Archiv 4/2011

Eine Sendung, doppelte Lesekost: Gleichzeitig mit der Ausgabe Nr. 4 der AeroRevue erhalten Sie als Beilage ein Jubiläums-Special. Ein Geschenk des Aero-Club der Schweiz an Sie – anlässlich seines 110. Geburtstages. Wer nun konstatiert, dass sich die Jubiläen in der Luftfahrt in letzter Zeit häufen, liegt richtig. Im vergangenen Jahr «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz» – damit verbunden zahlrei­che weitere Vereins-und Gruppenjubiläen. Die AeroRevue selber hat ihre erste Hektode im Jahr 2007 vollendet und nun wartet der Aero-Club der Schweiz mit zehn zusätzlichen zu den 100 bereits vorhande­nen Kerzen auf seiner Geburtstagstorte auf. Allen Jubilaren ist eines gemeinsam: Sie haben Bestand. Und statt in die Jahre zu kommen, werden sie je länger, je moderner, dynamischer, attraktiver. So zählt der AeCS heute mehr als 23000 Mitglieder, so viele wie nie zuvor. Und er ist nicht nur der führende Dachverband der Leichtaviatik und des Luftsportes in der Schweiz, sondern verfügt auch über eine gewichtige Stimme in der Schweizer Luftfahrt. Er wird im Gesamtsystem Luftfahrt als starker, initiativer und geschlossener Verband wahrgenommen. Das ist auch nötig, angesichts der immer komplexeren Herausforde­rungen, die an ihn als Interessenvertreter der GA in der Schweiz ge­stellt werden. Doch was auch immer die Zukunft der Luftfahrt bringen mag: Der Aero-Club ist dafür gerüstet. Details dazu entnehmen Sie der Sonderausgabe.

Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue

Continue Reading

Archiv 3/2011

Die Geschichte des Verbots der Ultraleichtflugzeuge in der Schweiz ist eine bewegte. Als diese neue, aufstrebende Kategorie vom Bundesrat verboten wurde, schrieb man das Jahr 1984. Viele kennen die Hintergründe dieses Verbotes nicht mehr – 27 Jahre kommen einer neuen Generation von Menschen gleich. Andere haben es miterlebt und erinnern sich daran, als ob es gestern gewesen wäre. Das UL-Verbot hat in Fliegerkreisen viele Emotionen geweckt und Unverständnis ausgelöst. Doch es war eine andere Zeit damals, eine Zeit, in der aktuelle Umweltthemen die politische Meinung prägten. Selbst überzeugende Fakten konnten jenem Zeitgeist – es war die Zeit der grossen Waldsterbedebatten – zu wenig entgegenhalten. Damals war wohl einfach der falsche Zeitpunkt für die Einführung einer neuen Flugzeugkategorie. Der Bundesrat entschied sich für ein Verbot der UL und verankerte dieses mittels eines Gesetzes in der Luftfahrtverordnung: Der Grenzwert für eine Mindestflächenbelastung für Motorflugzeuge von 20 kg pro Quadratmeter wurde geboren und sorgt noch heute dafür, dass die Schweiz in Sachen Ultraleichtfliegerei eine kleine Insel auf der grossen Weltkarte darstellt. Es war ein kleiner Kreis von Enthusiasten (unter der Führung des heutigen AeCS-Spartenverbandes «Swiss Microlight Flyers»), der sich über all die Jahre nicht entmutigen liess und sich mit unermüdlichem Engagement für die Zulassung dieser Flugzeugkategorie einsetzte – unterstützt vom Aero-Club der Schweiz. Ein Engagement, welches später mit der Zulassung der Kategorie «Ecolight» belohnt wurde. Wenn das BAZL derzeit im Rahmen einer Vorstudie die Möglichkeiten einer allfälligen Zulassung weiterer Kategorien ultraleichter Luftfahrzeuge sowie die vollständige oder teilweise Aufhebung des UL-Verbots prüft, so ist dies als überaus positives Zeichen zu werten. Und mögen noch einige Fragen offen sein: Der AeCS wird jegliche Bemühungen in diese Richtung zweifellos unterstützen.

