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Ausgabe 10 /2012

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I43 Jahre sind es her, seit der Astronaut Neil Alden Armstrong mit seinem linken Fuss die Welt verändert hat. Über Nacht avancierte er zur «kosmischen Ikone», wurde auf eine Stufe gehievt mit Kolumbus und Kopernikus und zur Gallionsfigur der Nasa erkoren; «der grösste amerikanische Held aller Zeiten», wie Präsident Obama in seinem Tribut nach dem Superlativ klaubte. Einer, der sich mit Mondsand an den Schuhsolen Unsterblichkeit sicherte und doch auf keinen Fall ein Held sein wollte, hat sich am 25. August still und leise von dieser Welt verabschiedet (Seite 5). Viele Worte verlor «Moonwalker» Armstrong nach seiner Rückkehr auf die Erde nicht mehr. Interviews waren selten. Er lebte zurückgezogen, widmete sich der Erforschung des Kosmos .
«Ich bin und werde für immer ein weisser Socken tragender, auf seine Tasche aufpassender, streberhafter Ingenieur bleiben», erklärte er einmal. Später kaufte sich der Mann, der trotz seiner galaktischen Erfahrung nie die Bodenhaftung verloren hat, eine Milchviehfarm und wurde auch noch Bauer. Heutzutage, wo jede McDonalds-Filiale via GPS angepeilt werden kann und das Navigationsgerät auf Bergwanderungen neben Cervelat und Taschenmesser im Rucksack spazieren geführt wird, ist die gewaltige Leistung, welche damals mit der Apollo 11 – einem Fluggerät mit der Technik eines modernen Handys – erbracht wurde, nur schwer vorstellbar. Neil Armstrong galt als einer der besten Piloten in der Geschichte der Luftfahrt. Korea-Krieg, Testflüge und Weltraumabenteuer überstand er unverletzt, und selbst eine Bruchlandung mit einem Testgerät überlebte er. Seine Geistesgegenwart und seine fliegerischen Fähigkeiten waren legendär. Wo seine Pilotenlaufbahn ihren Anfang nahm? Beim Bau von Modellflugzeugen und einer Privatpilotenlizenz im Alter von 17 Jahren. Viel hat sich verändert seit dem 21. Juli 1969. Doch eines ist gleich geblieben: Noch heute beginnt jede Pilotenkarriere auf einem Leichtflugzeug, meistens auf einem Regionalflugplatz oder einem Flugfeld; so auch in Kägiswil, wo seit 60 Jahren mehrere hundert Piloten das Fliegen erlernt haben. Viele schafften sich hier das berufliche Fundament und stehen heute als Jet- und Militärpiloten im Dienste der Öffentlichkeit. Doch ausgerechnet Obwaldens Regierung will dem Flugfeld nun das Licht auspusten (Seite 35). Dabei sind in der Region mehr als 2000 Arbeitsplätze mit der Fliegerei verbunden. Eigentor oder Berechnung? Die Argumente der Regierung für den Kauf des Geländes erscheinen diffus und lassen viel Spielraum für Spekulationen. «Grosse Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen» – und damit auch eine Piste. Wie auch immer Obwaldens Zukunftspläne aussehen: dieser Hinweis von Neil Armstrong spielt darin mit Vorteil eine entscheidende Rolle.

Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue


«Überregulierung von vornherein vermeiden»

ECAC-Direktorenkonferenz Referat von BAZL-Direktor Peter Müller

Schweizer Luftfahrt – z.B. mit der Wartungsbranche oder der Allgemeinen Luftfahrt – haben viele von ihnen ihre Bedenken in Bezug auf die grosse Menge an Verordnungen wiederholt, die sie einzuhalten hätten. Ihre Bedenken richten sich oft auf die Umsetzung von Regeln, die im Rahmen der Verordnung Nr. 216/2008 zur Festlegung gemeinsamer Vorschriften für die Zivilluftfahrt, auch bekannt als EASA-Grundverordnung, verabschiedet wurden.

