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Ausgabe 5/2010

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Wortspielereien im Zusammenhang mit der Vulkanasche hatten in den letzten Tagen Konjunktur – wohl sehr zum Amusement all jener, die davon nicht direkt betroffen waren. Man konnte sie zur Kenntnis nehmen, darüber lachen oder übergehen. Kopfschütteln bis heftige Kritik lösten hingegen Äusserungen unseres Verkehrsministers aus. «Ich merke bei mir, dass eine solche Zäsur guttut. Sie bringt eine gewisse Leichtigkeit in schwere Themen», gab er in der Zeitung «Sonntag» von sich. Dass sich Bundesrat Leuenberger in der Rolle als Philosoph der Nation zu gefallen scheint, mag man noch hinnehmen. Von einem Magistraten indes darf das Volk erwarten, dass er sich mit Ernsthaftigkeit eines Problems dieser Dimension annimmt und zumindest einen wertvollen Beitrag zur Lösung leistet. Stattdessen witzelt er: «Wissen Sie, wie ich es bereue, dass ich nicht gerade eine Konferenz auf Bali hatte?» Was für ein Affront gegenüber betroffenen Passagieren, gegenüber mit dem Überleben kämpfenden Fluggesellschaften und deren Mitarbeitenden. Ein immenser wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe zeichnet sich ab. Und hätten der Motorflug- Verband der Schweiz und der AeCS nicht interveniert, wäre wohl auch die Leichtaviatik gegroundet worden. So zumindest wollte es das BAZL bei der ersten Sperrung des Luftraumes. Immerhin beurteilte das Amt danach die Situation differenzierter und liess den VFR-Verkehr in die Luft. «Ich fliege nicht so gern, das stimmt. Das sollte ich aber nicht öffentlich sagen», sagte Leuenberger öffentlich. Was soll man da noch sagen? Dass auch dem UVEK eine Zäsur guttäte? Nun, mit Sicherheit würde eine solche uns Aviatikern eine gewisse Leichtigkeit in ein schweres Thema bringen...

Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue


Helvetic Airways expandiert

Helvetic Airways Zwei neue Fokker 100

Die in Zürich stationierte Helevtic Airways nimmt per Ende Mai und im Juni 2010 je eine weitere Fokker 100 in Betrieb und erweitert damit ihre Flotte auf total sechs Einheiten. Die Kapazitätserweiterung um 50 Prozent wird hauptsächlich in den Dienst des Charter- und Liniengeschäfts gestellt. «Die zusätzlichen Fokker 100 ergänzen unsere Flotte ideal, da dank identischer Konfiguration die Homogenität der Flotte erhalten bleibt», informiert CEO Bruno Jans.

Seite 5


Fokussierung auf das Kerngeschäft

RUAG Geschäftsbilanz 2009 – Reinverlust von 107 Millionen Franken

Der Schweizer Technologiekonzern RUAG hat im Jahr 2009 begonnen, stärker auf die Kerngeschäfte in der Luft- und Raumfahrt sowie auf Sicherheits- und Wehrtechnik zu fokussieren und gleichzeitig Risiken im Flugzeugstrukturbau abzubauen. RUAG konnte im Geschäftsjahr 2009 den Nettoumsatz dank der Stärkung im Raumfahrtgeschäft und der Abstützung in der Sicherheits- und Wehrtechnik um 10,3 Prozent auf 1696 Millionen Franken steigern. In fünf von sechs Divisionen ist RUAG profitabel unterwegs.

Seite 5


Erfolgreicher Jungfern-Flug von Solar Impulse

Flughafen Payerne (VD) Erfolgreicher Erstflug der HB-SIA

Am 7. April 2010 um 10.27 Uhr ist die Solar Impulse HB-SIA vom Flughafen Payerne aus zu ihremersten Flug gestartet.Unter denAugen von Tausenden von Zuschauern aus der ganzen Schweiz stieg die Solar Impulse HB-SIA langsam in den Himmel bis auf eine Höhe von 1200 Metern. Während 87 Minuten führte Testpilot Markus Scherdel die ersten Flugmanöver durch, machte sich so mit der Steuerung des Prototyps vertraut und setzte schliesslich zur ersten Landung auf der waadtländischen Asphaltpiste an. Ziel der verschiedenen Flugmanöver (Kurven, Simulation der Anflugphase) war, die Steuerbarkeit des Flugzeugs zu überprüfen.

Seite 6


Luftfahrt beeinflusste das Geschäft

Lantal Textiles Rückblick auf ein schwieriges Jahr 2009

Die in Langenthal domizilierte Lantal Textiles blickt auf ein schwieriges Jahr 2009 zurück, denn der konsolidierte Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr von 114 auf 86 Millionen zurück. Erfreulich dagegen waren die Rückmeldungen der Swiss-Passagiere auf die Einführung des luftgefüllten Sitzkissensystems, das nun auch als Weltneuheit für Economy-Sitze angeboten wird.

