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Ausgabe 9 /2012

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Internet, Tablet-Computer, Smartphones. So heissen die technischen Errungenschaften, die uns das Leben erleichtern sollen. Es gibt nichts zu deuteln: Sie tun es auch – zumindest in gewissen Bereichen. Anderen indes machen diese neuen Technologien zu schaffen. Den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen etwa. Binnen weniger Jahre haben diese bereits den zweiten Umbruch, nach dem Internet, zu bewältigen. Der Tablet-Computer verändert die Gewohnheiten der Leser – und fordert die Verlage heraus. Nicht nur das Leseverhalten ändert sich, auch die Werbewirtschaft hat die neuen Medien längst entdeckt. Dies ist bei der Gattung der sogenannten Special-Interest-Medien, der auch Aviatikmagazine angehören, nicht anders, wenn auch nicht derart ausgeprägt wie bei Titeln, die mit News arbeiten und bei denen Schnelligkeit beim Transport von Informationen entscheidend ist. Als monatlich erscheinende Fachzeitschrift erheben wir keinen Anspruch auf Schnelligkeit – und Schnelllebigkeit. Dafür umso mehr auf nachhaltige, qualitativ wertvolle und hochwertige Fachbeiträge sowie Hintergrundinformationen. So wie es die AeroRevue seit 106 Jahren tut. Aber auch Fachzeitschriften können sich vor Entwicklungen nicht verschliessen, die sich in der Gegenwart abspielen und in der Zukunft auswirken. Deshalb haben sich die Herausgeber der AeroRevue und des Cockpits Gedanken über die Zukunft gemacht – nicht getrennt, sondern gemeinsam. Das Ergebnis: Die beiden traditionsreichen Fachzeitschriften werden die Zukunft weiterhin als eigenständige Magazine, aber Seite an Seite angehen. Im Rahmen einer umfassenden Kooperation wird ab 2013 die AeroRevue im Medienhaus Jordi AG in Belp gedruckt, wo bereits heute das Cockpit hergestellt wird. Das Inserategeschäft wird am selben Ort für beide Titel zusammengelegt und gleichzeitig eine neue Inseratekombination angeboten – offen für eine Ausweitung auf elektronische Medien. Im September nächsten Jahres schliesslich werden die Redaktionen unter einem Dach weitergeführt – mit je einem eigenen Chefredaktor wie bisher. Synergien schaffen im Sinne von «sich gegenseitig fördern» und «einen gemeinsamen Nutzen erzielen»: Mehr dazu können Sie dem Beitrag auf Seite 4 entnehmen. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, werden wir auch in Zukunft weiterhin ökonomisch und effizient wichtige Informationen aus der Aviatik und dem Aero-Club der Schweiz vermitteln – und dabei Ihrem Leseverhalten Rechnung tragen. Wir schreiben – Sie lesen. Ob blätternd im Magazin oder auf dem Tablet-Computer wird die Zukunft weisen.

Jürg Wyss Chefredaktor AeroRevue


AeroRevue und Cockpit kooperieren

Aero-Club der Schweiz/Jordi AG Belp Umfassende Zusammenarbeit als Herausgeber

Die Herausgeber der beiden Aviatik-Fachmagazine «AeroRevue» (Aero-Club der Schweiz AeCS) und «Cockpit» (Jordi AG Belp) haben sich zu einer umfassenden Zusammenarbeit entschlossen. Ab 2013 wird das Medienhaus Jordi AG im Auftrage des AeCS mit der technischen Herstellung, der Inseratebeschaffung und -verwaltung sowie der Spedition der «AeroRevue» betraut. Jordi AG löst damit die Swissprinters AG ab (vormals Zollikofer AG, St. Gallen), welche die «AeroRevue» in den letzten vier Jahren hergestellt hatte. Neue Inseratekombination Ab 2013 wird unter dem Namen «Aviatik- Kombi Schweiz» eine Inseratekombination der beiden Fachzeitschriften «AeroRevue» (verkaufte Auflage 23 090 Exemplare) und «Cockpit» (4559 Exemplare) angeboten. Beide Titel bleiben weiterhin eigenständig auf dem Markt. «Inserenten erhalten mit dieser Kombination der beiden Magazine die Möglichkeit, praktisch den gesamten Aviatik- Markt mit einem attraktiven Kombinationstarif abdecken zu können», erläutert Roger Schenk, Verlagsleiter des Cockpits. Es ist zudem vorgesehen, die Kombination auch auf künftige elektronische Medien auszuweiten.

