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Ausgabe 3 /2013

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Alt-Bundesrat Adolf Ogi soll seinem damaligen Nachfolger, Samuel Schmid, einmal gesagt haben, dass er zwei Dinge in der Armee niemals tun dürfe: «Die Patrouille Suisse oder die Patrouille des Glaciers abschaffen.» Dasselbe habe er auch einmal Verteidigungsminister Ueli Maurer empfohlen, wird er in der BaZ zitiert. Ratschläge haben – es liegt in der Natur der Sache – selten imperativen Charakter. Man kann sie beherzigen oder ignorieren. Die Frage, ob es an Sensibilität mangelte und brüchige Empathie gegenu?ber den Untergebenen signalisierte, oder doch eher strategisch geradezu brilliantes Kalkül war, welches Bundespräsident Ueli Maurer unlängst zur geäusserten Absicht verleitete, die Patrouille Suisse vom Himmel holen zu wollen, mutierte rasch zum Epizentrum der Spekulationen. Der Volksnerv war empfindlich getroffen. Man sah die emotionalen Wogen förmlich mit der Breitseite an Maurers Amtsstube klatschen. Die Wand begann darob rasch zu bröckeln. Nur Tage später schien der Fortbestand der PS gesichert. Wohl farblich etwas unaufgeregter; aber immerhin. Dabei drängte sich noch eine ganz andere Frage auf: Die ungewisse Zukunft der Patrouille Suisse war nicht erst seit Mitte Februar ein Thema. Der ehemalige Luftwaffenkommandant Markus Gygax, aber auch Nationalrat Rudolf Joder und AeCS-Präsident und Nationalrat Thomas Hurter setzten sich schon im vergangenen Jahr für den Erhalt der Kunstflugstaffel ein. Die NZZ publizierte im Dezember einen Artikel unter dem Titel «Rettungsplan für die Patrouille Suisse». Der Sturm der Entrüstung blieb aus – und entbrannte erst, als Ueli Maurer «en passant» das Ende der Staffel wie selbstverständlich proklamierte, diese reichlich unverkrampft mit der Folklore homogenisierte und damit beide verunglimpfte. Mit kommunikativen Fertigkeiten vermochte Maurer eher nicht zu punkten; ganz im Gegensatz zu Breitling, die mit dem Angebot, der Schweiz die Flieger des hauseigenen Jet-Teams zu schenken, Anschauungsunterricht in Sachen PR von erster Güte lieferte. «Nur wenn Sie selbst Klasse besitzen, kann auch Ihre Öffentlichkeitsarbeit erstklassig sein», stellte einst der britische Historiker und Publizist Cyril Northcote Parkinson fest. Ein Schweizer Nationalrat formulierte es auf seine Weise: «Maurer soll in seinem Departement aus Spargründen lieber 50 Kommunikationsstellen abschaffen als die Patrouille Suisse.»

Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue


Der Bund hält am Flugplatz Dübendorf fest

Dübendorf Betreiber für einen Zeitraum von 20 Jahren gesucht

Der Bundesrat hält aus grundsätzlichen Überlegungen vorderhand an einer fliegerischen Nutzung der Piste des Militärflugplatzes Dübendorf fest, wie er am 28. Februar in einer entsprechenden Meldung mitteilte. Er will nun abklären, ob sich ein Betreiber des Flugplatzes für einen Zeitraum von 20 Jahren finden lässt. Er hat deshalb das UVEK beauftragt, ein öffentliches Einladungsverfahren durchzuführen und ihm bis Mitte 2014 Bericht über die Ergebnisse zu erstatten. Der Bundesrat geht dabei von einem zivilen Flugfeld für die Geschäftsfliegerei, Leichtaviatik und Werkfliegerei ohne Linien- oder regelmässigen Charterverkehr aus, das auch militärisch mitbenützt werden kann. Er hat das UVEK beauftragt, bei der Vorbereitung des Verfahrens auch die Zürcher Behörden mit einzubeziehen.

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VFR-Flüge: von Zürich nach Dübendorf?

Flughafen Zürich Bericht zur Sicherheitsüberprüfung liegt vor – mit Folgen für die GA?

