Ausgabe 2/2018

«In dem Moment, in dem ein Mensch ein Smartphone oder Tablet in die Hand nimmt, schaltet sein Gehirn in den Zielmodus.  Der  Nutzer  möchte relativ schnell ein Ziel erreichen.  Das ergibt  eine  Art  Stress. Ganz anders,  wenn  ein  Mensch  eine  gedruckte  Zeitschrift  in  die  Hand

nimmt: Dann  schaltet  sein  Gehirn  in  den  Flaniermodus. Er ist entspannter und nimmt Inhalte anders auf.» Hirnforscher Hans-Georg Häusel nutzt in einem Interview mit der Printzeitung des Verbands Schweizer Medien diesen Vergleich zur Erklärung, wie gedruckte Medien ihre Wirkung entfalten, und er ist überzeugt: «Die digitale Welt hat viele Vorteile, aber vieles kann Print einfach besser.» Zum Beispiel vertiefende Informationen vermitteln. In der elektronischen Informationsflut ist Print demnach ein wirkungsvolles Mittel, um differenzierte Botschaften zu positionieren. Der Aero-Club nutzt mit seiner Webseite (die zusammen mit jener der AeroRevue kürzlich einem Relaunch unterzogen wurde; Hinweis auf Seite 36), Facebook, Twitter, Instagram und dem Newsletter zeitgemäss digitale Kanäle. Und die AeroRevue ist seit einigen Jahren auch als App erhältlich.Die wenigsten AeCS-Mitglieder verzichten indes auf die Printausgabe. «Nur noch auf digitale Kanäle zu ­setzen ist der falsche Weg», ist Aero-Club-Zentralpräsident ­Matthias Samuel Jauslin überzeugt, der im Interview (ab Seite  30) eine Bilanz über sein erstes Amtsjahr zieht und sich in diesem Rahmen auch zur Verbandskommunikation äussert.

Freilich: Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, ebenso wenig die technische Aufrüstung in den Cockpits. «Letztere hingegen ist keinesfalls durch fliegerisches Handwerk zu ersetzen», betont Daniel W. Knecht, Leiter des Untersuchungsdienstes der SUST im Beitrag ab Seite 14. Die Statistik

zeigt: Unfälle mit tödlichem Ausgang ereignen sich überdurchschnittlich oft mit Flugzeugen, die über ein Glascockpit verfügen – und das, obwohl die moderne Technik das Fliegen nachweislich ­sicherer macht. Ausrüstung ist eben kein Ersatz für Können. Und nur wer weiss, wann welche Hilfsmittel wie eingesetzt werden, wer sich nicht nur auf die Elektronik verlässt, den Flug wie früher auch noch auf dem Papier plant und sich auch ohne GPS jederzeit über seine Position im Klaren ist, kann ruhig und überlegt agieren.

In diesem Sinne: Ihnen allen eine unfallfreie, erfolgreiche und grossartige neue Flugsaison!

Patricia Andrighetto

Redaktorin

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