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Ausgabe 6 /2011

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Kooperation, partnerschaftlich miteinander umgehen, zusammenhalten und am gleichen Strick ziehen – Verhaltensweisen, die von vielen gerne herangezogen werden, um zu dokumentieren, dass man gemeinsam stärker ist. Doch das Vermitteln des Wir-Gefühls kann auch trügerisch sein. Dann nämlich, wenn den an sich guten Worten keine Taten folgen. Immer öfter, so scheint es, wird Wasser gepredigt, um dann Wein zu trinken. Man redet von Partnerschaft und lebt das Einzelkämpfertum. Ersteres tönt taktisch klug, verlangt aber Kompromisse. Mit Letzterem übernimmt man den Lead, bezieht Position, verschafft sich Vorsprung und zwingt den «Partner», mit dem Rücken zur Wand, zu einer Reaktion aus der Defensive. Einen Aufschrei des «Partners» nimmt man dabei in Kauf, denn er wird verhallen. Man sollte sich keinen Sand in die Augen streuen lassen: Kaum jemand wird zugunsten eines andern von seinen Zielen abrücken oder auf eigene Vorteile und Chancen verzichten. Und schon gar nicht wird jemand nur Nachteile in Kauf nehmen wollen, die zum Vorteil anderer führen. Beispiele wie das Vorgehen von Skyguide im Zusammenhang mit der Erhöhung der Anfluggebühren (siehe Beitrag auf Seite 30 dieser Ausgabe) sind heutzutage keine Einzelfälle mehr. Jedes Unternehmen, jede Institution und selbst Behörden handeln nach ihren eigenen Zielen und Vorgaben. Diese gilt es zu erreichen, es werden schliesslich Erfolge erwartet. Entsprechend wird im eigenen Interesse entschieden und danach kommuniziert. Aus taktischen Gründen werden Entscheide hoch angesetzt, heftige Reaktionen in Kauf genommen und danach in Verhandlungen Zugeständnisse gemacht. Diese Zugeständnisse werden die eigene Schmerzgrenze nicht überschreiten, beim Entscheid wurden sie ja vorausschauend berücksichtigt. Die meisten befürworten Kooperationen, Partnerschaften und das Ziehen am selben Strick – wenn es zum eigenen Vorteil gereicht. Echte Partnerschaft indes lebt von wahrem Geben und Nehmen. Geben braucht Grösse. Eine Eigenschaft, die sich im erwähnten Zusammenhang zunehmend rarmacht.

Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue


Auf «Eroberungsfeldzug» in der Bevölkerung

Schweizer Luftwaffe Die Saison der Demonstrationsteams hat begonnen

Das alljährliche Training ist abgeschlossen, die Saison der Flugvorführungen der Luftwaffen-Repräsentanten ist eröffnet. Warum Flugvorführungen? Korpskommandant Markus Gygax, Chef der Luftwaffe, nennt drei Gründe: «Da ist einmal die Faszination, die Antriebskraft des Fortschritts. Es ist Neugier, die Leute wollen sehen, was mit ihrem Geld gemacht wird. Und es ist der PR-Effekt: Flugvorführungen sind ein hervorragendes Instrument, um das Können der Schweizer Militärpiloten zu zeigen», führt er aus. «Was sie täglich tun, ist nur beschränkt sichtbar, ihre Leistungen werden weit ausser Sichtweite der Bevölkerung erbracht», so Gygax weiter.

Seite 4


Hello-Sphair: Ein ganz spezieller Flug über den Alpen

Zürich Fotoflug von Sphair in Zusammenarbeit mit Hello AG

Was das für ein Flug sei, wollte die Dame am 18. April bei der Boarding-Pass-Kontrolle auf dem Zürcher Flughafen wissen: Flug nach Zürich – das sei ja hier, konstatierte sie. Es ging nicht lange, bis weitere Fluggäste mit Bordkarten für Zürich eintrafen, und das Rätsel war schnell gelöst: Ein Fotoflug im Rahmen von «Sphair – Exploring Aviation Talent» in Zusammenarbeit mit Hello AG war angesagt. Rund 100 «Sphairler» (wie sie sich selber nennen) und einige weitere Gäste bestiegen erwartungsvoll den zweiten Airbus A320-214 der Hello AG mit der Immatrikulation HB-JIY. Auf der rechten Seite der Maschine war hinter den Cockpitfenstern das Sphair-Logo in Grossformat angebracht worden.

