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Ausgabe 12/2009

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Neben den rund 340 Millionen Menschen weltweit, die Englisch als «native speakers» sprechen, wenden gemäss Schätzungen rund eine Milliarde Erdbewohner diese als Zweit- bzw. gut bis sehr gut beherrschte Fremdsprache an. Während Englisch in 30 Staaten sowie acht Überseeterritorien Grossbritanniens die alleinige Amtssprache ist, nimmt es in weiteren 25 Ländern den Rang einer gleichberechtigten Amtssprache ein. Darüber hinaus ist Englisch die offizielle Sprache einer Reihe wichtiger Organisationen und Staatenbünde – und zunehmend auch jene bestimmter aviatischer Lizenzträger. Eine oft vergessene (oder verdrängte) Tatsache: Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) verlangt seit dem 5. März 2008 gemäss Annex 1 für bestimmte Lizenzkategorien und Berechtigungen den Nachweis, dass die im Flugfunk verwendeten Sprachen – und dies ist mehrheitlich Englisch – auf eine Weise beherrscht werden, um sich auch in Situationen, welche nicht ausschliesslich mit der Standardphraseologie beschrieben werden können, ausreichend verständigen zu können. Mit anderen Worten: Es muss ein Sprachtest absolviert werden. Grund dafür sind teilweise gravierende Vor- und Unfälle bedenklicher Verständigungsprobleme wegen. Noch ist der Test nicht für alle Pflicht (Ausnahmen und weitere Details ab Seite 18). Doch «Funken» auf Level 4 lässt Funken sprühen – und scheidet die Geister. Doch hier wie anderswo ist zu beherzigen: An die Decke zu gehen ist der ungünstigste Weg nach oben. Denn wie immer auch die Haltung gegenüber diesen Language Proficiency Requirements ist: Sie ändert nichts an der Tatsache des Vollzuges in der Realität. Für aviatische Neulinge ist Level 4 bereits heute Habitus, wollen sie nicht mit Einschränkungen durch den Luftraum kurven – bzw. sie benötigen ihn für bestimmte Lizenzen ohnehin. «Grandfathers» – also alle anderen – werden sich spätestens in rund zwei Jahren mit ihren Sprachkompetenzen auseinandersetzen müssen. Dann wohl mit der Erkenntnis, dass die «Jungen» zwar die Regeln kennen, die «Alten» aber die Ausnahmen. Ein Anflug von diskreter Überlegenheit lässt Unabänderlichkeiten direktiver Art mit den Worten von Gottfried Keller gelassener annehmen: « Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten.» Und immerhin hat «verstehen und verstanden werden» gerade im Zusammenhang mit der Cockpit-Kommunikation existenziellen Charakter – mit oder ohne Level 4.

Patricia Andrighetto
Redaktorin
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Noch ein Monat bis 100 Jahre Luftfahrt

100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz Ein spannendes Jahr 2010 steht bevor

2010 wird für die Luftfahrt in der Schweiz ein bedeutungsvolles
Jahr werden. Denn vor 100 Jahren wurde in
der Schweiz Aviatikgeschichte geschrieben: In keinem anderen
Jahr häuften sich die historisch bedeutenden Ereignisse
der Luftfahrt in vergleichbarem Mass wie 1910.
Grund genug für den Aero-Club der Schweiz, die Initiative
zu ergreifen und verteilt über das kommende Jahr die
Leistungen und Errungenschaften der Pioniere zu würdigen,
auf eine bewegte Geschichte zurückzuschauen sowie
einen Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft der
Schweizer Luftfahrt zu werfen.

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Seite 4


Luftraumüber Davos eingeschränkt

WEF 2010 Einschränkung der Luftraumbenützung

In der Zeit vom 27. bis 31. Januar 2010 findet in Davos das Weltwirtschaftsforum WEF statt. Vor und während dieser Zeit wird der Luftraum in der Region Davos für den Flugverkehr stark eingeschränkt und von der Luftwaffe permanent überwacht.

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Seite 5


Kooperation statt Konkurrenz

Helialpin Vier Unternehmen arbeiten künftig zusammen

Eine Vision nimmt Formen an: Ab dem 1. Januar 2010 gehören die vier Unternehmen Heli Sitterdorf, Bonsai Helikopter, Heli-Line Helikopter und Helvetic-Heli offiziell zur Firmengruppe Helialpin. Jedes Unternehmen operiert indessen eigenständig auf der bisherigen, bewährten Firmenplattformweiter.

