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Ausgabe 7 /2011

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«Personen, die Fluglärmausgesetzt sind, haben gegenüber Nichtbetroffenen ein erhöhtes Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben» – glauben Forschende der Uni Bern. Allerdings mit einem geschlechterspezifischen Unterschied: Bei Frauen ist diesbezüglich kein erhöhtes Sterberisiko durch Herzinfarkt erkennbar. Dabei sind es ja wahrscheinlich gerade die (Haus-)Frauen, die sich dem Fluglärmkonzentrierter ausgesetzt wähnen als die tagsüber abwesenden Männer. Die Wirkung des Fluglärms wird damit erklärt, dass Lärmals psychosozialer Stressor auf das sympathische Nervensystem und das Hormonsystem wirkt und dadurch das Herzinfarktrisiko ansteigen lässt. Man kann nun spekulativ mutmassen, dass eventuell am Ende auch das übereifrige Engagement gegen den verhassten Fluglärmschuld am vorzeitigen Ableben sein könnte. Ärger war noch nie gesund. Fest steht: Wer sich an Fluglärmstört, muss mindestens nicht einsam sterben. Leidensgenossen finden sich – wohlformiert – landauf landab. Und obwohl sie auf die Ruhe schwören, ist leisetreten nicht ihr Ding. Lautstark hat sich auch die «IG für weniger Fluglärm» bemerkbar gemacht; unter anderem mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Mit dieser sollte insbesondere eine Einschränkung der Betriebszeiten auf dem Flugplatz Zweisimmen erwirkt werden (siehe Beitrag ab Seite 10 in dieser Ausgabe). Alle wollen ein Natel, aber keiner will Antennen. Alle wollen fliegen, aber niemand will den Lärm. Oder anders formuliert: Jeder will zurück zur Natur – aber nicht zu Fuss. Sankt Florian lässt grüssen. Und: Warumwohnen Fluglärmgegner eigentlich immer in Flughafennähe? Es drängt sich der Vergleich von Motten und dem Licht auf, und an selbigem hat sich auch die IG im Berner Oberland verbrannt. Die Beschwerde wurde abgewiesen. Begründung: Die Einschränkung wäre wirtschaftlich nicht tragbar und unverhältnismässig. Gleichzeitig wird der Motor- und Segelfliegerei eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Ausbildung von Berufsund Militärpiloten attestiert. Ein umfassender Beitrag über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schweizer Luftfahrt ist übrigens auch ab Seite 8 nachzulesen. Noch ein interessantes Detail aus dem eingangs erwähnten Forschungsergebnis: «Weitere Studien sind notwendig, um abzuklären, ob der beobachtete Zusammenhang kausal ist. Leider konnten in der Studie wichtige kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Rauchen oder Cholesterin nicht erfasst werden», lautet der diskulpierende letzte Satz in der entsprechenden Medienmitteilung.

Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue


Gasballonstart im Letzigrund-Stadion

100 Jahre Ballongruppe Zürich Jubiläumsaufstieg um Mitternacht

Am 15. Juni, kurz vor Mitternacht, hat die Flugsicherung in Zürich den Start der Gasballone im Letzigrund Zürich freigegeben. Sechs Gasballonteams traten, mit ungewissem Ankunftsort, zur Wettfahrt um den silbernen Ballon von Zürich gegeneinander an. In kurzen Abständen starteten die Ballone und verschwanden Richtung Zürichsee. Ein imposantes Lichtermeer breitete sich unter den Weidenkörben aus.

Seite 4


Vorerst keine höheren Anfluggebühren

Skyguide Anfluggebühren auf den Flughäfen Zürich und Genf

Per AIC 004/2011 A vom 7. April 2011 kündigte Skyguide eine massive Anhebung der Anfluggebühren für Leicht- und Schulflugzeuge auf den Flughäfen Zürich und Genf per 1. August 2011 an. Sowohl der Motorflug-Verband der Schweiz (MFVS), der Aero-Club der Schweiz, der Regionalverband Zürich und weitere Betroffene haben unisono das Vorgehen von Skyguide kritisiert und gefordert, die angekündigte Gebührenerhöhung zurückzuziehen. Nun will Skyguide unter Berücksichtigung der eingebrachten Voten vorderhand auf die vorgeschlagene Gebührenanpassung verzichten und eine Übergangslösung anstreben.

