Ausgabe 7 + 8/2010

Alltagsstress im Ruhestand, Identitätskrisen in der Geriatrieabteilung des Lebens, gebrochene «Flügel» und vergessene Träume im Altersheim von morgen – verpackt in ein charmantes, witziges und geistreiches Schauspiel – laden ein zu einer unvergesslichen Reise in die Zukunft bzw. zu einem (Aus)Flug nach Bex. Im Westen des Landes zieht derzeit ein Open-Air-Spektakel der besonderen Art in seinen Bann. Karl’s kühne Gassenschau, zwischenzeitlich von über einer halben Million Besuchern mit Präsenz und Begeisterung belohnt, gastiert mit «Silo8» in St-Triphon. Was das mit der Fliegerei zu tun hat? Einiges. Markus Heller etwa, seines Zeichens Mitbegründer und technischer Leiter der «Kühnen», ist passionierter Pilot. Seine Leidenschaft ist seine Mission: Kultur und Aviatik miteinander verbinden. Eine Kombination mit Seltenheitswert – in dieser Ausgabe der AeroRevue jedoch ein fester Bestandteil. Aero-Club-Mitglieder werden dabei mit einer speziellen Vergünstigung beschenkt (Seite 47). Aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Der Schweizer Aviatik steht der Chancen-Sommer schlechthin bevor. Die Chance, wie Phoenix der (Vulkan)Asche zu entwachsen. Das angeschlagene Image aufgrund von Pleiten, Pech und Groundings endgültig abzustreifen und sich wieder dort zu positionieren, wo sie hingehört: statt in rote Bilanzen und negative Schlagzeilen zurück in die Herzen und Köpfe der Menschen, bewundert und geachtet. Und die «Eroberungsstrategie»? «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz» mit unzähligen Veranstaltungen landauf, landab, die ersten gemeinsamen Luftsportmeisterschaften der Sparten, das Jahres- Highlight «Flugmeeting Emmen», die zweite Auflage der Swiss AeroExpo (Special in der Mitte dieser Ausgabe) – und nicht zuletzt jeder einzelne Akteur der Luftfahrt als rücksichtsvoller und eigenverantwortlich agierender Repräsentant der Schweizer Aviatik. Zeichnen wir ein neues Bild an den Himmel und geben der Luftfahrt zurück, was sie erst lebendig macht und vergessen geglaubte Träume weckt: starke Flügel und damit eine Identität, frei von «schwingenbrechenden Krücken» und «überregulierenden Gehhilfen». Vorlage dazu gefällig? Man sieht sich – Treffpunkt Silo8.

Patricia Andrighetto 
Redaktorin 
AeroRevue

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Ausgabe 6/2010

«Die Fliegerei ist eine Plage, unter der viele Leute in der Schweiz wegen dem Lärm leiden. Die Fliegerei ist ausserdem eine Plage für unser Klima, weil sie viel zur Klimaerwärmung beiträgt.» Dass die Luftfahrt einmal mehr durch stets dieselbe grüne Nationalrätin verbal «zusammengefaltet» wird, löst bei manch einem passionierten Aviatiker Betrübnis aus. Doch es folgt umgehend die Erhellung: Liesse sich diese diffuse Aussage gegebenenfalls durch Zahlen und Fakten präzisieren? Man möchte ja nicht ungerne wissen, wie viel denn nun wirklich «viel» ist. Schlagen wir also die Bücher auf – und werden alsbald fündig. Verschiedenen Studien und Statistiken ist etwa Folgendes zu entnehmen: Die Luftfahrt hat einen Anteil von zwölf Prozent an den CO2-Emissionen aller Verkehrsmittel - verglichen mit einem 76-prozentigen Anteil des Strassenverkehrs. Der europäische Luftverkehr produziert 0,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Der internationale Flugverkehr generiert zwei Prozent der globalen anthropogenen CO2-Emissionen. Die Zahl der weltweit von Fluglärm betroffenen Personen ging zwischen 1998 und 2004 um rund 35 Prozent zurück. Die Lärmentwicklung bei Luftfahrzeugen neuester Generation ist um 20 Dezibel geringer als jene vergleichbarer Modelle vor 40 Jahren. Man rechnet damit, dass bis 2020 eine weitere Lärmminderung um 50 Prozent möglich sein wird. Die Maschinen der nächsten Generation (Airbus A380 und Boeing 787) verbrauchen weniger als drei Liter Treibstoff pro 100 Passagierkilometer und sind damit effizienter als jeder auf dem Markt verfügbare moderne Kleinwagen. Dies ein kleiner Auszug aus einer langen Liste. Der Erhellung folgt die Erleuchtung: Die Luftfahrt wird immer grüner! Vier Seiten in dieser Ausgabe der AeroRevue (28 bis 31) sind dieser Tatsache und weiteren Fakten gewidmet. Ob sich besagte grüne Seele jedoch wirklich darüber zu freuen vermag, ist fraglich. Die häufige Abwesenheit von Sachlichkeit in der Argumentation lässt vermuten, dass es oftmals weniger um das Anliegen als solches geht als vielmehr um die sorgfältige Pflege eines Feindbildes. Passt dieses, weil längst überholt, nicht mehr ins selbstgestrickte Weltbild, ersetzen zuweilen persönliche Animositäten selbstkritische Einsichten.