Seite 4


Apron Controller – alles im Griff

Arbeiten im Tower Voraussetzungen und Ausbildung

Er gehört zu den schönsten Arbeitsplätzen am Flughafen Zürich – und zu den anspruchsvollsten: der Tower. Wer hier arbeitet, trägt viel Verantwortung, sieht sich mit vielschichtigen Aufgaben konfrontiert und bringt ein gehöriges Mass an Disziplin, Zuverlässigkeit und Flexibilität mit. Die Mitarbeitenden von Apron Control sind zuständig für einen sicheren und effizienten Flugbetrieb im Bereich der Rollwege, Vorfelder und Standplätze. Sie führen und überwachen nicht nur die rollenden Flugzeuge, sondern lotsen auch den Fahrzeugund Schleppverkehr sicher ans Ziel. Sie sind die «Schutzengel» im Tower des Flughafens Zürich.

Seite 5


Schweizer Modellflugsportler an der Weltspitze

Modellflugsport Ein Weltmeister, ein Europameister und ein Vize-Europameister

Dass Modellflug auch als Sport auf internationalem Niveau betrieben wird, wissen nur wenige. Piloten der Schweizer Nationalmannschaften fliegen in diversen Modellflugsport-Kategorien an der Weltspitze mit. Die erfreuliche Bilanz der aktuellen Saison: ein Welt- und Europameistertitel sowie ein Junioren-Vize-Europameister. WM in Spanien – Gold für die Schweiz Anfang August fanden in Spanien die Weltmeisterschaften der vorbildgetreuen, ferngesteuerten Modellflugzeuge nach den Regeln der FAI (Fédération Aéronautique Internationale) statt. Die Modelle wurden von einer Fachjury vorab am Boden mittels einer Foto- und Baudokumentation auf ihre Detailgenauigkeit gegenüber dem Original bewertet und anschliessend durch anspruchsvolle Flugmanöver gesteuert und die Präzision der Flüge bewertet. Der Berner Modellflugpilot Andreas Lüthi, mehrfacher Welt- und Europameister, brachte in dieser Disziplin mit seiner Bücker Jungmeister den WM-Titel 2012 in die Schweiz.

Seite 8


Im Weidenkorb über Flims Laax Falera

Flims 39. Internationale Heissluftballonwoche vom 29. September bis 7. Oktober

14 Heissluftballonteams machen es möglich: An der diesjährigen Internationalen Alpinen Heissluftballonwoche Flims kann die Surselva aus der Vogelperspektive betrachtet werden. Bei guter Witterung wird täglich am Morgen zu Fahrten in benachbarte Täler gestartet und am Nachmittag steigen die Ballone zu lokalen Fahrten über Flims auf.

Seite 9


Spannender Wettkampf im Wettermix

Fallschirmsport Schweizer Meisterschaft Formation und Freefly in Grenchen

Nach einer hochsommerlichen Hitzeperiode war für das Wochenende vom 25. und 26. August 2012 ein Wetterwechsel mit Kaltfronten angesagt. Schlechte Voraussetzungen für die Fallschirm-Schweizer Meisterschaft in Formation und Freefly auf dem Regionalflughafen Grenchen. Doch es kam anders: Die Regenphasen konzentrierten sich auf die Nacht. Wettkampfleiter René van den Berg zeigte sich zufrieden: «Wir konnten das Maximum aus der Wettersituation herausholen», erklärte er nach dem Wettkampf. Der gastgebende Verein, Skydive Grenchen unter OK-Präsident Beat Klingelfuss, war für einen reibungslosen Ablauf besorgt.