Seite 6


Die Swiss AeroExpo startet zur zweiten Auflage

Flugplatz Birrfeld Swiss AeroExpo vom20. bis 22. August mit PC-7-Team

Die Zweitauflage der Swiss AeroExpo wird vom20. bis 22 August 2010 auf dem Flugplatz Birrfeld über die Bühne gehen. Und sie verspricht attraktiv zu werden. «Der Stand der Anmeldungen liegt bei rund 60 und bereits jetzt über dem Vorjahr », freut sich Messeorganisator Ruedi Stählin.

Seite 7


Weltumrundung in Rekordzeit

Sonnig Aviat ion SA Schnellste Weltumrundung mit einem Jet der Kategorie neun bis zwölf Tonnen

Nach dem Start in Richtung Osten am 19. März 2010 in Genf hat der Sabreliner 65 der Genfer Gesellschaft Sonnig Aviation SA einen neuen Rekord aufgestellt: und zwar mit der schnellsten Weltumrundung in einem Jet der Kategorie von neun bis zwölf Tonnen.

Seite 8


Schweizerin wird Paraski-Vize-Europameisterin

Predazzo Bellamonte (I) 5. FAI Paraski Europameisterschaften und 8. Paraski Weltcup

Vom 10. bis 14. März haben im italienischen Predazzo Bellamonte die 5. FAI Paraski Europameisterschaften bzw. der 8. Paraski Weltcup stattgefunden. 73 Athleten (wovon zehn Frauen) aus 13 Nationen haben sich zum Kampf um die besten Ränge eingefunden. Der Paraskiwettkampf umfasst zwei Läufe Riesenslalom und zwei bis sechs Runden Ziellandungen. Die Schweizerin Erica Franz ist zum wiederholten Mal mit einer Medaille nach Hause zurückgekehrt. Die Leistungen der erfahrenen Wettkämpferin und einzigem Mitglied der Schweizer Delegation wurden mit der Silbermedaille belohnt.

Seite 9


IKARUS-Jugendtag

Bern (Flug-)Gelegenheit für Jugendliche

Am 5. Juni 2010 offeriet der Berner Aero-Club 16- bis 20-jährigen Mädchen und Burschen aus dem ganzen Kanton Bern erneut die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung erste Erfahrungen im Segelflug, Motorflug, Helikopterfliegen, Ballonfahren und Modellfliegen zu machen. Auch kann exklusiv die Flugsicherungsarbeit von Skyguide im 22 Meter hohen Tower mitverfolgt werden.

Seite 11


Das tragische Ende der «Kette»

Absturz einer Robin DR400-RP beim Flugplatz Münster (VS)

Bereits am 13. Juli 2008 wurde die Schleppmaschine Robin DR400-RP von Langenthal nach dem Flugplatz Münster (VS) überflogen, wo sie ab dem 15. Juli zum Schleppen von Segelflugzeugen imRahmendes Segelfluglagers Münster eingesetzt wurde.

Seite 14


Erste AERO im neuen Turnus

Die AERO Friedrichshafen fand 2010 erstmals im Jahresturnus statt – mit sichtbar weniger Ausstellern und spürbar weniger Besuchern. Insgesamt 39700 Aviatikinteressierte liessen sich vom8. bis 11. April trotzdem von Business-Jets, Propellermaschinen und Helikoptern begeistern.

Auch wenn die Anzahl der Aussteller und der Besucher 2010 spürbar geringer war als im Vorjahr – auf die Qualität des Gebotenen wirkte sich dies nicht aus. Das Fachpublikum reiste denn auch aus allen fünf Kontinenten und aus insgesamt 31 Ländern an. «In der Branche ist wieder Optimismus spürbar, viele Aussteller sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden», zogen Messechef Klaus Wellmann und AERO-Projektleiter Thomas Grunewald zum Messeschluss ein positives Fazit. Vertreten waren auch Schweizer Unternehmen.

Seite 16


Ein würdiger, eindrücklicher Auftakt

Die diesjährige, in einem feierlichen Rahmen durchgeführte Delegiertenversammlung des Aero-Club der Schweiz bildete einen Auftakt nach Mass zum Jubiläumsjahr «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz». Gegen 300 Delegierte und Gäste konnten sich überzeugen: Der Dachverband der Leichtaviatik befindet sich 109 Jahre nach seiner Gründung in einer soliden Verfassung und kann sich den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft aus einer gestärkten Position heraus annehmen.

Der Auftakt zu «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz» hätte stimmungsvoller nicht sein können. Im historisch bedeutungsvollen Städtchen Avenches mit dem römischen Forum und dem eindrucksvollen Schloss fanden sich am Samstag, 13. März, gegen 300 Delegierte und Gäste ein, unter ihnen Gastreferent, Astronaut und Pilot Claude Nicollier, Harry Hohmeister, CEO Swiss, die Nationalräte Adrian Amstutz und Max Binder, BAZL-Direktor Peter Müller, Pro-Aero-Präsident Hansruedi Fehrlin, Aerosuisse-Präsident Paul Kurrus und VSF-Präsident Werner Ballmer.

