AUSGABE 07-08/2019

Der Ton ist rauer geworden in der Schweizer Luftfahrt. Luftraum, Flugsicherung, Klima, Industrie – Themen, welche Schatten werfen auf die Branche. Skyguide reduziert Kapazitäten und lässt die Leichtaviatik am Boden stehen, Ansprüche auf Luftraum verschärfen sich, im Flughafen Zürich legen sich Klimaaktivisten protestierend auf den Boden, Pilatus sieht sich mit einem Strafverfahren konfrontiert: Das tut der Branche nicht gut. Und vor allem droht die Gefahr, dass unter solchen Umständen viele Jugendliche der Zukunftsperspektiven in der attraktiven Luftfahrt beraubt werden. Umso erfreulicher ist es, dass die Luftfahrt nach wie vor Faszination ausstrahlt. Eine Schülerin und dreizehn Schüler der Oberstufe Domat/Ems haben sich in einer Themenwoche ihrer Schule einen Traum erfüllt (Seite 14). Aus verschiedenen Angeboten entschieden sie sich für den «Traum vom Fliegen». Auf erlebnisreichen Exkursionen lernten sie die Aviatik kennen. Vorbildlich und nachahmenswert, was der Lehrer und Pilot Robert Grigioni für den Nachwuchs unternahm. Ende Juli beginnt erneut das jährlich im Engadin stattfindende Jugendlager unter dem Patronat der Schweizer Stiftung Pro Aero. Durchgeführt vom Aero-Club der Schweiz werden einmal mehr gegen 200 Jugendliche an die Fliegerei herangeführt. Alle in der ganzen Schweiz durchgeführten Aktionen, welche das Ziel verfolgen, Jugendlichen die Fliegerei näherzubringen, sind begrüssenswert – und dringend notwendig. Denn nach wie vor ist es eine Tatsache, dass Linien- oder Charterflugzeuge am Boden stehen bleiben, weil Besatzungen fehlen. Nachwuchs wird in der ganzen Branche händeringend gesucht. Aber Nachwuchs zu finden wird schwierig, wenn das Image leidet. Vielleicht sollten sich diejenigen, die heute Akteure der Luftfahrt sind und nicht selten aus Eigennutz mit ihrem Verhalten das Image der Branche negativ beeinflussen, zurückbesinnen auf ihre Kindheit, auf ihre Jugend, auf ihren ersten Kontakt mit der Aviatik. Und sie sollten sich überlegen, wie man Nachwuchs gewinnen kann. Nämlich als Vorbild, als Botschafter, als stolzer Vermittler positiver Nachrichten.

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