine Arbeitsgruppe des Bundes unter der Leitung des BAZL schlägt vor, vier Gebiete als Landschaftsruhezonen zu bezeichnen. Piloten motorgetriebener Luftfahrzeuge sollen diese alpinen Regionen in möglichst grosser Höhe überfliegen. Eine Empfehlung, die auf der Eigenverantwortung der Piloten basiert, denn für Verbote fehlen die gesetzlichen Grundlagen.

Die Forderung ist seit längerem auf demTisch. Der Bundesrat hatte im Jahr 2000 mit dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) dem UVEK den Auftrag erteilt, das Netz der Gebirgslandeplätze in der Schweiz zu überprüfen. Gleichzeitig legte er fest, dass im Zusammenhang mit diesen Arbeiten zu klären ist, wie so genannte Ruhezonen geschaffen werden können, die möglichst wenig Fluglärm ausgesetzt sind.

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Seite 22


Die Charter-Fluggesellschaft als Helferin in aller Welt

Während die Balair hauptsächlich erwartungsvolle Feriengäste an ihre Destinationen flog, erarbeitete sie sich auch einen ausgezeichneten Ruf als zuverlässige Partnerin für Hilfsaktionen für das IKRK und die UNO. Balair-Besatzungen waren im Rahmen solcher Flüge auch in Afrika und im Fernen Osten im Einsatz.

Dreieinhalb Jahre nach der Etablierung der «neuen» Balair als Charter-Fluggesellschaft, die Feriengäste an die Sandstrände des Mittelmeers, ins wald- und seereiche Skandinavien und nach «Good Old England» brachte, meldete sich Anfang Dezember 1960 das in Genf domizilierte Internationale Komitee vomRoten Kreuz IKRK mit einer Anfrage in Basel: Im Kongo (dem späteren Zaire), der am 30. Juni 1960 von Belgien in die Unabhängigkeit entlassen worden war, herrschten chaotische Zustände, so dass die UNO einschreiten musste

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Seite 24


Das neue «Heli-Universum»

Die Einführung des neuen Rettungshelikopters «Da Vinci» der Rega und die damit verbundene Ausbildung der Basis-Crew ist derzeit in vollem Gange. Dabei sind speziell die Piloten gefordert, da die Avionik des neuen AgustaWestland Helikopters nicht nur eine neue Generation, sondern geradezu ein neues Universum in der Helikopterfliegerei darstellt. Für die Schulung der gesamten Basis-Crew wurde ein ausführliches Ausbildungskonzept erstellt.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der neue Rettungshelikopter – mit Ausnahme des neuen Bemalungsschemas – nur unwesentlich vom Vorgängermuster AgustaWestland A 109 K2. Doch beim Betrachten des geräumigeren Innenraumes und Cockpits wird schnell klar, dass es sich beim AW 109SP «Da Vinci» um einen völlig neu konzipierten Helikopter handelt

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Seite 28

Zu Besuch bei den fliegenden Lotsen

Die skyguide hat im Oktober 2008 beschlossen, die Flugausbildung für Lotsen von ursprünglich 5 auf 20 Stunden zu verlängern. Warum legt die Schweizer Flugsicherung Wert auf eine fliegerische Schulung der angehenden Lotsen? Was bringt ihnen diese bei der täglichen Arbeit? Und was halten die Auszubildenden selbst von dieser Massnahme? Ein Gespräch mit Flugschülern, Fluglehrern und dem Leiter des Training Centers der skyguide, Fritz Messerli.

Anfang September haben 14 angehende Fluglotsen die Flugausbildung auf den Flugplätzen Bern Belp, Grenchen, Sion und Locarno angetreten, mit dem Ziel, den Kurs mit einem Soloflug abzuschliessen. Das «flight training» ist ein einmonatiges Ausbildungsmodul, welches die zukünftigen skyguide- Lotsen nach ihrer theoretischen Grundausbildung absolvieren. Dieses umfasst seit dem Frühjahr 2009 neu insgesamt 20 Flugstunden.

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Seite 30


Fliegen unter afrikanischer Sonne

Einmal über die Dünen von Soussuvlei fliegen, landen in der Salzpfanne von Bitterwater, übernachten wie zu Kolonialzeiten in Wolvedans, Elefantenherden aus der Vogelperspektive betrachten, über dem Okawango- Delta cruisen und einen 360er über den Victoriafällen drehen? Wer schon lange davon träumt – oder wen nach dem Lesen des Beitrages die Sehnsucht gepackt hat – sollte keine Zeit verlieren. Der Traum ist zum Greifen nah.

Als Esther Bartenstein im Oktober 1995 eine Aviatik-Zeitschrift aufschlug und die ausgeschriebene Piloten-Reise nach Afrika entdeckte, war für sie sonnenklar: «Da muss ich hin!» Eine mutige Entscheidung, zumal sie damals, mit 49 Jahren, eben erst die Privatpiloten- Lizenz erworben und auf eine Flugerfahrung von gerade einmal 50 Stunden zurückgreifen konnte. Heute – 14 Jahre später und zwischenzeitlich mit CPL, IFR, FI, CFI, Akro-Ausbildung, Seaplane-Rating, MEP und 3200 Flugstunden «im Gepäck» – steht die dynamischeundvor Lebenslust übersprühende Frau zum zweiten Mal mitten in den Vorbereitungen zu einem ebensolchen Afrika-Trip – allerdings als Organisatorin.

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