Seite 4


Im Rollstuhl über den Alpen

Flugplatz Thun Nationaler Aktionstag «Begegnung bewegt»

260 behinderte Menschen und ihre Betreuer erlebten einen unvergesslichen Flug rund um die Berner Alpen. Im Rahmen der nationalen Begegnungstage von Menschen mit und ohne Behinderung unter dem Motto «Begegnung bewegt» standen die AN-2 und die Stinson des Antonov- Vereins Schweiz am letzten Mai-Wochenende im pausenlosen Einsatz.

Seite 5


Flugplatz Dübendorf erhält Schützenhilfe aus Bern

Forum Flugplatz Dübendorf 19. Generalversammlung

65 Mitglieder des vor 19 Jahren gegründeten Vereins Forum Flugplatz Dübendorf folgten der Einladung zur Generalversammlung im Offiziersausbildungszentrum (OAZ) in Dübendorf. Stadträte aus Dübendorf und einige Zürcher Kantonsräte liessen es sich nicht nehmen, den Anlass zu besuchen; umso mehr, als der Flugplatz Dübendorf tags zuvor in den Schlagzeilen war.

Seite 6


In die grossen Fussstapfen der Cessna 150 treten

Cessna 162 Skycatcher Europa-Premiere an der Cannes AirShow 2011

An der Cannes AirShow 2011 vom 9. bis 11. Juni präsentierte Cessna Aircraft Company zum ersten Mal in Europa das neue Modell 162 Skycatcher. Das «light sport aircraft» ist als zweisitziger Trainer prädestiniert für Flugschulen und Clubs und zeichnet sich aus durch stabile, gutmütige Flugeigenschaften. Dank grossen Fenstern ist die Rundumsicht vorzüglich. Mit der robusten Bauweise und einem 100-PS-Continental-Motor soll das Flugzeug in die grossen Fussstapfen der legendären Cessna 150 und 152 treten und an deren Erfolge anknüpfen.

Seite 7


Wertschöpfung der Schweizer Zivilluftfahrt nimmt zu

BAZL/Aerosuisse Aufdatierte Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Schweizer Luftfahrt

Die Wertschöpfung der Schweizer Zivilluftfahrt hat innert vier Jahren voninsgesamt 24,3 Milliarden auf 30,3 Milliarden Franken zugenommen. Dies zeigt die aufdatierte Studie über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schweizer Luftfahrt, welche das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und der Dachverband der Schweizer Luftfahrt, Aerosuisse, gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Unter Berücksichtigung der weiteren Effekte liegt die volkswirtschaftliche Bedeutung mit 30,3 Milliarden Franken um 25 Prozent höher als vor vier Jahren, die Anzahl Arbeitsplätze mit 178900 um 10 Prozent. Auch die General Aviation (GA) trägt ihren Teil dazu bei. Diese beinhaltet die Bereiche Business Aviation, Arbeitsluftfahrt (Werksflüge, Rettungsflüge, Fotoflüge, Schul-, Übungs- und Kontrollflüge) sowie Leichtaviatik (Touristikflüge, Privatflüge). 2008 gab es gemäss dieser Definition in der Schweiz etwas über eine Million Flugbewegungen, die zur General Aviation zu zählen sind.

Seite 9


Recht gesprochen im Simmental

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen die im vergangenen Dezember vom BAZL erteilte Bewilligung für den zivilen Betrieb des Flugplatzes Zweisimmen abgewiesen. Mit der Beschwerde sollte insbesondere eine Einschränkung der Betriebszeiten erwirkt werden. Das Urteil kommt zum Schluss, dass diese wirtschaftlich nicht tragbar und unverhältnismässig wäre, und attestiert der Motor- und Segelfliegerei eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Ausbildung von Berufs- und Militärpiloten.