Seite 10


Bruno Müller bleibt auch 2012 Schweizermeister

SAA Schweizer Meisterschaft im Kunstflug 2012

Regen, Gewitter, Alpenübergänge in den Wolken – so lautete die Flugwetterprognose für das Wochenende vor der Schweizer Meisterschaft im Kunstflug in Lodrino. Die zentrale Frage war: Schaffen es alle Piloten mit ihren Flugzeugen rechtzeitig zum Wettbewerb ins Tessin? Einige nutzten die schönen Tage vor dem Wochenende für den Flug nach Süden, andere schlüpften am Sonntag und Montagvormittag durch die offenen «Wetterfenster» über die Alpen. Nach dem Eintreffen der Piloten, Judges, Assistenten und Helfer am Montagmorgen ging es Schlag auf Schlag: Registrierung, Bezug der Positionen der Judges, Auftanken und Bereitstellen der Flugzeuge. Doch schon gegen Mittag verdunkelte sich der Himmel, im Norden und Süden grollte der Donner, und graue Regenwände zogen auf. Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen gingen nieder und Kaskaden von Wasser stürzten über die steilen Hänge zu Tal – definitiv kein Flugwetter. Damit war auch das Wochenprogramm bereits vor dem Beginn der Wettbewerbsflüge Makulatur.

Seite 11


Fünf neue Flugzeuge und ein Diplom

Doppelten Grund zur Freude bei Swiss Aviation Training (SAT): Fünf neue Diamond Aircraft DA40 NG bewähren sich im Schuleinsatz. Gleichzeitig feierte SAT mit der ersten Diplomübergabe des Titels «Eidg. Dipl. Pilot HF» die Anerkennung als Höhere Fachschule.

Die Freude ist Peter Fasler anzusehen. Der Head of Training von Swiss Aviation Training (SAT) ist begeistert über die neue VFR-Schulungsflotte. «Wir können bereits rund 1000 Flugstunden mit den DA40 NG verzeichnen. Die Erfahrungen, die wir in den letzten Wochen machen durften, sind sehr gut. Abgesehen von einigen ‹Kinderkrankheiten› bewähren sich die Flugzeuge bestens im Schuleinsatz.» Noch zu Beginn des Jahres 2010 wagte Fasler kaum von einer neuen Flotte für die VFR-Ausbildung zu träumen. Bis zu diesem Frühjahr absolvierten die angehenden Verkehrspilotinnen und -piloten ihre Grundausbildung auf eingemieteten Piper PA28 Archer.

Seite 14


Fliegen lernen wie ein Vogel

Wingsuits erfreuen sich bei Fallschirmspringern zunehmender Beliebtheit. Doch das Fliegen mit den Flügelanzügen will gelernt sein. In diesem Jahr haben bereits zwei Workshops für Wingsuit-Piloten stattgefunden. Wichtige Aspekte dieser Kurse: exaktes Fliegen in Formation und das Thema Sicherheit.

Das Bedürfnis vieler Wingsuit-Piloten, ihre Flügelanzüge optimaler zu nützen und in grösseren Formationen zu springen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Die neuen Wingsuit-Modelle werden immer leistungsfähiger und machen das Fliegen in Formation interessant. Doch die Anzüge erfordern auch eine korrekte Einführung und stetige Weiterbildung, damit die Sicherheit gewährleistet ist.

Seite 16


Höher. Kälter. Weiter.

Die Fahrt in einem Heissluftballon assoziiert man hierzulande meist mit einem lauen Sommerabend, mit dem Gleitflug mal über Kornfelder, mal über von Menschen belebte Gebiete. Fotograf Oliver Franke suchte das andere Extrem und begleitete ein Team erfahrener Ballonpiloten bei ihrer Fahrt über den Nordwesten Kanadas an der Grenze zu Alaska – bei eisigen 30 Grad minus, über Schneefelder und eine Natur, in welcher der Mensch eher ein Fremdkörper ist. Entstanden sind faszinierende Bilder, die Beleg sind für Grenzen: physische, psychische und physikalische.

Der Klang des Wortes «Yukon» lässt von sich aus schon auf ein gewisses Mass an Abenteuer schliessen. Machten sich früher Menschen auf in dieses unwegsame Gebiet, die auf Reichtum durch das Gold im Yukon River hofften, so sind es heute vor allem mutige Welterkunder oder Extremsportler verschiedenster Couleur, die sich bewusst hierhin «verirren». Nicht nur zu Zeiten des Goldrausches war ein Vorankommen in diesem Teil der Erde schwierig; bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Eine Fortbewegung im Ballon, über Wälder, Berge und Seen scheint im Vergleich geradezu leicht. Doch der Eindruck täuscht.