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Seite 6


Mehr Sicherheit bei Heli-Transporten

Innovation Neuer Helikopter-Lasthaken LH60

Beim Transport von schweren Lasten mit Helikoptern ist es in der Vergangenheit wiederholt zu Unfällen gekommen. Ursache war jeweils ein spontanes Öffnen des Lasthakens, mit dem die Last an einer Leine am Helikopter aufgehängt ist. Solche Spontanöffnungen können bei abrupten Belastungen oder Entlastungen auftreten. In der Folge kommt es zu einem unkontrollierten Abgang der Ladung und je nach Situation auch zu Personenschäden.

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Seite 7


Seltene Ehre für eine ausrangierte An-2

Schauspielhaus Basel Antonov An-2 als ehrwürdige Kulisse

Eine Antonov An-2 als Kulisse für eine Oper ist fürwahr nicht alltäglich. Auf der grossen Bühne im Theater Basel indes schon. Für die Premiere der Oper «Aus einem Totenhaus» von Leoˇs Janátek hat Aviation Consultant Rudolf Burgstaller eine nicht mehr flugtüchtige Antonov An-2 organisiert. Der Transport aus dem Ausland wurde mit zwei Lastwagen organisiert und die Maschine in der Werkstatt des Theaters Basel für das Bühnenstück auf eine Weise modifiziert, dass diese an der Bühnendecke aufgehängt werden kann.

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Seite 7


Premiere in der Schweiz

Colombier Zwei neue Maschinen

Der Aero-Club Neuenburg hat im vergangenen Sommer zwei neue Flugzeuge übernommen. Mit der Cessna RA F150L, die früher der GVM Mollis gehörte, kann künftig die Grundausbildung zu deutlich günstigeren Tarifen angeboten werden als mit der viersitzigen Maschine, die bisher eingesetzt wurde. Zudem haben die Neuenburger Segelflieger den Motorsegler vom Typ Samburo AVo 68-R115 – der erste in der Schweiz – eingeweiht. Er ersetzt die Robin DR400 für den Flugzeugschlepp.

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Seite 8


Flüge von und nach Frankreich

AIC France Grenzüberschreitende Flüge

Seit dem 29. März 2009 und gemäss der Umsetzung des Abkommens über den Beitritt der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu Schengen gibt es keine französisch-schweizerischen Luftgrenzen mehr.

Seite 8


Birrfeld wird Standort der «Swiss AeroExpo»

Der Flugplatz Birrfeld wird Schauplatz der 2. Schweizer Luftfahrt- Messe für die allgemeine Luftfahrt «Swiss AeroExpo». Vom 20. bis 22. August 2010 präsentieren Unternehmen der Luftfahrtbranche ihre Produkte. Die Swiss AeroExpo hat für die zweite Auflage mit dem Flugplatz Birrfeld eine neue Heimat gefunden. Im vergangenen August fand die Premiere der Schweizer Luftfahrt-Messe für die allgemeine Luftfahrt auf dem Flugplatz Buochs (NW) statt. Nun ziehen die Betreiber mit der Messe in den Aargau auf den Flugplatz Birrfeld.

Seite 10


Wenn das Leben am «seidenen Kabel» hängt

Kabel im Gebirge – kaum erkennbar und gefährlich

Oft sind sie schwer erkennbar und werden so zur tödlichen Falle: Kabel im Gebirge. Mit Grundwissen, guter Vorbereitung, offenen Augen und richtiger Flugtaktik lässt sich die Gefahr einer Kollision mit Kabel minimieren.


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Seite 14


Regionalflugplätze und deren Wirkung auf das Luftfahrtsystem

Vor kurzem hat das HSG-Center for Aviation Competence eine neue Studie veröffentlicht. Diese analysiert Regionalflugplätze und deren Wirkung auf das Luftfahrtsystem der Schweiz. Nachfolgend eine Zusammenfassung.

Die Zivilluftfahrt stellt weltweit eine volkswirtschaftlich relevante Wachstumsbranche dar. Neben den direkten, von der Luftfahrtindustrie ausgehenden Effekten (Einkommen, Beschäftigung etc.), welche sich positiv auf die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung auswirken, hat die Luftfahrtinfrastruktur auch indirekte Auswirkungen auf die Entwicklung und Attraktivität von Regionen und Nationen. Die Globalisierung und als Folge die internationale Vernetzung und Ausbreitung von Unternehmen haben zu einer Zunahme des Flugverkehrs geführt.

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Seite 16


How do you read?

