Ausgabe 5/2010

Wortspielereien im Zusammenhang mit der Vulkanasche hatten in den letzten Tagen Konjunktur – wohl sehr zum Amusement all jener, die davon nicht direkt betroffen waren. Man konnte sie zur Kenntnis nehmen, darüber lachen oder übergehen. Kopfschütteln bis heftige Kritik lösten hingegen Äusserungen unseres Verkehrsministers aus. «Ich merke bei mir, dass eine solche Zäsur guttut. Sie bringt eine gewisse Leichtigkeit in schwere Themen», gab er in der Zeitung «Sonntag» von sich. Dass sich Bundesrat Leuenberger in der Rolle als Philosoph der Nation zu gefallen scheint, mag man noch hinnehmen. Von einem Magistraten indes darf das Volk erwarten, dass er sich mit Ernsthaftigkeit eines Problems dieser Dimension annimmt und zumindest einen wertvollen Beitrag zur Lösung leistet. Stattdessen witzelt er: «Wissen Sie, wie ich es bereue, dass ich nicht gerade eine Konferenz auf Bali hatte?» Was für ein Affront gegenüber betroffenen Passagieren, gegenüber mit dem Überleben kämpfenden Fluggesellschaften und deren Mitarbeitenden. Ein immenser wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe zeichnet sich ab. Und hätten der Motorflug- Verband der Schweiz und der AeCS nicht interveniert, wäre wohl auch die Leichtaviatik gegroundet worden. So zumindest wollte es das BAZL bei der ersten Sperrung des Luftraumes. Immerhin beurteilte das Amt danach die Situation differenzierter und liess den VFR-Verkehr in die Luft. «Ich fliege nicht so gern, das stimmt. Das sollte ich aber nicht öffentlich sagen», sagte Leuenberger öffentlich. Was soll man da noch sagen? Dass auch dem UVEK eine Zäsur guttäte? Nun, mit Sicherheit würde eine solche uns Aviatikern eine gewisse Leichtigkeit in ein schweres Thema bringen...

Jürg Wyss 
Chefredaktor 
AeroRevue

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Ausgabe 4/2010

Gleichzeitig mit dieser Ausgabe der AeroRevue erscheint die Sonderausgabe «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz». Eine Hommage an die Pioniere und Retrospektive der ersten zehn Dekaden der helvetischen Aviatik. Streiflichter einer bewegten und von unzähligen Ereignissen geprägten Epoche. 100 Jahre Luftfahrtgeschichte vereint zwischen zwei Umschlagsseiten – und dennoch lediglich Resümee einer grossartigen Historie. «Die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel. Die Zukunft allein ist unser Zweck», zeigte Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert Weitblick. Rund 350 Jahre später, andere Worte, gleicher Inhalt: «Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können Einfluss auf die Zukunft nehmen. Das ist der Grund, warumVisionen so wichtig sind» (Christer Haglund, Finnair Senior Vice President Public Affairs & Corporate Communications). Was soll man in 100 Jahren über unsere Gegenwart berichten können? Welches werden dereinst die Helden und Pioniere unserer Zeit sein? Wozu wurde heute der Grundstein gelegt? Monat für Monat dient die AeroRevue als Plattformfür Menschen und ihre Geschichten, für Entwicklungen, Erkenntnisse und Errungenschaften, für politische, wirtschaftliche und technische Belange. Fragmente aus der Welt der Luftfahrt, Mosaiksteine in einem faszinierenden Zeitwerk – einem fortlaufenden Prozess unterworfen – und die Vergangenheit von morgen. Solcherlei Betrachtungsweisen lassen die Gegenwart in einer übergeordneteren Wahrnehmung erscheinen, die Relevanz der bereichsübergreifenden Interessen gegenüber den eigenen höher gewichten. Das «gemeinsam für eine Sache einstehen» statt unheiliger Allianzen, jene Dinge, die Menschen, Verbände, Sparten und Vereine miteinander statt gegeneinander erreicht haben, werden auch in unserer Zukunft von tragender Bedeutung sein und sich durch Nachhaltigkeit auszeichnen. Es ist Zeit für den Aufbruch in Richtung zweites Jahrhundert der einheimischen Aviatik, anstatt an Dissonanzen und für das Gesamtsystem irrelevanten Kontroversen hängenzubleiben. «Was wir heute denken, werden wir morgen sein», sagte einst der Schweizer Naturwissenschaftler Max Thürkauf. Was, wenn’s so wäre?

Patricia Andrighetto 
Redaktorin 
AeroRevue

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Ausgabe 3/2010

Was, wenn Taddeoli Rennfahrer geblieben und Audemars Seefahrer geworden wäre? Was, wenn Failloubaz seine Adoleszenz als liederlicher Pubertierender herumhängend mit dem «Gossenpulk » durchgeschlagen hätte, anstelle bereits mit 18 Jahren sein Piloten-Brevet (Nr. 1 in der Schweiz) in die Tasche zu stecken? Was, wenn Bider unter Höhenangst gelitten und Gsell seine ganze Leidenschaft in professorale Sesselkleberei anstelle in eine bemerkenswerte «Aeropolygamie» gesteckt hätte? Hätten diese Männer – um nur einige zu nennen – derlei Wege eingeschlagen, wäre den meisten von ihnen wohl ein deutlich längeres Leben beschieden gewesen – der Luftfahrt allerdings hätten wegweisende Pioniere gefehlt. Man kann nun selbstverständlich dagegenhalten, dass die Menschheitsgeschichte in diesem Fall wohl andere Schlüsselfiguren an die Oberfläche befördert hätte, damit 100 Jahre später dennoch ein technisches Wunderwerk vom Typ A380 erstmals auf dem Flughafen Zürich aufsetzen konnte (mehr dazu ab Seite 22).

Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue

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Ausgabe 1/2010

Die Flugbewegungen auf dem Flugplatz Birrfeld haben im vergangenen Jahrzehnt abgenommen und sich auf deutlich tieferem Niveau eingependelt, Flugzeuge wurden umgerüstet auf markant leisere Dieselaggregate, Piloten bei der Ausbildung auf das Thema «lärmarm fliegen» sensibilisiert, die Flugzeugflotte für die Ausbildung um zusätzliche, leise Katanas mit Rotax-Motoren erweitert: ein ganzes Bündel an Tatsachen und Massnahmen, welches zu einer deutlichen Reduktion von Fluglärm rund um den Flugplatz führte und von den Bemühungen der Verantwortlichen zeugt. Und was passiert?

Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue

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