Seite 18


Die USA-Reise einer 73 Jahre alten Dame

Die Ju-Air nahm für das Jubiläumsjahr 2012 eine besondere Herausforderung an: Eine Ju 52 sollte im Auftrag des Kofferherstellers Rimowa an die Westküste der USA fliegen, eine Tournee durch das grosse Land absolvieren, über Städten wie Los Angeles, Denver und New York kreisen, das grösste Stelldichein der Fliegergemeinde in Oshkosh besuchen und schliesslich wieder in Dübendorf landen. Es wurde ein Triumph-Flug.

«Diese Reise war das grösste Geschenk zum 30. Geburtstag der Ju-Air», hält CEO Kurt Waldmeier fest. «Möglich wurde das Projekt durch den Geist, der die Ju-Air seit dreissig Jahren prägt und erfolgreich macht, und dank einem Team, das zusammenhält.» Und auch einen gewissen Stolz kann Waldmeier nicht verhehlen: «Die Ju 52 der Lufthansa war ebenfalls in den USA – aber die Maschine wurde zerlegt und in Amerika wieder montiert. Wir hingegen sind über den Atlantik geflogen.»

Seite 23


Wie die drei Junkers Ju 52 zur Schweizer Fliegertruppe kamen

Die Ju 52 als Verkehrsflugzeug der Lufthansa und anderer Fluggesellschaften war in den Vorkriegsjahren in Dübendorf häufig zu sehen. Die Schweiz beschaffte drei «Wellblechtanten» als militärische Schulflugzeuge, die rund einen Monat nach Beginn des Zweiten Weltkrieges übernommen wurden. Von der Evaluation bis zur Ablieferung vergingen nur knapp sieben Monate.

Nach dem ersten Gastspiel der Junkers Ju 52 am Flugmeeting 1932 ging es nicht mehr lange, bis das dreimotorige Verkehrsflugzeug auf dem zivilen Teil des Dübendorfer Flugplatzes regelmässig auftauchte. Nicht nur die Lufthansa, auch andere Fluggesellschaften flogen mit dem wirtschaftlichen Flugzeug nach Zürich. Gleichzeitig entwickelten sich der Funkverkehr und der Blindflug rasant. Die Lufthansa führte mit ihren Ju 52 Blindflug- und Navigatorenkurse durch. Auf der andern Seite des Flugplatzes, wo die Fliegertruppen ihr Hauptquartier hatten, war Ende der 1930er Jahre ein grosser Wandel im Gange. Moderne Flugzeuge wie die Messerschmitt Me 108 und Me 109 hielten Einzug. Die Piloten der Swissair (gleichzeitig waren sie auch Militärpiloten) waren in der Funknavigation den militärischen Besatzungsmitgliedern voraus. Sie führten für diese deshalb Instruktionskurse durch, unter anderem mit einer DC-2. Aufgrund dieser Sachlage entschloss sich die Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr, ein geeignetes Schulflugzeug zu beschaffen. Die Wahl fiel auf die Ju 52.

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Staatsvertrag – Fragen und Antworten

Kaum ein anderes Thema hat die Gemüter am und um den Flughafen Zürich in den letzten Jahren so stark beschäftigt wie der Fluglärmstreit mit Deutschland. Am 2. Juli 2012 wurde der Staatsvertrag nach zähen Verhandlungen und unter Eingeständnissen beider Seiten abgeschlossen. Worum geht es? Wie geht es nun weiter? Eine Übersicht.

Der Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft regelt die Abwicklung des grenzüberschreitenden An- und Abflugverkehrs des Flughafens Zürich im deutschen Hoheitsbereich. Es geht also darum, wie der südbadische Luftraum für Anflüge auf den grössten Schweizer Flughafen und Abflüge ab einer bestimmten Höhe genutzt werden darf. Der Staatsvertrag wurde am 2. Juli 2012 abgeschlossen und soll nun von den Parlamenten beider Länder genehmigt und durch die Bundespräsidenten ratifiziert, also unterschrieben werden. Dies vorausgesetzt, tritt er ab 1. Januar 2020 in Kraft und bleibt mindestens bis ins Jahr 2030 gültig.