Nach dem schweren Vorfall vom 15. März 2011 zwischen zwei startenden Verkehrsflugzeugen hat die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle SUST eine umfassende Analyse der Betriebsverfahren für den Flughafen Zürich empfohlen, um die komplexen Betriebsabläufe zu vereinfachen und systemische Risiken zu verringern. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat als Reaktion auf den Vorfall erste Sofortmassnahmen veranlasst. So werden nunmehr die meisten Navigationsmessflüge in der Nacht durchgeführt. Zudem wird während Spitzenzeiten ein zusätzlicher Flugverkehrslotse eingesetzt und das technische Kontrollsystem wurde aufgerüstet. Der Flughafen Zürich hat zudem im Auftrag des BAZL in der Folge gemeinsam mit Skyguide, Swiss und der Luftwaffe eine eingehende Untersuchung der Sicherheitssituation auf dem Flughafen Zürich vorgenommen. Diese Sicherheitsüberprüfung liegt nun vor.

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2013 ist ein Oskar-Bider-Jahr

Vor 100 Jahren Erste Alpenüberquerung durch Schweizer Flugpionier

Vor hundert Jahren – am 13. Juli 1913 – startete der Schweizer Flugpionier Oskar Bider vom damaligen Flugplatz Bern-Beundenfeld zur ersten vollständigen Alpenüberquerung. Bider wurde weltberühmt und ein Wegbereiter der Schweizer Luftfahrt. National finden zum Gedenken an Oskar Bider vier Anlässe statt: - 22./23. Juni 2013: Volksfest in Biders Geburtsort Langenbruck BL. - 17. Mai bis 21. Juli 2013: Ausstellung im Museum im Bellpark Kriens. - 27. Juni bis 28. Juli 2013: Sonderausstellung im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern, unter anderem mit einer von Bider geflogenen Blériot XI-b. - 13. Juli 2013: Jubiläumsanlass auf dem Berner Bundesplatz. Unter anderem Präsentation eines flugfähigen Blériot-XI-Nachbaus, Begrüssung durch den Schweizer Astronauten Claude Nicollier, Wiederholung des Jubiläumsflugs mit Oldtimer auf das Jungfraujoch, Kranzniederlegung am Bider-Denkmal auf der Kleinen Schanze Bern. Ferner findet ein Aktionstag des Verkehrshauses in Zusammenarbeit mit dem Museum im Bellpark Kriens mit einem Bider-Shuttle (Oldtimer- Bus) zwischen den beiden Museen statt.

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Ein klares Bekenntnis zum Flugplatz Kägiswil

Risiken erkennen, managen und minimieren

Das Obwaldner Stimmvolk steht hinter dem Flugplatz Kägiswil. Mit einem deutlichen Nein (62,4 Prozent der Stimmen) hat es am 3. März den Kantonsratsbeschluss über den Kredit von 1,8 Millionen Franken für den Kauf und Rückbau des Areals abgelehnt. Dieses für die Schweizer Luftfahrt erfreuliche Resultat ist nicht zuletzt das Ergebnis eines intensiv geführten Abstimmungskampfes der Flugplatzverantwortlichen, welcher eine erfreuliche Welle der Solidarität mit dem Flugplatz Kägiswil auslöste. Auch der Aero-Club der Schweiz (AeCS) hatte sich im Vorfeld für die Erhaltung des Flugplatzes engagiert und die Betreiber bei der Lancierung einer Peti tion und mit einem finanziellen Beitrag unterstützt. Die knapp 70 000 Quadratmeter Land bleiben nun im Besitz der Armee.

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Erprobung eines neuen Überwachungssatelliten

Murcia (E) Neues Zukunftsprojekt des DLR nimmt Gestalt an

Unbemannte, neuartige Luftfahrzeuge sollen in nächster Zukunft Überwachungsaufgaben an Europas Küsten übernehmen. Derzeit wird der erste, unbemannte, aus der Ferne gesteuerte Erprobungsflug um die südspanische Stadt Murcia im Juni 2013 vorbereitet. Das Projekt läuft unter dem Codewort Desire (Demonstration of Satellites Enabling the Insertion of Remotely Piloted Aircraft Systems in Europe). Die Federführung liegt bei der Europäischen Weltraumbehörde ESA, deren Co-Präsidium die Schweiz innehat. Technisch überprüft und praktisch durchgeführt werden sollen EU-weit Testflüge mit unbemannten Luftfahrzeugen, die über Satelliten in der Nähe von Küsten sowie über Meeren gesteuert werden.

