Klicken Sie hier   Klicken Sie hier   Klicken Sie hier
 
AeroRevue
 
 
deutsch | français
Inhalt
Aktuelle Ausgabe
Poster
Archiv
Leserservice
Heftstruktur
Ihre Meinung
Anzeigenservice
Kleinanzeigen- Bestellung
Mediadaten
Wir über uns
Impressum
Kontakt

 

Archiv

Ausgabe 5 /2011

Zurück zur Archiv- Übersicht

«Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist», stellte der amerikanische Schriftsteller Mark Twain einmal nüchtern fest. Eine «rot-weiss-gefärbte» Weisheit. Denn: Bildung gilt auch heute noch im internationalen Wettbewerb als eine der wichtigsten Ressourcen in einem rohstoffarmen Land wie der Schweiz. Zu Recht bezeichnet der Bundesrat daher die Aus- und Weiterbildung als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren unseres Landes. Nur besteht bis heute der subjektive Verdacht, dass die Luftfahrt in diesem Kontext sang-und klanglos durch das kollektive Bewusstsein der helvetischen Exekutive geplätschert ist. «Es zeigt, dass der Bundesrat die Luftfahrt immer noch zu wenig als wichtigen und ebenbürtigen Verkehrsträger der Schweiz ansieht. Hier ist noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten», spricht der neue AeCS-Präsident Thomas Hurter im Interview ab Seite 33 Klartext. Nicht nur die Ignoranten, sondern auch Kritiker des aviatischen Bildungssystems, notabene Brancheninsider, sind nicht fern und stellten unlängst provokative Thesen auf. «War der Technologiesprung zwischen Piper J-3 und DC-3 noch gering und die Relevanz des Trainings nachvollziehbar, so bilden heutige klassische Ausbildungen auf einmotorigen Flugzeugen im Hinblick auf die Operation eines A350 oder einer B787 nur noch in wenigen Bereichen ernstzunehmende Grundlagen.» – «Clubs und Kleinflugplätze sollten von den heute ausgedienten Argumenten betreffend ‹Basis künftiger Linienpiloten› abkommen und sich dafür zielgerichtet auf solvente Klientel einrichten, welche das Fliegen als Hobby betrachtet.» Tatsächlich? – oder einfach nur Wasser auf eine allfällig eigene Mühle? «Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? », warf einst der deutsche Aphoristiker Ernst R. Hauschka der Citoyenneté an den Kopf. Der Mann hat recht. Die Debatte ist eröffnet – und wir kommen demnächst darauf zurück. Derweil ist das Thema Aus- und Weiterbildung für den Aero- Club ungebrochen integraler Bestandteil seiner Aufgaben. Neuerlich in die Offensive geht er diesbezüglich in Form einer zukunftsorientierten Sonderausstellung «Berufe der Luftfahrt» im Rahmen der dritten Swiss AeroExpo im Birrfeld. Mehr dazu auf Seite 9.

Patricia Andrighetto Redaktorin AeroRevue


Das beste Jahr in der Geschichte von Pilatus

Pilatus Flugzeugwerke AG Neue Rekorde im Geschäftsjahr 2010 und Entwicklung eines PC-24

Die Pilatus Flugzeugwerke AG kann auch für das Jahr 2010 neue Rekorde ausweisen. Mit 688 Millionen Franken erreichte Pilatus 2010 den höchstenUmsatz und mit 88 Millionen Franken das beste Betriebsergebnis aller Zeiten. Beide Zahlen sind im Vergleich zu 2009 um über elf Prozent gestiegen. Zudem hat Pilatus 49 Millionen Franken in die Forschung und Entwicklung investiert. Dagegen sind sowohl der Bestellungseingang als auch der Bestellungsbestand in den letzten zwei Jahren deutlich zurückgegangen.

Seite 4


Anpassungen bei der Flugwetterprognose

MeteoSchweiz Flugwetterprognose wird erneuert

Die Flugwetterprognose von MeteoSchweiz ist eine bekannte Informationsquelle, die am Anfang jeder Flugvorbereitung steht. Das Produkt wird seit mehreren Jahren ohne strukturelle Veränderung angeboten – fürMeteoSchweiz Grund genug, den Inhalt wieder einmal zu hinterfragen.