Seite 4


Aufschwung in Bern-Belp

Flughafen Bern-Belp Positives Geschäftsjahr 2011 und massive Zunahme der Passagierzahlen

Der Flughafen Bern-Belp schliesst das Geschäftsjahr 2011 mit einem Gewinn ab und blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der Betriebsertrag stieg von acht Millionen auf über elf Millionen Franken, oder um 37 Prozent. Nach Vornahme aller Abschreibungen kann ein Unternehmenserfolg von 302 000 Franken ausgewiesen werden. Zum guten Ergebnis beigetragen haben gemäss Information seitens des Flughafens die positive Verkehrsentwicklung im Linien- und Chartergeschäft sowie das strikte Kosten- und Personalmanagement. Massive Zunahme der Passagierzahlen Mit knapp 185 000 Passagieren gegenüber 101 000 Passagieren im Jahr 2010 wurden rund 82 Prozent mehr Passagiere befördert. Dieser massiven Zunahme der Fluggastzahlen steht die geringe Zunahme der Flugbe- wegungen gegenüber, welche im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 10,7 Prozent (von 56 098 im 2010 auf 62 139 im 2011) gestiegen ist. Verwaltungsratspräsident Fritz Grossniklaus zeigt sich erfreut über diesen Aufschwung, ist sich aber bewusst, dass der Konkurrenzkampf gross ist.

Seite 5


Sylt: Keine Einreise für Linienpassagiere aus Nicht-EU-Staaten

Die Destination Sylt kann ab sofort von Nicht- EU-Bürgern und Schweizer Linienflugpassagieren nicht mehr angeflogen werden. Begründet wird diese Massnahme damit, weil Reisende aus nicht-europäischen Ländern und der Schweiz der Zollkontrolle unterliegen und daher als Flugpassagiere Zollflugplätze nutzen müssen. Der Sylter Flughafen aber ist aus zollrechtlicher Sicht ein sogenannter besonderer Landeplatz. Er hat zwar eine Zollkontrolle, aber nur für den exklusiven nichtgewerblichen Flugverkehr, also nicht für Linienflugpassagiere. Anflüge des privaten, nicht-gewerblichen Flugverkehrs sind jedoch – im Rahmen der üblichen Formalitäten – weiterhin möglich.

Seite 6


Erste Mieterin im Nidwalden AirPark

Aerolite Max Bucher AG Umzug nach Nidwalden und Partnerschaft mit Kuerzi Avionics

Aerolite Max Bucher AG plant den Bau eines Produktionsgebäudes im themenorientierten Industriepark auf dem Flugplatz Buochs. Damit erhält der Park seinen ersten Mieter. Der Einzug des Branchenführers für Ambulanz- und Rettungsausrüstungen ist auf Herbst 2013 mit rund 100 Mitarbeitenden geplant. Nidwalden AirPark «Die Entwicklung des Nidwalden AirParks ermöglicht uns, die Produktion aus der aktuellen Infrastruktur, die nicht mehr alle Bedürfnisse zu befriedigen vermag, in neue Produktionsgebäude zu verlagern. Damit können wir die Arbeitsplätze in Ennetbürgen erhalten, » erklärt Max Bucher, Verwaltungsratspräsident und CEO der Aerolite Max Bucher AG. Die Planungsarbeiten sind fortgeschritten und lassen sich im Rahmen der geltenden Bau- und Zonenordnung auf dem Nidwalden AirPark umsetzen. Am Flugplatz Buochs ist im Laufe der nächsten Jahre ein themenorientierter Industriepark für die Luftfahrtindustrie und deren Zulieferer geplant. Die dafür gegründete Nidwalden Air-Park AG (NAPAG) hat im April 2011 zusammen mit Vertretern des Kantons Nidwalden die Masterplanung vorgestellt. Ziel ist die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Nidwalden mit der bestmöglichen Nutzung des Areals für gleichgesinnte Firmen. Der Fokus liegt dabei auf der Luftfahrtindustrie und deren Zulieferer für den Unterhalt und die Entwicklung von Fluggeräten.