An der Generalversammlung der Flugplatzgenossenschaft Zweisimmen vom 23. April 2010 titelte deren Präsident Niklaus Müller seinen Jahresbericht mit «Die unendliche Odyssee durch die Ämter». Nun dürfte die Odyssee ein Ende haben. Für das Aufatmen der Flugplatzbetreiber in Zweisimmen sorgte das Bundesverwaltungsgericht mit seinem Urteil vom24. Mai 2011, welches eine Beschwerde abwies und damit der Umnutzung des FlugplatzesZweisimmen in ein ziviles Flugfeld den Segen erteilte. Was speziell aufhorchen lässt, ist die Urteilsbegründung: Die Richter attestierten der Motor- und Segelfliegerei eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Ausbildung von Berufs- und Militärpiloten und bezeichnet die Forderung der Beschwerdeführer nach umfassenderen Einschränkungen der Betriebszeiten auf dem Flugplatz Zweisimmen als wirtschaftlich nicht tragbar und unverhältnismässig.

Seite 10


Schwimmerund Rotoren

Treffen der Wasserflugzeuge in Hergiswil

Am 28. und 29. Mai trafen sich in der Bucht von Hergiswil am Vierwaldstättersee einige Wasserflugzeuge zum jährlichen Fly-in vor dem Hotel Pilatus. Organisiert wurde der Anlass durch die Seaplane Pilots Association Switzerland (SPAS) und den «fliegenden Hotelier» Hans Fuchs, Miteigentümer des Hotel Pilatus. An beiden Tagen starteten die Flugzeuge zu Rundflügen (für SPAS-Mitglieder) in die Zentralschweizer Alpen. Die Vorbereitungen für ein solches Fly-in bedeuten einen enormen Aufwand, sind doch zahlreiche Bewilligungen aller zuständigen Behörden notwendig. Selbstverständlich unterliegen auch die Piloten und ihre Maschinen strengen Sicherheitsvorschriften. Das Ziel von SPAS ist es, der Wasserfliegerei in den hiesigen Breiten zu neuem Aufschwung zu verhelfen

Seite 14


IBT 2011: Erfolg trotz Wetterkapriolen

Was der Jubiläums-AirshowinEmmenvor einem Jahr wiederfahren war, schien sich in Bern für die Internationalen Belpmoos- Tage IBT 2011 zu wiederholen: Nach einerwochenlangenSchönwetterperiodekündigtensichausgerechnet fürdas Wochenende Regen, tiefliegende Wolken und starke Windböen an. Doch Bern hatte Glück: Am Samstagnachmittag zeigte sich die Sonne, und dank hoher Flexibilität konnte das ganze Flugprogramm mit wenigen Umstellungen durchgeführt werden. Lediglich die mit Spannung erwartete polnische MiG-15 schaffte es wetterbedingt nicht bis nach Bern. Am Sonntagmorgen dann nochmals ein paar Schauer und wenige Böen, dann aber Sonne und blauer Himmel, verziert mit einzelnen Wolken – tolles Flugfestwetter. Das Publikum zeigte sich von der Vielseitigkeit des Programms begeistert: AkrobatikamHimmel,ehemaligeLuftwaffen-Jets in Formation, Fallschirmaufklärer, die Patrouille Suisse, das PC-7 Team, seltene Warbirds und vieles mehr. Die rund 25000 Besucherinnen und Besucher freuten sich auch an den zahlreichen Ständen, wo sie sich über die Angebote verschiedenerFirmenmitBezugzurAviatik informierenundmit den Exponenten der unterschiedlichsten Institutionen wie Skyguide, Sphair, Aero-Club der Schweiz oder Fluggesellschaften ins Gespräch kommen konnten.