Seite 4


Ruag wieder zurück in derGewinnzone

Ruag Geschäftsjahr 2010: Vier von fünf operativen Divisionen sind profitabel

Der internationale Technologiekonzern Ruag steigerte den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2010 um sechs Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Franken und ist wieder solide zurück in der Gewinnzone mit einem EBIT von 98 Millionen Franken und einem Reingewinn von 92 Millionen Franken. Dieses Resultat ist gemäss Ruag die Folge der konsequenten Fokussierung und Risikominimierung in den Kerngeschäften der Luft- und Raumfahrt sowie in der Sicherheits- und Wehrtechnik. Vier von fünf operativen Divisionen sind profitabel unterwegs. 52 Prozent des Umsatzes wurden in zivilen und 48 Prozent in militärischen Anwendungen erwirtschaftet.

Seite 6


Berner Flughafen wird Schengen-kompatibel

Flughafen Bern-Belp Spatenstich zum Schengen-Terminal erfolgt

Dublin» bedeutete eine tiefgreifende Umstellung der bisherigen Betriebsabläufe für die Flughäfen. Die Umstellung auf einen Schengen-konformen Betrieb verlangt unter anderem eine strikte Trennung der Passagierströme. Wie auf anderen Flughäfen kann diese Trennung auch in Bern-Belp nur durch Neu- oder Umbauten der bestehenden Anlagen realisiert werden. Der bisherige Terminalbau (Eröffnung im Mai 2003) auf dem Flughafen Bern-Belp wurde so konzipiert, dass Erweiterungen möglich sind, ohne dass der Kern der Anlage eine bedeutende Veränderung erfährt. Dies ermöglicht es nun, das Ziel einer Trennung der Passagierströme unter gleichzeitiger Wahrung der Betriebsabläufe sowie des Gesichtsbildes des Terminals durch einen Anbau in östlicher Richtung zu erreichen.

Seite 7


Ein echtes «Basler Leckerli»

MFG Basel Cessna 172 auf Vordermann gebracht

Die Motorfluggruppe Basel betreibt in ihrer Flotte unter anderem die Cessna 172 HB-CFN. Vor vier Jahren erhielt diese Maschine einen Thielert-Centurion-2.0- Dieselmotor sowie einen Dreiblatt-Verstellpropeller. Mit der Neumotorisierung einhergehen sollte eine komplette Verjüngung des Äusseren wie des Inneren. Zurückgeworfen durch die Triebwerkhavarie der Piper Archer II HB-PRM in Grönland (siehe Beitrag in der AeroRevue 4/2009), kam die MFG Basel erst im vergangenen Winter dazu, die HB-CFN neu zu lackieren, die Fenster auszuwechseln und Sitze und Innenverkleidungen aufarbeiten zu lassen.

Seite 7


Die «Catalina» als Ehrengast in Ecuvillens

Fribourg-Ecuvillens 20. Internationales Oldtimertreffen (RIO)

Das Internationale Oldtimertreffen (RIO) findet in der Regel jedes Jahr am letzten Juni- Wochenende auf dem Flugplatz Fribourg- Ecuvillens statt und wird von Aérotique organisiert, einem Verein von Liebhabern alter Flugzeuge mit Sitz am Platz. Die Veranstaltung ist in erster Linie als geselliges Ereignis gedacht, eine Art «gehobenes» Fly-in. «Wir haben nie die Absicht und auch nicht die Mittel dazu gehabt, ein Meeting im herkömmlichen Sinn zu organisieren, aber RIO ist von einem ganz besonderen Geist geprägt, bei dem Freundschaft eine grosse Rolle spielt.

Seite 8


Swiss AeroExpo auf Kurs

Flugplatz Birrfeld Erstmals mit Sonderschau «Berufe der Luftfahrt»

Vom 12. bis 14. August 2011 geht auf dem Flugplatz Birrfeld die dritte Ausgabe der Swiss AeroExpo über die Bühne. Erstmals vorgesehen ist eine Sonderschau «Berufe der Luftfahrt». Überwiegend zufrieden zeigten sich die mehr als 60 Aussteller nach der letztjährigen Messe, welche erstmals auf dem Flugplatz Birrfeld stattfand und Tausende Besucher anlockte: «Der Besucheraufmarsch war erfreulich, das Publikum durchmischt. Wir kamen mit Fachleuten aus der Aviatik und mit Flugbegeisterten in Kontakt», äusserte sich Nicolas Bachmann von der Flugschule Horizon Swiss Flight Academy, welche zur Helvetic Airways gehört und Linienpiloten ausbildet, nach der Messe. Horizon wird auch dieses Jahr wieder dabei sein, ebenso wie Jan-Peter Fischer:

Seite 9


Doping im Flugsport

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Anti-Doping-Strategie des Aero-Club der Schweiz war in den letzten Jahren erfolgreich. Bisher ist keine Dopingkontrolle bei Schweizer Pilotinnen und Piloten positiv ausgefallen. Im Gegensatz dazu sorgte kürzlich ein Pilot des deutschen Aero-Club für Schlagzeilen, da dieser für zwei Monate gesperrt wurde. GemässArtikel in der Zeitschrift «Segelfliegen» habe er versäumt, die Verwendung einer verbotenen Substanz fristgerecht zu beantragen. Es ist davon auszugehen, dass in der Schweiz ein solcher Fall dank den Anti-Doping-Massnahmen des AeCS eher unwahrscheinlich ist.

Seite 11


Verhängnisvolle Vrille

Unfall eines Segelflugzeuges in Buttwil

Am16. August 2008 kurz nach 14 Uhr geriet ein Segelflugpilot über Buttwil mit seinem Segelflugzeug unabsichtlich in eine Vrille, die er nicht mehr beenden konnte. Die Discus b schlug mit der Rumpfnase auf einem Hallendach auf und blieb in Rückenlage auf einem anderen Hausdach liegen. Der 65-jährige deutsche Pilot verlor dabei sein Leben.

Seite 15


Briefmarken sammeln auf hohem Niveau

Seit einigen Jahrzehnten finden einmal pro Jahr unter dem Patronat des Schweizerischen Aerophilatelisten- Vereins (SAV) die Tage der Aerophilatelie statt. Das Fliegermuseum in Altenrhein bietet die Kulisse zum diesjährigen Anlass am 14. Mai. Doch wer sind eigentlich die Schweizer Aerophilatelisten?

Mehr als 250 Mitglieder gehören dem nunmehr 86-jährigen Schweizerischen Aerophilatelisten- Verein (SAV) an. Gegründet wurde der SAV im April 1925 in Luzern. Vereinssitz ist heute Zürich. Er ist Mitglied des Verbandes Schweizerischer Philatelisten- Vereine (VSPhV) und der FISA (International Federation of Aero-Philatelic Societies).

Seite 16


Fliegen fürs Geschäft

Die Business Aviation liniert auf für den Start in eine vielversprechende Zukunft. Nach zwei schwierigen Jahren zeigen sich am Horizont Anzeichen der Erholung. Langfristig sorgen günstige Prognosen für Optimismus in einer Branche, die das Fliegen fürs Geschäft veredelt – und damit gute Geschäfte anstrebt. Mitte Mai öffnet die EBACE in Genf ihre Türen. Sie wird ein Abbild der Branche zeigen.

Als vor einem Jahr die EBACE auf dem Flughafen Genf ihr zehnjähriges Bestehen feierte, konnten die gut 11000 Besucher einen verhaltenem Optimismus und Anzeichen wirtschaftlichen Aufschwungs wahrnehmen. Wenn die elfte Auflage der EBACE vom 17. bis 19. Mai 2011 die Türen öffnet, rechnen die Organisatoren wieder mit einer positiven Atmosphäre. Denn nach zwei schwierigen Jahren im Sog der Finanzkrise blickt die Branche der Geschäftsluftfahrt in diesem Jahr wieder optimistischer in die Zukunft.

Seite 18


Der «Virus» greift um sich

«Virus oder Hype?» – so lautete der Titel eines Beitrages über das Indoor-Modellfliegen, der vor rund zwei Jahren in der AeroRevue Nr. 3/2009 erschienen ist. Heute ist klar: Ein Hype war’s mitnichten, und erfreulicherweise hat sich der «Virus» weiter verbreitet und findet – vor allem während der Wintermonate – immer mehr Anhänger. Diese Kategorie bietet Abwechslung für Piloten aus den verschiedenen Modellflugsparten. Auch als Wettbewerbskategorie (F3P) hat sich Indoor im In- und Ausland etabliert.