Seite 7


Weiterer Grossauftrag für Pilatus

Pilatus Flugzeugwerke AG Qatar entscheidet sich für PC-21-Trainingssystem

Nach einer anspruchsvollen Evaluation hat Qatar Emiri Air Force (QEAF) kürzlich den Vertrag für ein komplettes PC-21-Trainingssystem unterzeichnet. Der PC-21 wurde als das beste, leistungsfähigste und kosteneffizienteste Trainingsflugzeug beurteilt, welches derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident und CEO der Pilatus Flugzeugwerke AG ist über diesen neuen Auftrag erfreut: «Am 24. Mai dieses Jahres konnten wir 75 PC-7 MkII an Indien verkaufen. Einen Tag später haben wir mit Saudi-Arabien den grössten Auftrag in der Geschichte von Pilatus über den Kauf von 55 PC-21 unterzeichnet. Und jetzt ist noch Qatar gefolgt. Unser innovatives Trainingssystem hat nun definitiv den Durchbruch geschafft und sorgt weltweit für Aufsehen.»

Seite 7


Die Schweiz war in Farnborough gut vertreten

Farnborough 2012 Rückblick auf die Internationale Messe der Luft- und Raumfahrt

Neben 1500 weiteren Ausstellern präsentierten sich an der diesjährigen internationalen Luftfahrtmesse im britischen Farnborough fünf Schweizer Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie in einem Gemeinschaftsstand. Pessimismus war kaum zu spüren. Olivier W. Annaheim, Managing Director von «Suhner Abrasive Expert» in Brugg war durchaus zufrieden mit dem Verlauf der Messe. Für andere Aussteller, insbesondere im Rüstungssektor, dürfte die Bilanz weniger erfreulich gewesen sein: Die meisten Staaten stehen unter Spardruck. Grosse Geschäfte in dieser Kategorie sind momentan kaum zu machen.

Seite 8


Das Ergebnis einer langen Arbeit

Hauterive Rollout der Faux Dufaux 4

Mit der Präsentation des detailgetreuen Nachbaus der Dufaux 4 wurde am 30. Juni in den Räumlichkeiten des Innoparc Hauterive (NE) das Ergebnis eines langjährigen Projekts vorgestellt – im Jahr 2005 initiiert von Anibal Jaimes. Ihm war es im Rahmen der Vereinigung hepta.aero gelungen, zahlreiche Schulen und Forschungszentren in das Projekt einzubeziehen. Da es keine Originalpläne mehr gab, bot das «Reverse Engineering » rund 3000 Ingenieuren, Lehrlingen und Studenten aller Fachrichtungen Gelegenheit, die Ursprünge der Luftfahrttechnik neu zu entdecken. Beispiele sind die Fertigung der Kopie eines Gnôme- Umlaufmotors mit sieben Zylindern, die Erstellung von Plänen anhand des im Verkehrshaus ausgestellten Originals, die Diplomarbeit eines Studenten der «Haute Ecole d’Ingénierie et de Gestion du Canton de Vaud» (Heig-VD) oder auch die Bearbeitung des Motors von Polymechaniker-Lehrlingen in Lausanne. Rund 930 000 Arbeitsstunden wurden bis heute in dieses Projekt investiert.

Seite 8


Der Himmel voller Flugzeuge

Internationale Airshows Fairford, Duxford und Waddington

Das RIAT Air Tattoo gilt seit langem als «Mekka aller Freunde der Aviatik» und ist nach wie vor die grösste militärische Airshow der Welt. Auch in diesem Jahr pilgerten mehr als 130 000 Besucher an die Airshow in Fairford. Unter anderem wurde in diesem Rahmen das «Diamond Jubilee» von Queen Elizabeth gefeiert. 268 Flugzeuge aus 25 Ländern waren zugegen, darunter auch die sechs Tiger F-5 der Patrouille Suisse. Höhepunkt war der amerikanische Stealth- Bomber B-2.