Seite 17


Eine Modellflugdisziplin im Aufwind

Die Dynamik eines Hochleistungssegelflugzeugs, das nach einem schnellen Platzüberflug mit durchgebogenen Flächen hochzieht, um wenig später erstaunlich langsam zur Landung einzuschweben, begeistert immer wieder aufs Neue. Das gilt auch für Nachbauten in grossem Massstab, denen sich eine ansehnliche Schar von Modellfliegern verschrieben hat. Seit einigen Jahren können sie sich dank GPS im Streckenflug messen. Eine Idee aus der Schweiz hebt ab.

Thermik ist an diesem bewölkten Tag im März mit kaltem Westwind nur wenig vorhanden. Entsprechend früh setzen die ersten Segler zum schnellen Überflug über die Ziellinie an. Ein Arcus im Massstab 1:3 lässt beim Überflug den Wasserballast ab, um dann mit ausgefahrenem Fahrwerk und abgesenkten Wölbklappen in den Endanflug einzudrehen. Mit fein dosiertem Einsatz der Störklappen landet ihn der Pilot im letzten Pistendrittel, ein dicht folgender Konkurrent landet entsprechend kurz. Gemeinsam tragen Pilot und Navigator das Modell zum Warteraum zurück. Das Display des für einmal nicht geschäftlich genutzten Personal Digital Assistant (PDA) zeigt die erflogenen Daten: zwei Runden mit einem Durchschnitt von 49,3 km/h über Grund – bei diesen Verhältnissen nicht schlecht, aber für einen vorderen Rang nicht gut genug. Die Daten und den Checkcode noch kurz in das Leistungsblatt übertragen, dann ist es Zeit für einen wärmenden Kaffee.

Seite 18


Fliegerisches Abenteuer mit humanitärem Hintergrund

Der angehende Linienpilot Didier Callmander aus Nyon wird in diesem Herbst am Raid Latécoère teilnehmen – einer Reise auf den Spuren der Pioniere der Luftpost. Bei diesem Flug geht es auch um einen humanitären Aspekt: Schulmaterial wird in verschiedene afrikanische Schulen gebracht.

Die Leidenschaft für die Fliegerei entdeckte Didier Callmander im Verlauf seiner Tätigkeit als Flugbegleiter bei der ehemaligen Fluggesellschaft Fly Baboo. Der junge Mann aus Nyon beschloss, selber Linienpilot zu werden. Er liess sich in der Flugschule des Aero- Club von Genf zum Privatpiloten ausbilden und trat im Herbst 2010 an der Air Espace in Lausanne seine Ausbildung zum Berufspiloten an.

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Sommer, Sonne, Action

Flugfans steht ein aktiver Sommer bevor: Auf dem Programm stehen verschiedene Airshows, Meetings und Messen in allen Landesteilen der Schweiz. Die Überflieger der Saison 2011 im Überblick.

Sonnencreme und Klappstuhl im Gepäck, den Fotoapparat im Stand-by-Modus und die Familie im Schlepptau: Die Airshow-Saison 2011 ist eröffnet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl unter den zahlreichen Anlässen. Terminliche Überschneidungen sind in dieser Saison die Ausnahme. Bei Zeit und Interesse steht also einer aviatischen «Tour de Suisse» nichts im Weg.

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Imzaghaften Aufwind

Die Geschäftsluftfahrt stellt ein gutes Wirtschaftsbarometer dar. Der Aufschwung widerspiegelt sich auch in diesem Wirtschaftszweig – der sich gut zu erholen scheint. Auch wenn es bislang noch keinen Grund für Euphorie gibt, bestätigt die 11. EBACE den Optimismus, der schon im vergangenen Jahr in Genf zu spüren war.

Ein Zeichen für die neue Vitalität des Sektors Geschäftsluftfahrt ist die Tatsache, dass die europäische Messe der Business-Aviation EBACE vom 17. bis 19. Mai dieses Jahres rund 12750 Besucher in die Stadt am Ende des Genfersees lockte. Dies entspricht einem Zuwachs von 1500 Personen gegenüber dem Vorjahr. Dennoch wurde der Rekord von 2008, dem Jahr vor der weltweiten Finanzkrise, nicht erreicht. Die gemeinsam vom europäischen und amerikanischen Verband der Geschäftsluftfahrt (EBAA und NBAA) organisierte Veranstaltung konnte hingegen einen Rekord hinsichtlich der Aussteller verbuchen: deren Zahl stieg von 436 (im Jahr 2010) auf 500.