Seite 18


Positive Signale für die Luftfahrt

Ja zum Nachwuchsförderungsartikel, Nein zur Aufsichtsabgabe: dies das erfreuliche Resultat der Abstimmung des Nationalrates im Zusammenhang mit der Teilrevision 1 des Luftfahrtgesetzes. Nachfolgend einige Auszüge aus der engagiert geführten Debatte vom 16. März 2010.

Anlässlich seiner Frühjahrssession fällte der Nationalrat am 16. März wichtige Entscheide – und diese fielen für die Luftfahrt positiv aus. So wurde die geplante Einführung einer neuen Aufsichtsabgabe deutlich abgelehnt, zusätzliche Stellen im BAZL würden somit nicht zu Lasten der Luftfahrt gehen. Mit der Ablehnung der geplanten Aufsichtsabgabe hat der Nationalrat zudem ein deutliches Zeichen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtstandortes Schweiz gesetzt. Der Rat stimmte ferner einem Einzelantrag von Urs Hany betreffend Nachwuchsförderung zu. Damit wird die gesetzliche Grundlage zu der im Luftfahrtbericht vorgesehenen Förderung der fliegerischen Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung und Entwicklung in der Aviatik geschaffen. Diese Ergebnisse sind ganz im Sinne des Aero- Club der Schweiz, welcher sich im Vorfeld in politischen Kreisen intensiv dafür eingesetzt hatte.

Seite 22


Nach langer Anlaufzeit wird die Fliegerei zum Wirtschaftszweig

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges begann zaghaft die kommerzielle Anwendung der Fliegerei – zuerst mit grossen Verlusten, dann mit steigendem Erfolg. Erste private Flugzeugkonstruktionsbüros und -fabriken wurden gegründet. Die politische Lage in Europa führte Mitte der dreissiger Jahre zur Aufwertung der Fliegertruppe.

Die Gründer der ersten schweizerischen Fluggesellschaften sahen ihre Aufgabe vor allem im Bedarfs-/ Touristikverkehr. Durchgehende Linienverbindungen wurden nicht ins Auge gefasst; im Gegensatz zum Ausland, wo in England, Frankreich, Belgien, Skandinavien und Deutschland Flugverkehr flugplanmässig eingeführt wurde. Die ersten Betriebsjahre der Schweizer endeten finanziell am Abgrund – das Rezept der Bedarfsfliegerei funktionierte nicht. Nach einer harten Sanierung versprach man sich von einem Linienverkehr mehr Erfolg.

Seite 24


Ein Lebenstraum erhält Flügel

60365 Kilometer, 250 Flugstunden, 32 Länder sowie zahlreiche unvergessliche Eindrücke: Die beiden Privatpiloten Rolf Martin Frieden und Manfred Melloh haben im vergangenen Jahr mit der Piper Comanche 260 C HB-PON erfolgreich eine Weltumrundung von Ost nach West in vier Etappen absolviert. Ein Lebenstraum der beiden Männer ist Realität geworden ist. Nachfolgend ein kleiner Einblick in eine grossartige Reise.

Ihren Anfang hat die Fliegerei für Rolf Martin Frieden bereits in den frühen siebziger Jahren in Südafrika genommen, als er dort mit seiner Frau für einige Jahre lebte und arbeitete. Um die Schönheiten im südlichen Afrika und den Inseln im nahen Indischen Ozean besser und einfacher kennen zu lernen, entschloss er sich, dort die Privatpilotenlizenz zu erwerben. Zurück in der Schweiz liess ihn die Faszination des Fliegens nicht mehr los und er wurde in der Folge Besitzer verschiedener Flugzeugtypen. Zusätzlich erwarb er die Lizenz für den Instrumentenflug und erfüllte sich 1989 denWunsch, in den USA eine der letzten von Piper hergestellte einmotorige Comanche 260C zu erwerben.

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Grenchen im «Downwash»

Das Wetter war dem dritten Helikopter-Treffen auf dem Regionalflughafen Grenchen nicht durchwegs freundlich gestimmt. Der Regen vermochte allerdings die Faszination, welche die Drehflügler aus dem In- und Ausland auf die zahlreichen Zuschauer ausübte, nicht aufzuweichen. Eine breite Palette von Maschinen aus dem In- und Ausland gaben sich ein Stelldichein. Es wurde ausgiebig geflogen, gestaunt, fotografiert, fachgesimpelt – und am Ende befunden, dass auch dieses Meeting als voller Erfolg abzubuchen sei.

Vor exakt 100 Jahren erhob sich erstmals ein Motorflugzeug in der Schweiz. Nachdem das Ballonfahren schon im 19. Jahrhundert bekannt gewesen war, begann mit der motorisierten Aviatik endgültig die Eroberung des Himmels. Anfang der 1950er Jahre tauchten die ersten Helikopter in der Schweiz auf. 60 Jahre später hat dieses Fluggerät nichts von seiner Faszination eingebüsst. Das war einmal mehr am Heli-Treffen auf dem Regionalflughafen Grenchen zu sehen. Tausende von Besucherinnen und Besuchern nutzten die Möglichkeit, die Drehflügler aus der Nähe zu betrachten.

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