Seite 7


Lebendige Erinnerungen an die «Mirage-Zeiten»

Mirage-Verein Buochs Generalversammlung als Volksfest zelebriert

Die Generalversammlung des Mirage-Vereins Buochs vom 7. Mai wurde nachmittags zu einem kleinen Volksfest für die ortsansässige Bevölkerung. Die Besucher kamen dabei in den Genuss einer realistischen «Ausrückungsdemonstration » des Mirage-Aufklärers R-2109. Neben der offenen Werkstatt im «Bremshaus» mit zahlreichen Ausrüstungsgegenständen rund um die Mirage gab es auch einen Da-Vinci-Rettungshelikopter der Rega zu besichtigen. Ebenfalls vor Ort war der Hunterverein Interlaken, Lightwing Aircraft öffnete ihren Betrieb und auch die Segelfluggruppe Nidwalden beteiligte sich am Fest. Speziellen Applaus erhielten die Modellflugpiloten für die teilweise spektakulären Vorführungen. Sehr realistisch waren insbesondere die Flüge eines Kampfhelikopters Boeing AH-64 Apache. Höhepunkt des Nachmittags bildete die Vorführung eines Alarmstarts der Stufe 3 mit der voll funktionsfähigen Mirage IIIR R-2109. Pilot Konrad Kaiser startete vor der Kaverne das Triebwerk und rollte den Aufklärer bis ins Areal des Flugplatzes, aus unmittelbarer Nähe beobachtet von einer grossen Bevölkerungsschar: Erinnerungen an die Zeiten, als die Luftwaffe noch regelmässig Mirage-Einsätze ab Buochs flog.

Seite 8


Diplom für 26 neue Flugverkehrsleiter

Skyguide Diplomfeier für Flugverkehrsleiter

In einem würdigen Rahmen fandam6. Mai 2011 im Hotel Bellevue Palace in Bern die Diplomfeier der neuen Flugverkehrsleiterinnen und -leiter von Skyguide statt. Insgesamt 26 junge Absolventen der Ausbildung erhielten zum Abschluss das Diplom überreicht. «Ihr habt euch für einen herausfordernden Beruf entschieden, den nur die Besten, die Fittesten ausüben können», zollte Skyguide-CEO Daniel Weder den Diplomanden Lob. «Eine sattelfeste Ausbildung ist für den Erfolg entscheidend – deshalb ist sie so hart. Ihr seid jetzt anerkannt als Berufsmenschen, als hochspezialisierte Fachkräfte mit grosser Verantwortung, als wichtiger Teil des Luftsicherheitssystems. »

Seite 9


Zivil-militärische Nutzung als Option

Flugplatz Dübendorf Bund prüft die Möglichkeiten einer Mischnutzung

Gestützt auf den Entscheid des Bundesrates zum Armeebericht erarbeitet das VBS zurzeit ein neues Stationierungskonzept der Armee, welches bis Ende dieses Jahres im Entwurf vorliegen wird. Im Rahmen dieser Arbeiten wird das VBS auch darüber entscheiden, ob die Luftwaffe den Militärflugplatz Dübendorf nach 2014 weiternutzen oder aber definitiv aufgeben wird. Entscheidungsgrundlagen schaffen Der bestehende Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) des Bundes verlangt die Prüfung einer verstärkten zivilen Mitbenützung des Militärflugplatzes Dübendorf. Diese sich im Eigentum des Bundes befindliche Infrastruktur ist von strategischem Interesse, insbesondere mit Blick auf die steigenden Bewegungszahlen der Zivilluftfahrt.

Seite 9


84000 neue Gönner für die Rega

Rega Täglich 230 neue Gönner und 37 Einsätze

Wenn im Gespräch die Rega erwähnt wird, denken viele an Skiunfälle oder Repatriierungsflüge aus dem Ausland. Dies sind aber bei Weitem nicht die einzigen Fälle, wo die Schweizerische Rettungsflugwacht hilft. Zum Einsatzgebiet der Rega gehören auch medizinische Verlegungsflüge, Organtransport und Bergung von Opfern von Unfällen auf der Strasse. Auch wer beim Inlineskaten verunglückt, kann bei Bedarf auf die Rega zählen. Die Bevölkerung steht hinter «ihrer» Rega: Nicht weniger als 84000 neue Gönner konnte sie letztes Jahr gewinnen. Damit ermöglichen fast 2,3 Millionen Gönnerinnen und Gönner die 24-Stunden-Bereitschaft der Rega, die dadurch vollständig unabhängig von staatlicher Hilfe operieren kann. Dass der Staat nun die Gönnerbeiträge jedes Jahr mit 5,5 Millionen Franken (das entspricht den Investitionskosten für einen halben Helikopter) Mehrwertsteuer belastet, bekämpft die Rega vor dem Bundesgericht.