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Sir Geoffrey’s Meisterwerk: die anderenDoppeldecker

Zieht heute ein Doppeldecker am Himmel über der Schweiz seine Bahn, handelt es sich meistens um einen Bücker Bü 131 Jungmann oder einen Bücker Bü 133 Jungmeister. Doch bereits vor diesen Kleinoden der Lüfte waren hierzulande private Doppeldecker zu bewundern: 1928 liess ein Berliner erstmals eine Moth (Motte) des begnadeten Ingenieurs Geoffrey de Havilland in der Schweiz registrieren.

Vor dem Ersten Weltkrieg waren fliegende Menschen wahre Volkshelden. Sie wagten sich in zerbrechlich anmutenden Vehikeln aus Holz, Draht und Leinwand in die dritte Dimension. Der grosse Krieg brachte die Aviatik in rasendem Tempo voran. Als er zu Ende ging, waren die Flugzeuge so weit entwickelt, dass an eine kommerzielle Verwendung gedacht werden konnte. Die ersten Fluggesellschaften entstanden, um zuerst Post, bald aber auch Passagiere auf dem Luftweg zu befördern. Oft wurden dazu vormalige, für die neue Nutzung umgebaute Kriegsflugzeuge eingesetzt, die aber kommerziellen Anforderungen für einen ökonomischen Betrieb kaum genügten. Und sich als Privatperson ein persönliches Flugzeug zu leisten war kaum vorstellbar. Erst 1927 tauchten die ersten Sportflugzeuge im Schweizer Luftfahrzeugregister auf, vor allem Klemm L20 mit verschiedenenMotoren.

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Moderner Zweisitzer der Echo-Klasse

Die Aquila ist ein in Faserverbundbauweise hergestelltes, zweiplätziges Leichtflugzeug aus deutscher Produktion. Sie ist einfach zu fliegen, zeigt ein stabiles Flugverhalten und gute Flugleistungen bei sparsamem Betrieb. Das Flugzeug eignet sich sowohl für die Schulung als auch für den Vereinsbetrieb oder als private, günstige Reisemaschine.

Endlich hat ein nahendes Tief den grauen Tagen ein Ende bereitet. Anstelle des ewiggleichen, zähen Hochnebels glitzert die grelle Sonne am blassblauen Himmel über dem Flugplatz Birrfeld. «Demopilot» Michael Zistler ist derweil mit seiner Aquila A210 von Deutschland unterwegs und wird nächstens hier landen. Bald werde ich diesen leichten Zweiplätzer fliegen können. Zur Vorbereitung beschäftige ich mich erst einmal mit seiner Entwicklungsgeschichte. Bereits 1995 begann ein kleines Team von Ingenieuren mit der Konstruktion der Aquila A210. Fünf Jahre später flog Testpilot Heiner Naumann den Prototyp zum ersten Mal. Im September 2001 erhielt das Leichtflugzeug die Musterzulassung, und im folgenden Jahr begann die Serienproduktion. Die Aquila wird auf dem Flugplatz Schönhagen EDAZ südlich von Berlin vom Unternehmen Aquila Aviation by Excellence AG in Faserverbundbauweise gefertigt. Ausgestattet ist sie mit Side-by-Side-Sitzen, einem Tragflügel in Tiefdeckeranordnung und einem Kreuzleitwerk. Sie wurde von der EASA nach JAR-VLA zugelassen. Auch in der Schweiz kann die Maschine in dieser Kategorie eingesetzt werden. Seit dem 25. März 2010 darf sie als eines der wenigen Leichtflugzeuge mit entsprechender Ausrüstung nachts nach Sichtflugregeln geflogen werden.

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