Seite 9


«100 Jahre Alpenflug» steht bevor

IG Oskar Bider Hangar Ausblick auf ein Jubiläum

Erste Informationen über die im Jahr 2013 geplanten Aktivitäten zum 100-Jahr- Jubiläum der Alpenüberquerung des legendären Schweizer Piloten Oskar Bider erfolgten im Rahmen der 9. Generalversammlung der IG Oskar Bider Hangar. Ziel der 2003 gegründeten IG OBH ist die Versetzung und Erhaltung des seit dem Jahr 2000 unter dem Schutz der Eidgenossenschaft stehenden Bider-Hangars.

Seite 9


Eagle Helicopter AG – eine zehnjährige Erfolgsgeschichte

Zweisimmen Eagle Helicopter AG feiert Geburtstag und schliesst Geschäftsjahr erfolgreich ab

An der diesjährigen Generalversammlung der Eagle Helicopter AG blickte Gründer und CEO Stephan Speiser auf zehn bewegte und erfolgreiche Jahre der Firmengeschichte zurück. Aus einer kleinen Zwei-Mann-Firma entstand ein respektables Unternehmen, welches in der Region etliche Arbeitsplätze geschaffen hat.

Seite 10


«Am Himmel zeichnen»

Hamilton Kunstflugschulung in Fricktal-Schupfart mit Nicolas Ivanoff

Acht Schweizer Piloten haben auf Einladung von Hamilton während einer Woche einen Kunstflug- Schulungskurs mit Hamilton-Botschafter Nicolas Ivanoff besucht. Auf dem Flugplatz Fricktal-Schupfart stationiert, hat die exklusive Gruppe von einem der weltbesten Kunstflugpiloten Ratschläge aus erster Hand erhalten. Die Piloten, von denen einige für die Schweizer Meisterschaften trainierten, bezeichneten die Woche als intensiv, aber als die lehrreichsten Tage ihrer Fliegerkarriere. Einige wenige von ihnen wurden von Hamilton zudem zu einem halbtägigen Training eingeladen, bei dem sie Einblicke in die Welt eines führenden Kunstflugpiloten gewinnen konnten.

Seite 14


Gute Vorbereitung ist der halbe Start

Unfall eines Segelflugzeuges ASK 21 bei Startabbruch

Mangelnde mentale Vorbereitung auf einen möglichen Startabbruch, aber auch eine möglicherweise zu hohe Schlepplage des Segelflugzeuges haben gemäss Schlussbericht der Schweizerischen Untersuchungsstelle (SUST) zum nachfolgend geschilderten Unfall eines Segelflugzeuges beigetragen. Zudem wurde darauf verzichtet, Informationen bei der Besatzung eines bereits gestarteten Schleppzuges über den Startverlauf einzuholen; diese hatte einen Startabbruch ebenfalls in Erwägung gezogen.

Seite 16


Hella Herb: Klappe, die Neunte

Seit seiner Erstauflage im Jahr 2004 erfreut sich der «Hella- Herb-Boogie» in Beromünster bei Fallschirmspringern aus dem In- und Ausland grosser Beliebtheit. 144 Springer wollten sich den Anlass auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen – und stellten dabei gleich noch einen Rekord auf.

Um es vorwegzunehmen: Trotz Wild-West-Motto war das diesjährige Fallschirmspringer-Treffen «HellaHerb» ein aviatisch einwandfreier Anlass mit Fokus auf «Safety First». Während dreier Tage absolvierten 144 Springer insgesamt 1360 Absprünge. Die beiden Absetzflugzeuge PAC 750 XL und Cessna 208 Caravan waren unaufhörlich im Einsatz und flogen insgesamt 92 Rotationen. Dank exakter Planung und gegenseitiger Rücksichtnahme gab es dennoch genug Platz für alle. «Das Miteinander von Motorfliegern, Segelfliegern und Fallschirmspringern war problemlos zu bewältigen», resümierte Dany Henschen, OK-Chef des HellaHerb.