Aero RevueBald zwei Jahre sind vergangen, seit auch in der Schweiz Piloten bestimmter Lizenzkategorien und Berechtigungen den Nachweis erbringen müssen, dass sie die Sprache, welche im Flugfunk verwendet wird, genügend beherrschen. An der Standardphraseologie und damit an der herkömmlichen Voice hat sich nicht viel geändert – wohl aber im Zusammenhang mit dem neuen Language Proficiency Check. Eine Bestandesaufnahme.

Englisch sprechen zu können ist im Zuge der heutigen kontinentübergreifenden Mobilität ein frappanter Vorteil, macht in einer global vernetzten Welt generell vieles einfacher – und wird in Zukunft (in Teilbereichen bereits gegenwärtig) Voraussetzung, um mit einem Flugzeug oder Helikopter kontrollierte Lufträume zu benutzen oder grenzüberschreitend zu fliegen.

Seite 18


Auf Augenhöhe mit Hornet & Co.

Seit der Öffnung für zivile Zuschauer Anfang der 90er Jahre stellt die Fliegerdemonstration auf der Axalp einen Publikumsmagnet dar. Zwischen 6000 und 8000 Zuschauer aus dem In- und Ausland nahmen bisher je Vorführungstag den Weg auf die Ebenfluh unter die Füsse, um in den Genuss dieses einmaligen Spektakels zu gelangen. Anders in diesem Jahr: 9000 Menschen strömten am einzigen Vorführungstag in diesem Herbst ins Berner Oberland – so viele wie noch nie zuvor.

Eine atemberaubende Flugshow vor einmaliger Bergkulisse: Die Fliegerdemonstration auf dem Schiessplatz Axalp-Ebenfluh ist ein aviatisches Highlight mit Tradition und gilt nach wie vor als Geheimtipp unter Fliegerfans, der Publikum aus ganz Europa auf den Schiessplatz auf 2250 Metern über Meer lockt.

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Seite 22


Bewölkung im TAF: Aufgepasst!

Bei der Flugvorbereitung schenken wir bestimmten Wetterelementen besondere Beachtung. Unterschreiten beispielsweise Sicht oder Wolkenbasis bestimmte Grenzwerte, wird ein Flug erschwert oder gar verunmöglicht. Nachdem im letzten Bericht auf wichtige Punkte bezüglich der Sichtweite in verschiedenen Flugwetterprodukten hingewiesen wurde, soll im Folgenden auf die Wolkenbasis eingegangen werden.

Beim Blick durchs Fenster verspricht der heutige Wintertag noch gute Bedingungen für unseren geplanten VFR-Flug von Locarno nach Genf:wenig Wolken und gute Sicht. Allerdings wissen wir, dass eine Front im Anzug ist und sich die Wetterbedingungen verschlechtern werden. Wird es für einen Sichtflug doch noch reichen? Wie weit wird die Wolkenbasis absinken?

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Seite 26


Ein Flugzeug mit Rotor und doch kein Helikopter

Auf dem Berner Belpmoos traf vor 75 Jahren ein Flugzeug ein, das statt eines Flügels mit einem im Fahrtwind drehenden Rotor ausgestattet war – ein fliegendes Windrad sozusagen. Das kuriose Fluggerät war von einem spanischen Ingenieur als Autogiro entwickelt worden. In der Schweiz erlebte es nur eine kurze Karriere von wenigen Monaten.

Am 3. Juli 1931 führte ein englischer Werkpilot der Firma Avro in Bern ein kurioses Vehikel vor: ein Flugzeug, das statt eines Flügels einen antriebslosen Rotor als Tragfläche besass. Windmühlenflugzeug nannten Zeitgenossen das Ding. Nach den Demonstrationsflügen erhielten Schweizer Piloten Gelegenheit, den mit einem Doppelsteuer ausgerüsteten Autogiro selber zu fliegen.

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Sonne, Mond und Sterne...

Barbara Burtscher ist 24 Jahre alt, lernt derzeit Segelfliegen und weist einen etwas umfangreicheren Lebenslauf auf als andere Altersgenossen. Sie steht auf der Sonnenseite des Lebens, beobachtet aus Leidenschaft den Sternenhimmel – und hat die ersten Schritte in Richtung Mond bereits getan. Ein kleiner Einblick in den ganz normalen Alltag eines nicht ganz gewöhnlichen Lebens.

Das Gefühl war einmalig, die Freiheit schier grenzenlos; für mich ist es Fliegen in seiner reinsten und urtümlichsten Form.» Barbara Burtscher erinnert sich begeistert an ihre erste Segelflugstunde, die noch nicht allzu weit zurück liegt.

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