Seite 10


Alte Bekannte unter der Sonne Israels

Hatzerim Museum der israelischen Luftwaffe

In dem in der Wüste Negev im Süden des Staates Israel gelegenenMuseumder israelischenMilitärluftfahrt ist unter freiem Himmel eine Sammlung von etwa 140 Maschinen zu sehen. Hierzu gehören Flugzeuge und Helikopter, die sowohl von der israelischen Luftwaffe (Israel Air Force/IAF) geflogen wurden als auch von den Armeen, gegen die sie im Laufe der Geschichte des Landes seit seiner Gründung im Jahr 1948 bis noch in jüngster Zeit zu kämpfen hatte. Diese historische Flotte reicht von der Avia S-199, einem tschechischen Ableger der Messerschmitt Bf109, über die im eigenen Land entwickelten Kfir und Lavi bis hin zur amerikanischen F-15. Einige der feindlichen Länder waren unter anderem mit Vampire und Venom ausgerüstet. So findet man heute auch alte Maschinen der eidgenössischen Luftstreitkräfte in der israelischen Wüste, hier allerdings in den Farben von Ländern wie Libanon und Irak.

Seite 10


Swiss Gliding Nationals 2011 – the place to be

Flugplatz Hausen Schweizer Meisterschaft im Streckensegelflug 2011 (28. Mai bis 5. Juni)

Die Schweizer Meisterschaft im Streckensegelflug 2011 (vom 28. Mai bis 5. Juni) liegt ganz in jungen Händen: Rund zwei Drittel des OK gehören zu jener neuen Generation Segelflieger, welche in den letzten zehn Jahren herangewachsen ist und sich auch im Wettbewerbsumfeld erfolgreich positionieren konnte. Mit Nationalrätin Natalie Rickli konnte eine junge, engagierte Politikerin als Patronin für die Sache des Segelflugsports gewonnen werden. Voller Elan wurden denn auch die Vorbereitungsarbeiten unter der Leitung von René Schneebeli in Angriff genommen – viel Vorfreude war an den OK-Sitzungen zu spüren.

Seite 11


Minimale Sicht, wenig Erfahrung, Medikamente

Unfall eines Piper PA 28-140 bei Westerstede (D)

Das Wetteram20. April 2006 im Norden Deutschlands lag im Einflussbereich einer schwach ausgeprägten Kaltfront. Im Gebiet, in welchem sich an diesem Tag ein tödlicher Flugunfall ereignete, wurden um zehn Uhr eine Wolkenuntergrenze von 7/8 bis 8/8 zwischen 800 und 1000 ft AGL sowie horizontale Sichtweiten am Boden zwischen zwei und sieben Kilometer beobachtet. Ein Polizeihelikopter musste aufgrund derWetterverhältnisse seinen Flug ins Unfallgebiet abbrechen.

Seite 14


23 Frühaufsteher in Lostorf

Schweren Herzens entschied die Modellfluggruppe Olten letztes Jahr, ihren traditionellen Anfänger- Freiflugwettbewerb in Lostorf nicht mehr durchzuführen. Es hatten sich nur noch sechs Teilnehmer angemeldet. Doch manchmal kommt es anders als gedacht.

Es war zum Verzweifeln. Stahlblauer Himmel vom Montag bis Freitag. Doch am Samstag, 26. März, zogen Wolken auf, und gegen 22 Uhr setzte der Regen ein. Die Wettbewerbsleitung behielt indes einen kühlen Kopf und entschied sich trotzdem für die an diesem Sonntag geplante Durchführung des traditionellen «Lostorfers». Die meisten Kinder besitzen heutzutage ja eine Regenjacke…

Seite 16


SKYe SH09 – ein neues Schweizer Markenzeichen

Mit dem Rollout des SKYe SH09 auf dem Flugplatz Mollis wurde eine aussergewöhnliche Pionierleistung der Schweizer Luftfahrt enthüllt – ein Hightech-Helikopter, welcher sich unter anderem durch seine Polyvalenz auszeichnet. Das elegant geformte Fluggerät ist in Carbon-Leichtbauweise gefertigt, weist erstaunliche Innovationen auf – und ist der erste Schweizer Helikopter.