Jürg Wyss 
Chefredaktor 
AeroRevue

Continue Reading

Archiv 2/2011

«Beim Kleinen beginnt alles, und je grösser und mächtiger etwas werden soll, desto langsamer und scheinbar mühsamer wächst es», hält Jeremias Gotthelf das oft ungestüme und ungeduldige Streben der Menschen nach dem schnellen Erfolg im Zaum. Oder mit den Worten von Remo Frattini: «Alles ist ein Lernprozess. » Der passionierte Modellflugpilot weiss, wovon er spricht. Er hat sein Leben einem unaufhörlichen Lernprozess unterworfen. Der 36-jährige Jurist hat es damit weit gebracht: Er ist amtierender Weltmeister der FAI-Kategorie F5B (Elektrosegelflug), amtierender FAI-Europameister und amtierender FAIWorld- Cup-Sieger. Vor 24 Jahren hat er das Modellfliegen für sich entdeckt – und seither unaufhörlich am Erfolg gearbeitet. Doch das ist nur die eine Seite seiner Medaillen. Frattini gibt sich nicht damit zufrieden, zufrieden zu sein. Sein abgeschlossenes Studium in Jurisprudenz ergänzt er durch ein Aviatikstudium, das Modellfliegen erweitert er durch das Erlernen der manntragenden Fliegerei – und dem ersten Versuch, den Gipfel des Aconcagua in Argentinien zu erklimmen, wird ein zweiter folgen. Lesen Sie seine Geschichte ab Seite 22 in dieser Ausgabe. Beim zweiten Porträt in dieser AeroRevue (ab Seite 18) kommt man schwerlich um Franz Kafka umhin, der da einmal bemerkte: «Solange du nicht zu steigen aufhörst, hören die Stufen nicht auf; unter deinen steigenden Füssen wachsen sie aufwärts.» Mark Denton ist der erste Schweizer, der als Captain den A380 fliegt. Doch auch seine Karriere hat einmal mit der ersten Stufe begonnen; in seinem Fall eine Piper Tomahawk. Als eindrücklichste Flugerlebnisse nennt er seinen allerersten Soloflug – und seinen ersten Flug als Captain auf dem Megaliner. Dazwischen liegen mehr als zwei Jahrzehnte harter Arbeit. Die Mystikerin Katharina von Siena hatte beileibe mit der Aviatik nichts an ihrem sakralen Hut. Sie lehrte gar ein Jahrhundert vor Leonardo Da Vinci. Aber für sie war klar: «Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.» Ihre Worte mögen auch denjenigen, welche sich gegen die Regulierungsflut stemmen, Mut machen...

Patricia Andrighetto 
Redaktorin 
AeroRevue

Continue Reading

Ausgabe 11/2010

Deutsche Headhunter suchen derzeit den «Mister Luftfahrt». Keine Casting-Show, sondern eine ernsthafte Angelegenheit. «Laut, umweltschädlich und dabei hoch profitabel»: Das öffentliche Urteil unserer nördlichen Nachbarn über die Luftverkehrswirtschaft ist vernichtend. Neidisch blicken die Aviatiker auf die Autobauer, denen es unter CDU-Mann Matthias Wissmann gelungen ist, ihr Image grundlegend aufzupolieren. In nur drei Jahren als Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie hat der ehemalige Bundesverkehrsminister die Branche von ihrem Image als «Umweltverpester » befreit, ihr fünf Milliarden Euro über die Abwrackprämie gesichert und dem Land suggeriert, deutsche Autos führen schon bald mit Elektromotoren der klimaneutralen Zukunft entgegen, wie das «Handelsblatt» bilanziert. Und nun suchen Headhunter den «Wissmann der Lüfte». Und wie präsentiert sich das Bild hierzulande? Auf höchster politischer Ebene fristete die Luftfahrt in den letzten 15 Jahren nicht eben ein populäres Dasein. Sie hatte in der Vergangenheit vor allem dafür zu kämpfen, dass sie ihren Sorgen und Nöten genügend Luft verschaffen konnte und diese überhaupt ernst genommen wurden. Entsprechend intensive Anstrengungen auf politischer Ebene von Seiten Aviatikverbände waren deshalb unerlässlich. Hier hat gerade auch der AeCS in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet – jüngst mit der erfolgreichen und imagefördernden Aktion «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz». Doch die Luftfahrt braucht auch auf höchster Ebene endlich jene Anerkennung, die ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung entspricht. Nach dem vormaligen Verkehrsminister, dessen aviatische Affinitäten sich auf philosophische Höhen- und politische Tiefflüge beschränkten, lastet nun die Hoffnung des Fliegervolkes auf den Schultern seiner Nachfolgerin. Die Epoche des naserümpfend an den «schweren aviatischen Themen» Herumzüpfelns ist vorbei. Gefragt ist eine Persönlichkeit, die Prozesse und Probleme mit Sachverstand, zumindest einem beruflichen Interesse gegenüber der Luftfahrtpolitik, mit Scharfsinn und einer weitsichtigen Betrachtungsweise anzupacken in der Lage ist. Gelingt dies Doris Leuthard, kann sie anstelle von jurassischen Stallstiefeln in Zukunft das Krönchen der «Miss Luftfahrt» zu Hause an die Garderobe hängen.

Patricia Andrighetto 
Redaktorin 
AeroRevue

Continue Reading

Beratung, Verkauf und Datenanlieferung

Effingermedien AG
Verlag «AeroRevue»
Storchengasse 15
CH-5201 Brugg
Telefon 056 442 92 44
aerorevue@effingermedien.ch

 

 

Redaktion

c/o Swiss Aviation Media
Jürg Wyss
Zurzacherstrasse 64
Postfach
CH-5200 Brugg
Telefon 056 442 92 44
aerorevue@aeroclub.ch

 

 

Herausgeber

Aero-Club der Schweiz
«AeroRevue»
Yves Burkhardt
Lidostrasse 5
CH-6006 Luzern
Telefon 041 375 01 01
info@aeroclub.ch