Seite 18


Zurück zu den Wurzeln

Buochs – Birrfeld – Buochs: Was sich anhört wie ein Leg in einem Flugplan, ist nichts anderes als die Entwicklungsgeschichte der Swiss AeroExpo. Mit der vierten Ausgabe der Messe für die Allgemeine Luftfahrt kehrt diese 2012 vom Flugplatz Birrfeld dorthin zurück, wo alles begann: auf den Flugplatz Buochs.

Die beiden letzten Jahre war der Flugplatz Birrfeld Schauplatz der Messe für die Allgemeine Luftfahrt «Swiss AeroExpo ». Nun kehrt die Veranstaltung dorthin zurück, wo sie ihren Anfang nahm: auf den Flugplatz Buochs. Vom Freitag, 28. September, bis Sonntag, 30. September erwartet die Besucher wiederum ein attraktives Rahmenprogramm. Der Bereich Fachveranstaltungen und Fachvorträge zu aktuellen aviatischen Themen wurde laut Veranstalter Ruedi Stählin weiter ausgebaut. Aber auch die Schweizer Luftwaffe wird das Publikum mit ihren Darbietungen in den Bann ziehen, während Skyguide das Homebriefing und den Weg zum Flugverkehrsleiter vorstellt.

Seite 22


Als die Junkers Ju 52 zum ersten Mal in der Schweiz landete

Bis vor wenigen Monaten schien es, als würde in diesem September das Ende des Flugbetriebes der unter-dessen weltberühmten Ju 52 in Dübendorf definitiv. Doch es sollte anders kommen. Die HB-HOT reiste über den Atlantik, und die «Wellblechtanten» werden weiter in Dübendorf in die Luft steigen – so wie sie das seit achtzig Jahren tun.

Seit achtzig Jahren? Ja, tatsächlich. Es war das Jahr 1932, an das sich ein gewisser Herr Polte erinnerte: «Die Erprobungsflüge mit der Ju 52 hatten sich bis zum Sommer hingezogen, sodass es allmählich Zeit wurde, das Flugzeug für den Wettbewerb fertig-zumachen. Da die Startleistung be sonders gewertet wurde, wollten die Motoren gegen neue ausgewechselt werden. Der Wettbewerb er-hielt für mich noch einen besonderen Reiz, als ich hörte, dass unsere Konkurrenzmaschine, die viermotorige Dornier, von dem berühmten Schweizer Piloten Walter Mittelholzer geflogen werden sollte. Mit-telholzer war Alpenspezialist, was ihm vor allen anderen einen Vor-sprung sichern sollte.»

Seite 24


Rückkehr einer Legende

Unter Anwesenheit prominenter Gäste ist der Nachbau des Flugboots Dornier Wal am 25. Juli im Dornier Museum Friedrichshafen feierlich enthüllt worden. Damit ist das Museum um eine weitere Attraktion reicher.

Der Dornier Wal steht für Pioniergeist. Zahlreiche Weltrekorde, vor allem aber Pionierleistungen kennzeichnen dieses von 1922 bis 1937 mit über 300 Exemplaren weltweit meistgebaute Flugboot. Seit Juli 2010 hatten Spezialisten der International Aviation Museum Foundation in Ungarn an dem originalgetreuen Replikat von Amundsens Flugboot Dornier Wal N 25 gearbeitet. Der technische Leiter Karl Bircsak und sein Team hatten das einzige erhaltene Original eines Dornier Wal, das im argentinischen Verkehrsmuseum in Luján bei Buenos Aires steht, vermessen. Fragmentarische Originalpläne wurden rekonstruiert, wobei der ehemalige Leiter der Flugzeug-Handbücher bei den Dornier-Werken, Oberingenieur Franz Selinger (Jahrgang 1915), mit Rat und Tat aktiv beteiligt war.