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Bei Nacht vom Nebel überrascht

Es war kurz nach 19 Uhr, als ein Fluglehrer und sein Flugschüler am 19. November 2009 mit einem Helikopter des Typs Schweizer 269C ab dem Flughafen Bern- Belp starteten. Geplant war ein Ausbildungsflug nach Sichtflugregeln bei Nacht (Night VFR). Der Flug sollte dem Aufbau der für den ATPL-Ausweis erforderlichen Nachtflugverfahren beider Piloten dienen. Der in dieser Form durchgeführte Flug ermöglichte es sowohl dem Fluglehrer als auch seinem Schüler (ebenfalls im Besitz einer Fluglehrerlizenz), die Flugzeit in ihren persönlichen Flugbüchern als Nachtflugtraining einzutragen. Der Flug endete um etwa 19.55 Uhr mit einem Kontrollverlust und der anschliessenden Kollision im Gelände. Der Helikopter wurde beschädigt, verletzt wurde niemand.

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Aviatische Farbtupfer vor weisser Kulisse

Exklusive Impressionen von drei Anlässen Derweil die Landschaft unter einer weissen Pulverdecke ruhte, war zu Beginn des Jahres einiges in Bewegung am Schweizer Winterhimmel. Während des World Economic Forum (WEF) in Davos, dem 83. Internationalen Lauberhornrennen (Bild auf dieser Doppelseite) oder dem 35. Ballonfestival im Pays-d’Enhaut zauberten Fluggeräte aller Art Kunststücke in die eiskalte und glasklare Luft. Geniessen Sie auf den folgenden Seiten ausgewählte und exklusive Impressionen der drei erwähnten Anlässe.

Seite 19


Über sechs Millionen Kilometer im Flugzeug unterwegs

1934 entwickelte ein Team unter der Leitung von Willy Messerschmitt in Augsburg mit der Me 108 ein völlig neues Reiseflugzeug. Es wartete mit damals revolutionären Neuerungen auf: freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise, Rumpf in Halbschalen mit selbsttragender Aussenhaut und Einziehfahrwerk. Die Schweiz gehörte zu den ersten Kunden der neuen Maschine.

Seite 22


1988 – ein ereignisreiches Fliegerjahr

Zu Beginn des Jahres 1988 ahnte kaum jemand, dass es das letzte Jahr einer fein säuberlich in Ost und West getrennte Welt sein würde. Hunter-Jubiläum und Kampfflugzeugbeschaffung waren militärische Themen, die Swissair verabschiedete ihr Basisflugzeug und zwei Unfälle hatten weitreichende Konsequenzen für die Aviatikwelt, auch in der Schweiz.

Seite 24


Das «Universum» der General Aviation

An der 21. Aero in Friedrichshafen, die vom 24. bis 27. April stattfindet, wird dem Publikum das gesamte Spektrum der Allgemeinen Luftfahrt präsentiert. Sonderbereiche, Themenschwerpunkte, ein umfangreiches Konferenzprogramm und eine Jobbörse für Luftfahrtberufe bilden besondere Anziehungspunkte.


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«Die Patrouille Suisse ist eine Botschafterin der Schweiz»

Damit hat Verteidigungsminister Ueli Maurer offenbar nicht gerechnet: Seine Aussage, dass die Patrouille Suisse ab 2016 von der Bildfläche verschwinde, provozierte eine Eruption der Gemüter. Das Ansinnen hat den Volksnerv zwischen Genfer- und Bodensee empfindlich getroffen. Zwischenzeitlich hat die Diskussion eine Kehrtwende genommen; die im In- und Ausland beliebte Kunstflugstaffel soll es auch weiterhin geben. Wie und in welcher Form ist allerdings weiterhin offen. Was verschiedene Persönlichkeiten dazu sagen, lesen Sie im nachstehenden Beitrag.

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