Seite 28


Ein Flugzeug der Herzen

Mit einem rauschenden Fest hat der Hunterverein Interlaken (Huver) am 11. und 12. August seinen 20. Geburtstag zelebriert. Mit von der Partie waren rund 12 000 Flug- beziehungsweise Hunterbegeisterte. Mit seinem Engagement für den Hunter hat sich der Verein weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht.

Interlaken ist in besonderer Weise mit dem Hunter verbunden: Während 36 Jahren war hier die Hunter-Fachstelle der Luftwaffe angesiedelt. Als 1994 die Ära der Hawker Hunter- Kampfflugzeuge nach 36 Einsatzjahren zu Ende ging, war das Schicksal der Flugzeuge eigentlich schon besiegelt. Eine Hand voll Fans sorgte jedoch dafür, dass der letzte Einsitzer, der J-4152 «Robin Hood» für das Fliegermuseeum Dübendorf vor der Schrottpresse gerettet werden konnte. Etwas später erweckte der J-4018 das Interesse der inzwischen gegründeten «IG Hunterclub J-4152». Die Entscheidung fiel schliesslich zu Gunsten einer anderen Maschine – des J-4007 – aus. Am 8. Mai 1992 folgte die Gründung des Huntervereins Interlaken ( Huver). Heute zählt der Verein rund 380 Mitglieder. Ein «harter Kern» ist dafür besorgt, den J-4007 – theoretisch noch flugfähig – in einem einwandfreien Zustand zu halten. Zudem wird ein umfangreiches Ersatzteillager unterhalten, das bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Anfragen nach den inzwischen rar gewordenen Ersatzteilen kommen unter anderem aus England, den Vereinigten Staaten, Japan, Schweden oder Belgien.

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Fenster in die Vergangenheit

Nicht nur auf dem Flugplatz Interlaken wurde gefeiert, auch in St. Stephan gab es gute Gründe für eine Jubiläumsfeier. Das Hunterfest 2012 stand im Zeichen der ersten Landung in St. Stephan vor 70 Jahren. Mehrere tausend Besucher liessen sich auf eine faszinierende Zeitreise zurück in die Vergangenheit entführen.

Vor 70 Jahren, am 8. Juli 1942, landete erstmals eine C36- Maschine auf dem neu erstellten (Gras-)Flugplatz St. Stephan. Der Hunterverein Obersimmental erklärte dieses Jubiläum zum Motto des diesjährigen Hunterfestes. Natürlich standen die Flugzeuge im Mittelpunkt des Anlasses, der entgegen der Wetterprognose bei besten Verhältnissen durchgeführt werden konnte. Das Interesse der geschätzten 5000 Besucher galt insbesondere dem vereinseigenen Papyrus-Hunter, der seit diesem Jahr wieder flugtüchtig ist. Daneben waren wie gewohnt weitere Hunter für Displays und Passagierflüge im Obersimmental zu Besuch, umgeben von zwei Dutzend weiterer Maschinen. Als fliegerische Highlights galten die Douglas DC-3 im nostalgischen Swissair-Look und die silbergraue C3605.

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Das war herzöffnende Aviatik

Insgesamt rund 100 000 Besucher feierten auf dem Flugplatz Birrfeld dessen 75. Geburtstag. Sie erlebten bei idealen Wetterbedingungen ein grandioses Fliegerfest und eine Airshow mit zahlreichen Höhepunkten.

Die Kaltfront verhiess garstiges Wetter für den Samstag. Doch sie zeigte ein Herz für die Birrfelder Aviatiker und überquerte die Schweiz in der Nacht zuvor in Windeseile. Und als am Morgen des 25. August erste Sonnenstrahlen den Flugplatz erwärmten, war klar: Die Airshow zum Anlass des 75. Geburtstags liess das volle Programm zu. Mehr als 80 000 Zuschauer pilgerten alleine am Samstag auf den Flugplatz Birrfeld – und waren vom Gebotenen an der grössten Airshow der Schweiz dieses Jahres und bei idealen meteorologischen Rahmenbedingungen begeistert.

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