Die Schweiz erlebte in ihrer Vergangenheit mit Projekten der Luftfahrt- und Industriegeschichte schon einige Rückschläge – aber auch zahlreiche Erfolge. An Letztere anschliessen soll auch der Swisshelicopter SKYe SH09. Der kurz vor dem Zusammenbau stehende Hightech-Heli wurde am 20. April im glarnerischen Mollis durch das innovative Ingenieur- und Konstruktionsunternehmen Marenco Swisshelicopterteam präsentiert. Man sah und staunte: denn in Mollis, wo normalerweise nur wenige Leichtflugzeuge, Jets und Helikopter in die Luft gehen, soll etwas Grosses entstehen. Eine Entwicklung, die, wie einige Publikationen bereits vor dem Rollout des neuen Helis prognostizierten, auf Augenhöhe mit Alinghi, Sauber oder Pilatus gleichziehen könnte. Beimzweiten Blick auf die Vorstufe eines Prototyps des zukunftsträchtigen Helikopters bestätigt sich, dass im Glarnerland definitiv Swissness abheben dürfte. Mit Polyvalenz soll der einmotorige Helikopter in bisher vernachlässigte Märkte vorstossen. Dies sei das ambitiöse Ziel von Marenco Swisshelicopter AG, erklärte Martin Stucki, CEO des in Niederurnen domizilierten Unternehmens. Das elegant geformte Fluggerät in Carbon-Leichtbauweise zielt auf eine globale Nachfrage, die für die kommenden Jahre gemäss Marenco bei 7500 Einheiten liegen soll.

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Auferstehung der Super Connie

Es hätte das Ende eines Traums sein können: Bei der Jahreskontrolle Ende der Saison 2009 wurden am Flügel der Breitling Super Constellation HB-RSC Korrosionsschäden festgestellt. Wie weiter? Das war die bange Frage. Glücklicherweise waren die Schäden noch früh genug entdeckt worden, um eine umfassende Reparatur möglich erscheinen zu lassen. Die zwischenzeitlich rundum erneuerte Maschine – unter den weltweit drei letzten Lockheed Super Constellation die einzige mit Lizenz für Passagierflüge – kehrt demnächst zurück in ihr Element.

Rund 1000 Menschen waren nach Lahr, dem Schwarzwald-Flughafen gepilgert,umdie rundum erneuerte Breitling Super Constellation zu sehen, darunter der Oberbürgermeister von Lahr, Wolfgang G. Müller, Flughafengeschäftsführer Axel Grossmann, der Präsident der Super Constellation Flyers Association (SCFA), Urs Morgenthaler, der vierfache Olympiasieger und Gesamtweltcup-Gewinner Simon Ammann (der als Taufpate wirkte), Vertreter aus Politik und Wirtschaft und nicht zuletzt der Musikverein Ottenheim, der dem Star des Tages beim Herausziehen aus dem Hangar das musikalische Geleit gab. Der Anlass entwickelte sich bei prachtvollem Frühlingswetter zu einem veritablen Volksfest. Den auferstandenen «Star of Switzerland» kann man unter anderem auch am 5. Mai über dem Hafen von Rolle, am 12. Juni und vom 16. bis 18. September in Sion, am 9. Juli und 21. August im Mollis, am 13. August über dem Birrfeld, am 20. August in Dittingen und am 3. September in Bern in seinem Element sehen.

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Das erste Ganzmetallflugzeug der Swissair

Vor 75 Jahren hielt eine Agenturmeldung die Schweiz fast drei Tage lang in Atem: Das Postflugzeug der Swissair auf der Strecke Frankfurt am Main–Basel wurde vermisst. Vom betroffenen Clark GA-43 wurden nur gerade fünf Exemplare gebaut, von denen zwei von der Swissair eingesetzt wurden.