Patricia Andrighetto
Redaktorin 
AeroRevue

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Ausgabe 5/2010

Wortspielereien im Zusammenhang mit der Vulkanasche hatten in den letzten Tagen Konjunktur – wohl sehr zum Amusement all jener, die davon nicht direkt betroffen waren. Man konnte sie zur Kenntnis nehmen, darüber lachen oder übergehen. Kopfschütteln bis heftige Kritik lösten hingegen Äusserungen unseres Verkehrsministers aus. «Ich merke bei mir, dass eine solche Zäsur guttut. Sie bringt eine gewisse Leichtigkeit in schwere Themen», gab er in der Zeitung «Sonntag» von sich. Dass sich Bundesrat Leuenberger in der Rolle als Philosoph der Nation zu gefallen scheint, mag man noch hinnehmen. Von einem Magistraten indes darf das Volk erwarten, dass er sich mit Ernsthaftigkeit eines Problems dieser Dimension annimmt und zumindest einen wertvollen Beitrag zur Lösung leistet. Stattdessen witzelt er: «Wissen Sie, wie ich es bereue, dass ich nicht gerade eine Konferenz auf Bali hatte?» Was für ein Affront gegenüber betroffenen Passagieren, gegenüber mit dem Überleben kämpfenden Fluggesellschaften und deren Mitarbeitenden. Ein immenser wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe zeichnet sich ab. Und hätten der Motorflug- Verband der Schweiz und der AeCS nicht interveniert, wäre wohl auch die Leichtaviatik gegroundet worden. So zumindest wollte es das BAZL bei der ersten Sperrung des Luftraumes. Immerhin beurteilte das Amt danach die Situation differenzierter und liess den VFR-Verkehr in die Luft. «Ich fliege nicht so gern, das stimmt. Das sollte ich aber nicht öffentlich sagen», sagte Leuenberger öffentlich. Was soll man da noch sagen? Dass auch dem UVEK eine Zäsur guttäte? Nun, mit Sicherheit würde eine solche uns Aviatikern eine gewisse Leichtigkeit in ein schweres Thema bringen...

Jürg Wyss 
Chefredaktor 
AeroRevue

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Ausgabe 4/2010

Gleichzeitig mit dieser Ausgabe der AeroRevue erscheint die Sonderausgabe «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz». Eine Hommage an die Pioniere und Retrospektive der ersten zehn Dekaden der helvetischen Aviatik. Streiflichter einer bewegten und von unzähligen Ereignissen geprägten Epoche. 100 Jahre Luftfahrtgeschichte vereint zwischen zwei Umschlagsseiten – und dennoch lediglich Resümee einer grossartigen Historie. «Die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel. Die Zukunft allein ist unser Zweck», zeigte Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert Weitblick. Rund 350 Jahre später, andere Worte, gleicher Inhalt: «Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können Einfluss auf die Zukunft nehmen. Das ist der Grund, warumVisionen so wichtig sind» (Christer Haglund, Finnair Senior Vice President Public Affairs & Corporate Communications). Was soll man in 100 Jahren über unsere Gegenwart berichten können? Welches werden dereinst die Helden und Pioniere unserer Zeit sein? Wozu wurde heute der Grundstein gelegt? Monat für Monat dient die AeroRevue als Plattformfür Menschen und ihre Geschichten, für Entwicklungen, Erkenntnisse und Errungenschaften, für politische, wirtschaftliche und technische Belange. Fragmente aus der Welt der Luftfahrt, Mosaiksteine in einem faszinierenden Zeitwerk – einem fortlaufenden Prozess unterworfen – und die Vergangenheit von morgen. Solcherlei Betrachtungsweisen lassen die Gegenwart in einer übergeordneteren Wahrnehmung erscheinen, die Relevanz der bereichsübergreifenden Interessen gegenüber den eigenen höher gewichten. Das «gemeinsam für eine Sache einstehen» statt unheiliger Allianzen, jene Dinge, die Menschen, Verbände, Sparten und Vereine miteinander statt gegeneinander erreicht haben, werden auch in unserer Zukunft von tragender Bedeutung sein und sich durch Nachhaltigkeit auszeichnen. Es ist Zeit für den Aufbruch in Richtung zweites Jahrhundert der einheimischen Aviatik, anstatt an Dissonanzen und für das Gesamtsystem irrelevanten Kontroversen hängenzubleiben. «Was wir heute denken, werden wir morgen sein», sagte einst der Schweizer Naturwissenschaftler Max Thürkauf. Was, wenn’s so wäre?

Patricia Andrighetto 
Redaktorin 
AeroRevue

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