Immer mehr Sporthallen in der Schweiz werden auch für den Modellflug genützt. Die Vielfalt ist gross: entspanntes «Sonntags- Fliegen» wenn es draussen schneit, Air-Race und «Fuchsjagden », 30 Stunden Nonstop-Fliegen für die Nimmermüden oder Kunstflugwettbewerbe für die Sportler unter den Piloten.

Seite 22


Trotz überholter Technologie beschafft: EKWC-35

Vor 75 Jahren absolvierte in Thun ein Flugzeug seinen Erstflug, das nicht zu den ruhmreichsten der Schweizer Luftwaffe gehörte, da es bei seiner Ablieferung an die Fliegertruppen bereits hoffnungslos veraltet war. Trotzdem leistete der EKW C-35 in der Anfangsphase des Zweiten Weltkrieges einen wichtigen Beitrag zur Landesverteidigung.

Ab 1930 erhielten die Schweizer Fliegertruppen mit dem in der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte (EKW) in Thun gebauten Dewoitine D-27 ihre ersten modernen Jagdflugzeuge. Nun war man auf der Suche nach einem zeitgemässen Mehrzweckflugzeug als Ersatz der Fokker C-VE. Im Frühjahr 1934 erarbeitete die Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr ein entsprechendes Pflichtenheft, das unter anderem eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h verlangte. In Thun macht man sich an die Arbeit, und schon im Oktober des gleichen Jahres lagen gleich zwei Projekte vor. Unter der Bezeichnung C-35 stellte dieEKWeinen zweisitzigen Doppeldecker in konventioneller Bauweise vor, der äusserlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Fokker C-V aufwies.

Seite 24


Helvetic startet mit eigener Maintenance in Bern

Die Fluggesellschaft von Martin Ebner entwickelt sich weiter: Auf ausgesuchten Strecken führt sie die Business Class ein, erhöht die Freigrenze für Gepäck und bietet ein flexibles Tarifmodell an. Dazu startet sie in diesem Sommer mit der Wartung eines in Bern stationierten Fokker 100 einen eigenen EASA-145- Betrieb.

Imletzten Herbst gab Helvetic bekannt, dass sie ab dem 16. April während des Sommers ab Bern verschiedene Destinationen in Südeuropa anfliegen und dazu einen ihrer Fokker 100 in Bern stationieren werde. Nun geht sie einen Schritt weiter und wird dort erstmals die Maintenance ihres Flugzeuges selber übernehmen. Ab Winter 2011/12 soll der Unterhalt der kompletten Fokker-100-Flotte bis zu den 5000-Stunden-Kontrollen in Zürich in eigener Regie durchgeführt werden. Mit dieser Massnahme will Helvetic die interne volle Kontrolle über die Flotte erreichen und damit die Flexibilität der Fluggesellschaft erhöhen. Dazu schafft sie neue Stellen für 30 Personen. Mittelfristig will sie eigene Mechaniker auch selber ausbilden.

Seite 28


Der AeCS – heute und in Zukunft

Im 110. Jahr seines Bestehens zählt der AeCS 23000 Mitglieder und ist nicht nur der führende Dachverband der Leichtaviatik und des Luftsports in der Schweiz, sondern verfügt auch über eine gewichtige Stimme in der Schweizer Luftfahrt. Der AeCS ist für die Zukunft bestens gerüstet; angesichts der breiten Herausforderungen ist seine Kompetenz und damit auch die Existenz wichtiger denn je.

Am 31. März 1901, einem Sonntag, beginnt die lange Geschichte
des «Schweizerischen Aeroklubs» mit der Gründungsversammlung
im ersten Stock des legendären «Café
Rudolf» in Bern. Erster Präsident wird ein renommierter
Ballonfahrer, Theodor Schaeck, Oberst im Generalstab und Chef der
Luftschifferabteilung. Während mehr als eines Jahrhunderts hat sich
in der Folge der Aero-Club zum führenden Dachverband der Leichtaviatik
und des Luftsports in der Schweiz mit 23000 Mitgliedern entwickelt.

Seite 31

 

 
   
Jordi AG | Aemmenmattsrasse 22 | 3123 Belp | Telefon +41 31 818 01 42