Seite 28


Seaplane-Reigen auf dem Brienzersee

Elf Wasserflugzeuge aus ganz Europa gaben sich vom 29. Juni bis 1. Juli auf dem Brienzersee ein Stelldichein. Der Anlass gilt nicht ohne Grund als Publikumsmagnet.

Die zehnte Auflage des Seaplane-Treffens in Bönigen wartete mit einer Rekordbeteiligung von Wasserflugzeugen aus ganz Europa auf. So starteten am Samstag bei schönstem Sommerwetter beinahe pausenlos verschiedene Flugzeuge auf dem türkisblauen See zu Rundflügen in die Berner Alpen. Augenscheinlich war dabei die grosse Typenvielfalt; von Beaver, Twin Bee, Sea Bee, Maule, Scout und Cessna bis hin zum UL-Flugzeug Savannah war die ganze Bandbreite vertreten. Zu den besonderen Überraschungen zählte die Teilnahme der deutschen Super Cub D–ERNC. Die Maschine in US-Navy-Farben kam auf dem See besonders gut zur Geltung. Auch Neil Gregory aus Schottland war mit seiner Husky wieder einmal zu Gast im Berner Oberland. Das Treffen am Brienzersee wird auch bei den Zuschauern stetig beliebter, können doch die interessanten Wasserstarts und -landungen aus nächster Nähe mitverfolgt werden. Dazwischen begeisterten die Modellflieger mit ihren attraktiven Modellen das Publikum.

Seie 30


Gross und Klein am Zigermeet

Ein bunter Mix aus manntragenden Maschinen und Modellflugzeugen begeisterte am diesjährigen Zigermeet zahlreiche Besucher. Die Maschinen sorgten für atemberaubende Momente am Himmel und luden gleichzeitig zu einer Reise in vergangene Zeiten ein.

Eindrücklich war das Feld der Oldtimer- Modell-Flugzeuge am Wochenende vom 23./24. Juni auf dem Flugplatz Mollis. Auch aus dem Ausland waren die Piloten mit ihren Maschinen angereist, um dem interessierten Publikum die Faszination des Modellbaus und des Modellfliegens vorzuführen. Mit Spannweiten von bis zu drei Metern, einem Gewicht von maximal 30 Kilos, mit ihren surrenden Motoren und zischenden Turbinen waren sie am Wiggis schwerlich von den fliegenden Originalen zu unterscheiden. Dazwischen schnurrten die Glarner Ecolight-Flugzeuge durchs Tal der Linth, begleitet von den Oldtimer-Flugzeugen aus dem Fliegermuseum Altenrhein. Deren Piloten dankten ihren Helferinnen und Helfern für die ehrenamtliche Arbeit, welche für den Erhalt und die Zukunft der Vereine enorm wichtig ist, mit Mitfluggelegenheiten. Organisator dieses faszinierenden Anlasses war einmal mehr der Hunterverein Mollis.

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Gordon Bennett: Countdown läuft

Vom 31. August bis 8. September steht das Toggenburger Dorf Ebnat-Kappel im Zeichen der Luftfahrt im Allgemeinen und des Ballonsports im Speziellen. Rund um den Start zum Gordon Bennett Race am Abend des 1. Septembers erwartet die Besucher auf dem Festareal eine Vielzahl an Attraktionen.

Der Gordon-Bennett-Cup ist die älteste internationale Ballonsportveranstaltung für Gasballone – und eine ultimative Herausforderung für Ballonfahrer und deren Ausrüstung, gilt er doch als härteste Gasballonwettfahrt der Welt. Es siegt das Team, das bei seiner Landung die grösste Entfernung zum Startpunkt erreicht hat. Das Heimatland der Gewinner ist jeweils der Austragungsort des übernächsten Rennens. Mit dem Sieg des Schweizer Teams Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger vor zwei Jahren wurde daher der Grundstein für die Durchführung des Rennens 2012 in der Schweiz gelegt. Für die 56. Auflage des Gordon Bennett Race haben sich 18 Teams aus neun Nationen angemeldet, darunter drei aus der Schweiz. Als «SUI1» wird das vormalige Siegerteam Frieden/Witprächtiger an den Start gehen.

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