«Man ist zurzeit im Ungewissen über den Verbleib eines Postflugzeuges, das den Nachtpostverkehr zwischen Frankfurt a. M. und Basel versah», lautete die Meldung, undamRadio wurden Personen gesucht, die etwas gehört oder gesehen hatten. Bald meldeten sich Zeugen, die bei ungünstigen Wetterverhältnissen Motorengeräusche bei Zurzach, später auch in Baden, Zug und Immensee vernommen hatten. Daraufhin begann bei dichtem Nebel eine grossangelegte Suchaktion auf der Rigi. Das vermisste Flugzeug war der Clark GA-43 HB-ITU.

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Anflug auf den Flughafen Zürich per GPS

In der Luftfahrt wird viel in die Entwicklung von neuen Anflugverfahren investiert. Der Flughafen Zürich übernimmt dabei international eine führende Rolle. Als erster Flughafen in der Schweiz führte Zürich einen GPS-Anflug ein.

Neue Anflugverfahren in der Luftfahrt könnten in Zukunft effizientere Flugwege erlauben. Diese Flugverfahren stützen jeweils auf Satellitennavigation ab und stehen derzeit erst am Anfang ihrer Entwicklung. Eines dieser Systeme ist der satellitengestützte Anflug, welcher seit dem 10. März am Flughafen Zürich möglich ist. Die neue Navigationstechnik hat das Potenzial, in Zukunft eine effizientere Abwicklung des Flugverkehrs zu ermöglichen, womit ein reduzierter Kerosinverbrauch, ein geringerer Schadstoffausstoss sowie weniger Lärmemissionen erwartet werden.

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Teurer Anflug – zu welchemPreis?

Skyguide kündigt exorbitante Erhöhungen der Anfluggebühren für Flugzeuge der Leichtaviatik und Ausbildungsflüge auf die Landesflughäfen Zürich und Genf an. Der Grund sei die Umsetzung europäischer Regulierungen. Verbände und Betroffene kritisieren das Vorgehen von Skyguide heftig, bezeichnen die Erhöhung als ungerechtfertigt und fordern, darauf zu verzichten.

Die Verkündigung der Neuigkeit erfolgte am 7. April 2011 – unerwartet und diskret per AIC 004/2011 A. Es war keine frohe Botschaft: Skyguide plant auf den 1. August 2011 eine massive Anhebung der Anfluggebühren für Leicht- und Schulflugzeuge auf den Flughäfen Zürich und Genf und eröffnete das Konsultationsverfahren. Das nationale Flugsicherungsunternehmen kündigte dabei Erhöhungen um mehrere hundert Prozent (beispielsweise bis 1 Tonne MTOW von bisher 7.30 auf neu 28.90 Franken) an, dies nur wenige Wochen nachdem der Flughafen Zürich seinerseits eine Erhöhung der Landegebühren kommuniziert hatte.

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Die grüne Antriebswelle

Erstmals von Mittwoch bis Samstag und ohne Flugshow: 33400 Besucher, zumeist Fachbesucher, liessen sich vom geänderten Messekonzept nicht abhalten und besuchten den diesjährigen Branchentreff der Allgemeinen Luftfahrt in Friedrichshafen. Entdeckungen gab es auch dieses Jahr wieder zu machen – insbesondere im Bereich der Antriebstechnologie.

Mit 630 Ausstellern aus 29 Ländern, darunter die USA als stärkste Nation mit 43 Unternehmen, zeigten sich die Organisatoren der Messe am Bodensee mit der 19. Auflage zufrieden. «Mit ihrem zielgerichteten Kurs in Richtung Fachmesse, mit der Verlegung der Tagefolge von Mittwoch bis Samstag, keine Flugschau mehr und ein konzentriertes und spezialisiertes Rahmenprogramm hat die internationale Luftfahrtmesse in der Branche und bei den Ausstellern gepunktet», wie es Projektleiter Roland Bosch nach vielen Kundengsprächen formulierte. Im Zentrum der positiven Aussteller-Rückmeldungen standen zahlreiche neue Kundenkontakte auf ausgesprochen hohem und internationalem Niveau und die Freude darüber, dass das Interesse des Fachpublikums die Erwartungen übertroffen habe. Allerdings waren die Stände erneut grosszügig auf die Hallen verteilt – und nicht alle Hallen mussten geöffnet werden. Vertreten waren auch einige Schweizer Unternehmen.

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